22.03.2019 – Runter vom Sofa, rein ins Vergnügen.


Bei mir umme. Natürlich ist der dazugehörige ca. 4 qm große Hafen eher ein Witz, so wie dieses Schild, dessen Humor irgendwie ins Transzendente lappt. Er schwebt über allen Wassern, ist aber nicht direkt greifbar. Kleidete ich ihn in Worte, raubte ich ihm die Wirkung. Insofern ist auch Wittgensteins Diktum „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ von der Erkenntnis her: begrenzt. Es gibt noch eine Welt jenseits der Begriffe. Aber ich will hier kein Proseminar zu Zech-Buddhismus für Anfänger machen, hier geht’s um meinen Hafen, zwei autonome Steinwürfe von meiner Homebase entfernt. Den querte ich unlängst auf der Suche nach leeren Grundstücken. Hintergrund: Das Land Niedersachsen ist zur Zeit noch störrisch, was die Gründung einer von der Landesarmutskonferenz, dem DGB und Anderen geforderten Landeswohnungsbaugesellschaft angeht: Gemeinnützig, nicht profitorientiert, bezahlbarer Wohnraum für alle, ab 5 Euro pro qm, Größenordnung 40.000 Wohnungen über die Jahre. Die Argumente der Gegenseite: Reine Symbolpolitik, dauert zu lange, kostet zu viel, braucht Personal etc. pp. Das ist natürlich kompletter Unsinn, die Bayern haben es ruckzuck vorgemacht, und eine aus dem Boden gestampft. Waren ja auch Wahlen.
Es geht, man muss nur politisch wollen. Aber die hiesigen Akteure sind entweder träge oder wollen den Profitkuchen nicht mit Gemeinnützigen teilen. Es ist also seeehr sämig, dagegen anzukämpfen, und ich bin’s manchmal auch einfach leid. Ich will meine Ruhe, meinen Urlaub, meinen Sommer, Ende im Gelände. Dann sagt aber der Restrebell in mir: Runter vom Sofa, rein ins Vergnügen. Also gibt’s am 27.03 eine Aktion mit Aktivist*innen vor dem hiesigen Landtag. Der zuständige Bauminister Olaf Lies hat sein Kommen zugesagt, sinnigerweise für High Noon, was aber eine andere Bedeutung besitzt als ich sie gerne hätte, und wir werden ihm das erste Haus der dann zu gründenden symbolischen Landeswohnungsbaugesellschaft überreichen, siehe Medieneinladung Landesarmutskonferenz Einladung Medien Aktion Landtag 27.03.2019.
Runter vom Sofa musste ich auch wegen des Argumentes der Gegenseite: Keine Grundstücke. Auch das ist ausgemachter Blödsinn. Ich setzte mich auf mein Rad und fand nach 5 Minuten in direkter Hafennachbarschaft sofort eins, ca. 20.000 qm groß, früher mit Gartencenter, steht seit über 10 Jahren leer. Citynähe, perfekt erschlossen, braucht die Stadt (oder eine Landeswohnungsbaugesellschaft) nur zu kaufen und los geht’s.
Wenn der Eigentümer sich aus Spekulationsgründen renitent zeigt, wird enteignet, siehe § 15 Grundgesetz. Kein Problem, wenn man es politisch will. Das wird beim Bau von Autobahnen oder Stromtrassen ruckzuck angewendet.
Für Hannover, immerhin über 500.000 Einwohnerinnen, gibt es übrigens kein Leerstandskataster, wir haben also keinerlei Überblick, wie viele Wohnungen und Häuser leer stehen. In anderen niedersächsischen Großstädten das Gleiche.
Es ist aber alles sooo sämig. Zu dieser Grundstimmung passte meine Hafentour.

Ein paar hundert Meter Kaimauern, zwei Kräne und ein halbes Schiff, das im trüben Hafenbecken vor sich hindümpelte und trotzdem löste der Anblick diese typische Hafenstimmung in mir aus: eine Prise Fröhlichkeit ob des Freiheits- und Glücksversprechens, das Häfen innewohnt, mit einem Schuss Melancholie ob des Wissens, dass es hier und heute nicht eingelöst wird.
Dann eben woanders.
Schönes Wochenende, liebe Leserinnen.

20.03.2019 – Anleitung zum Glück!


Quizfrage: Was ist hier abgebildet?
1. Ein erdähnlicher, aber nicht bewohnbarer Planet im Sternsystem Alpha Centauri? 2. Die sibirische Tundra nach Abtauen des Permafrostes? 3. Die Erde am 2. Tag der Schöpfungsgeschichte, denn siehe, es steht geschrieben in 1. Moses 1: „…
„… Die Erde war wüst und wirr ….. Dann sprach Göttin: Es werde ein Gewölbe mitten im Wasser ….“
Richtig ist, dass es sich bei obigem Bild um das Grundstück eines Freundes in den Weiten der niedersächsischen Tiefebene handelt. Besagter Freund & Kollege ist einer jener Menschen,
die Walt Whitman in seinem grandiosen Poem „Pioneers, oh Pioneers!“ besingt:
Come my tan-faced children,
Follow well in order, get your weapons ready,
Have you your pistols? have you your sharp-edged axes?
Pioneers! O pioneers!

(Vordergründig geht es dabei um die Besiedelung des „Wilden“ Westens, es geht aber auch grundsätzlich um Aufbrüche, Veränderungen, auf zu neuen Ufern halt)
Menschen also voller Wagemut, Tatkraft, Ideenreichtum und praktischem Geschick, die mal eben losziehen, sich ein Fachwerkhaus aus dem 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung kaufen und das Ganze in jahrhunderterlanger Arbeit in allen Gewerken bewohnbar machen. Und nebenbei noch hochkompetente Experten in allem sind, was auch nur nach PC riecht.
Ich muss mein Licht nicht unter den Scheffel stellen und habe von mir eine eher ausgeprägt positive Meinung. Aber der Anblick dieses Bildes erdete mich umgehend und machte mir klar, wo meine Grenzen sind. Ich bin mehr der Typ, der morgens seinen PC anmacht, der Bildschirm bleibt dunkel und ich rufe in aufsteigender Panik Fachmann, siehe oben, an: „Hilfe! Meine Festplatte ist kaputt!“ Um die Antwort zu kriegen: „Hast Du den Bildschirm schon angemacht?“
Der aktuelle Anblick meines Gartens, keine 50 qm!, versetzt mich in furchtbarste Laune, dort müssen ein paar Äste entfernt werden, damit meine Rosen mehr Licht kriegen. Allein der Anblick derjenigen Fachkraft, die das erledigen wird, verursacht mir tiefe Depressionen. Die Aussicht auf ein, zwei notwendige Umbauten in meiner Wohnung machen mich Sanatoriumsreif und lassen mich mit dem Gedanken spielen, auszuwandern.
Bestünde die Welt nur aus Figuren wie mir, wir würden garantiert noch auf den Bäumen leben. In einer postatomaren Apokalypse, wo alle staatlichen Strukturen hinfällig sind, und nur rudimentäre zivilisatorische Verhältnisse herrschen, hätte ich gerade drei Überlebenschancen: 1. Handel mit Selbstangebautem. 2. TV-Quiz als Einnahmequelle. 3. Fußball Wetten. Ich kann also echt nur hoffen, dass die „da oben“ keinen Blödsinn machen und die Finger vom Drücker lassen, sonst seh ich duster für meine Zukunft. Aber in diesem Moment, es ist 8.06 Uhr, lacht mich die Sonne über der Veranda an,

ja, sie blendet mich so, dass ich die besagten Äste gar nicht sehe. Die Äste einfach nicht sehen, das ist das Rezept für den Weg zum Glück!
Alles wird gut.
Was ich Ihnen, liebe Leserinnen, auch wünsche.

19.03.2019 – Börsentipp der Woche


Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Im Frühling bei Westwind streift in der Straße, in der ich wohne, der Gülleduft so ahnungsvoll das Land, dass er den Gestank der täglichen 25.000 Autos verdrängt. Dann werden bei mir Erinnerungen an meine Heimat Eichsfeld wach, wo ich in meiner Jugendblüte noch ein Plumpsklo auf dem Hof goutieren durfte, was im Winter ein reduziertes Vergnügen ist. Dieser infrastrukturell eher archaische Zustand ließ Heimatdichter sich zu ungeahnten Höhen aufschwingen, wie folgt:
Wenn es stinkt auf den Aborten
Wird es Frühling allerorten.

Die geneigte Leserin wird sich den Zusammenhang scharfsinnig konstruieren.
So weit so drollig. Weniger drollig wird es allerdings bei der Ursache der Gülle, der Tierhaltung. Da werden in wachsendem Maß die Reserveantibiotika eingesetzt, die eigentlich als letzte Brandmauer gegen schwerste Infektionen dienen sollen. Wenn wir gegen die auch noch resistent werden, dann gute Nacht, Marie, da fault einem schnell mal ein Bein ab. Und wie sachte Oppa aussen Eichsfeld immer, wenn ich ihn aus dem Wirtshaus abholte und er bei jedem verklappten Klaren von sich gab:
„Prost! Auf einem Bein kann man nicht stehen.“
Danach gab er im Kotzbecken auf dem Klo den Rest von sich. Kotzbecken mit zwei Haltegriffen gibt es in der Stadt eher selten, sondern überwiegend in ländlichen Regionen, wo der Bauer auf Wirkungstrinken in kurzen Zeitintervallen trainiert ist, weil er früh mit den Hühnern aus den Federn (!, sic!) muss.
Irgendwann treten also die multiresistenten Keime ihren Siegeszug an und sind die Sieger der Evolution.
Bevor es aber soweit ist, greift der Kapitalismus in seiner segensreichen Variante ein, mit der schöpferischen Kreativität, dem Erfindungsreichtum. Man kann es auch Gier nennen. Es gibt Alternativen zu Antibiotika, z. B. die Bakteriophagen, Viren, die die bösen Bakterien letztlich killen.
Wer sowas zur Marktreife bringt, hat einen Blockbuster in der Pipeline. Das kann dauern oder scheitern, aber die klinische Erprobung des Prinzips findet flächendeckend schon in Osteuropa statt. Zu irgendwas muss der Osten ja auch mal gut sein, warum nicht als Versuchskarnickel. Es kann also auch relativ schnell gehen, zumindest mit einer ad hoc Mitteilung des Unternehmens, das im Verbund mit der Forschung, siehe oben, intensiv an der Keim-Front arbeitet, und dann geht der Kurs durch die Decke.
Zwei Klicks und schwupps, haben wir diesbezügl. die Evotec, die gerade mitteilt, dass sie eine neue, strategische öffentlich-private Partnerschaft zur Entwicklung neuartiger Antibiotika eingeht, wobei die Evotec auch an der Entwicklung von Bakteriophagenbasierten Mitteln arbeitet. Mein Börsentipp also: Evotec.
Zauberhafte Frühlingsgefühle, liebe Leserinnen. Es gibt wichtigeres als Börsentipps. Ich wollte nur vom Scheißhaus meiner Jugend weg.

17.03.2019 – Scheiß aufs Klima, Hauptsache schönes Wetter


Wenn die Blutpflaume im Garten anfängt zu blühen, ist das Gröbste überstanden in Sachen feuchter Düsternis, matschbrauner Schneepampe und frostigem Eishauch. Dann kriegt der mürrische Wintergesell einen ersten blühenden Tritt in den Arsch. Sieht man davon ab, dass das alles sowieso nicht mehr gilt wegen Klimachaos, im Februar hatten wir ja schon Frühling. Aber scheiß aufs Klima, Hauptsache schönes Wetter. Um das Klima kümmern sich ja die sympathischen jungen Leute, die sich mit sympathischen netten Demonstrationen immer wieder freitags für ein sympathisches Ziel einsetzen, den Erhalt unseres blauen Planeten. Bei dieser Formulierung fällt mir immer eine Textzeile aus einem Film mit Heinz Erhardt und Trude Herr ein: Blauer als die Adria war Willy als er Lilly sah.
Die sympathischen jungen Leute werden sich noch eine Zeit für dieses Ziel engagieren. Und z. B. sicher gegen das böse Töff Töff wettern, weil Autos so viel Dreck machen. Aber sobald sie in den Dunstkreis der 30er kommen, prügelt ihnen das Leben mit eiserner Faust derartige kontrakonsumistische Flausen aus dem Kopf. Dann wird geheiratet, umweltverpestende Brut in die Welt gesetzt und für deren Aufzucht braucht’s dann eben doch ein SUV, mit dem die Umwelt vor den Schulen und Kitas terrorisiert wird etc. pp. Ich lese seit Jahren, dass das Auto als Statussymbol bei den Jugendlichen an Wert verliert, keine Rolle mehr spielt, die Jugend sei auf Postkonsumwerte orientiert. Liest man im Feuilleton.
Aber ach, das Leben spielt nicht im Feuilleton, sondern im Wirtschaftsteil, und nicht in der Kinder-FAZ, der taz, sondern in der Ausgabe für Erwachsene. Und da steht in Blechgehärteten Lettern für 2018: „Mit einer (mal wieder) gewaltigen Steigerungsrate übernehmen die SUV und Geländewagen die Marktführerschaft in Deutschland.„
Der nächste heiße Scheiß in der Wintersaison 2021 werden übrigens zulassungstaugliche PKW-Panzer sein.
Ich bin weder Pessimist noch Zyniker, sondern Realist. Ein Blick auf die neuen sozialen Bewegungen der Vergangenheit und dem derzeitigen gesellschaftlichen Zustand beweist, dass ich Recht habe. Die 68er? Ich sage nur: Joseph Fischer, Horst Mahler und Kunzelmann. Umweltbewegung? Siehe SUV. Frauenbewegung? Siehe Gender Pay Gap, Besetzung Vorstandsposten, Armutsquote Alleinerziehende. Internationalismus-Bewegung? Siehe Europa. Etc. pp. Es gibt sicher auch Gegentendenzen, aber die allgemeine Entwicklung läuft eher linear absteigend.
Und wo bleibt das Positive? Nächste Woche ist Frühling und in der Berliner Gemäldegalerie die Ausstellung „MANTEGNA und BELLINI – Meister der Renaissance“.
Wer verstehen will, warum die Bilder, die wir uns von der Welt machen und die uns machen, so sind, wie sie sind, kann daran kaum vorbei. Bei den Beiden ist die Einführung der Zentralperspektive, des Hintergrundes und der Dreidimensionalität in die Malerei auf einem ersten grandiosen Höhepunkt. Bleibt nur zu hoffen, dass das nicht so ein Blockbuster ist, wo man sich mit Milliarden Touris vor den Bildern drängeln muss.
Charmanten Start in die Woche, liebe Leserinnen.

14.03.2019 – Alles bleibt wie es war, alles wird wunderbar.


Sprengel Museum, Vernissage, neulich, die höheren Schichten waren vollzählig versammelt. In Erinnerung geblieben ist mir der indiskutable Pinot Grigio, ein inferiores Gesöff der allerinfamsten Kategorie mit eingebauter Katergarantie. Wenige Tage später Mahnwache für einen erfrorenen Obdachlosen, kurz davor Flanieren am Jungfernstieg in Hamburg, wo ein Gürtel schon mal soviel kostet, dass ich dachte, es ist der Kaufpreis für den Laden. Ich hab am Jungfernstieg mal öffentlich echtes Geld verbrannt, im Rahmen einer Performance. Solche Geschichten gingen mir durch den Kopf, als ich vorhin mein Smartphone entmüllte, unter anderem mit Bildern von der Vernissage. Der Versuch, sich auf divergente Lebenswelten einzulassen, ist mitunter anstrengend, enervierend, hinterlässt Spuren, macht aber natürlich auch Spaß (der sich bei Mahnwachen selbstverständlich in Grenzen hält!). Der Versuch folgt aber aus künstlerischer Sicht einer kohärenten Theorie, der des eingreifenden Schriftstellers, der sich mit seiner Kulturproduktion auf die gesellschaftliche Realität einlässt, sich – sie verändernd – in sie hineinbegibt, siehe Walter Benjamin und Sergej Tretjakov.
Aus individueller Sicht folgt der Versuch schlicht dem Hunger nach Erfahrung. Macht. Spaß.
Außerdem schlägt in Diskussionen der Satz: „Ich weiß aus Erfahrung, wovon ich rede…“ so ziemlich jedes Argument tot.
Was blödsinnig ist, denn Erfahrung aufeinandergehäuft ohne Reflexion ist per se erstmal nichts wert, außer Spaß. Nichts gegen Spaß, aber wenn daraus keine individuelle Entwicklung folgt, kein Reifeprozess, keine Veränderung, dann hält sich der zivilisatorische Mehrwert in Grenzen. Dann bleibt alles wie es war, alles wird wunderbar.
Vermeintlich.
Der Satz „Alles bleibt wie es war“ ging mir eben durch den Kopf, als ich die Meldung des Statistischen Bundesamtes las: „Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern 2018 unverändert bei 21 %.“
Ich hör sie morgen schon wieder jaulen, die weißen alten Männer, die unlängst zum Frauentag mit dem Duden in der erhobenen Lutherhand gegen das Gender * hyperventilierten, als sei der Untergang des Abendlandes ante portas.
Ich liebe das Statistische Bundesamt, unverzichtbares Handwerkszeug für meine Arbeit, Schneisen von Fakten sägend durch ein Unterholz von Raunen, Meinen, Beschwören, mit einer einzigen Meldung soviel heiße, weiße, alte Luft aus dem Pudding lassend.
Mir geht eine wundervolle Weise aus alten Zeiten durch den Kopf, der famose Hannes Wader mit „Dass nichts bleibt, wie es war …
Also auf in Getümmel.

11.03.2019 – AC/DC, Marx und Kafka


Stillgelegter Eingang am niedersächsischen Sozialministerium. Erinnert mich an Kafkas Erzählung „Vor dem Gesetz“.
Eine der dämlichsten Erzählungen von Wutbürgern und anderen Nichtsatisfaktionsfähigen Intelligenzamöben geht so: Beamte sind faul, Politiker überbezahlt und beide Gruppen sind dumm und unfähig, sonst wären sie in die freie Wirtschaft gegangen. Den Staat möchte ich sehen, der ohne Beamte wie die freie Wirtschaft funktioniert, die natürlich keine „freie“ ist, sondern den ehernen Zwängen des Marktes unterworfen. Der so verfasste Staat, immer der Profitmaximierung verpflichtet, würde arbeitslosen Wutbürgern (Marx nannte das: Lumpenproletariat) innerhalb kürzester Zeit aber sowas von die Hammelbeine langziehen und einer derart effizienten Verwertung unterziehen, dass sie auf Knien die Vorzüge des vormaligen BRD-Staatswesen herbeiflehen würden. Allen anderen Wutbürgern würden bei öffentlichen Äußerungen ihrer vorurteilsgeschwängerten Dumpfmeistereien in Form von Demonstrationen sofort Gummigeschosse um die Ohren und auf die Augen fliegen, dass ihnen Hören und Sehen vergeht und zwar ganz konkret, real und dauerhaft. Und da, wo Nazis den Gang der Geschäfte eines auf den nackten, unverbrämten Kapitalismus reduzierten Staatswesens störten, weil sie Investoren verschrecken, ausländische Fachkräfte in die Flucht treiben und grenzüberschreitenden Handel bedrohen, würde auf jeder zweiten Nazi-Zusammenrottung nach kurzer Ermahnung Schießbefehl erfolgen.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto erfreulicher stellt sich mir ein derartig verfasster Staat dar.
Ich habe ab und an mit Beamten und Politikerinnen zu tun. Sie sind sicher karriereorientiert, interessengesteuert, mitunter nicht gerade mit weitem Horizont ausgestattet, opportunistisch, betreiben unsoziale Politik, steuern auf ökologische Katastrophen zu und es gibt viel an ihnen zu kritisieren, aber das ist normal und steht in keinem Vergleich zu solch überflüssigen, entseelten Lehmklumpen wie Wutbürgern. Beamte und Politikerinnen sind nicht faul. Unter Beamten habe ich hochkompetente Leute getroffen, vor denen ich den Hut ziehe. Was ich selten mache.
Und Berufspolitiker dürften im Normalfall eine 7-Tage-Woche haben und einen 10 Stunden Tag. Das wichtigste Organ einer Politikerin ist ihr Arsch. Karrieren werden ersessen, in grausam öden, zähen Veranstaltungen, Versammlungen, Meetings, Arbeitsessen, bis weit in die Nacht und am Wochenende. Die SPD Politikerin, die sich nicht auf jedem AWO-Karneval sehen lässt, kann ebenso einen Haken an ihren Aufstieg machen wie ihr CDU-Pendant bei Caritas-Fröhlichkeiten, beides Veranstaltungen, nach deren Besuch AC/DC den Song schrieben: Hell Ain’t a Bad Place to Be.
Sie tun das aus freien Stücken, süchtig nach der Droge Macht. Das kann man belächeln oder verurteilen, aber: Die sind definitiv nicht faul. Und das gegen eine Bezahlung, die im Fall eines Landtagsmandates vergleichbar ist mit einer Richterbesoldung. Auskömmlich, kann für Wohlstand und ein Häuschen im Grünen sorgen, aber ein Skandal ist das sicher nicht.
Ein Skandal ist die Tatsache, dass die vermeintliche Überversorgung von Politikerinnen und Beamten dauernd als Sau durchs öffentliche Dorf getrieben wird, weil das nämlich die wahren Fehlverteilungen glänzend verdeckt: dass 45 Superreiche so viel besitzen wie die Hälfte der Bevölkerung.
Wer sich da an Politikerinnen und Beamten reibt, muss sich fragen lassen, wessen Geschäft sie betreibt.
Nachtrag zum Schmunzeln: Die Aufzählung dessen, was Marx unter Lumpenproletariat verstand:
„…. zerrütteten Lebeherren mit zweideutigen Subsistenzmitteln und von zweideutiger Herkunft, verkommene und abenteuerliche Ableger der Bourgeoisie, Vagabunden, entlassene Soldaten, entlassene Zuchthaussträflinge, entlaufene Galeerensklaven, Gauner, Gaukler, Tagediebe, Taschendiebe, Taschenspieler, Spieler, Zuhälter, Bordellhalter, Lastträger, Literaten, Orgeldreher, Lumpensammler, Scherenschleifer, Kesselflicker, Bettler, kurz, die ganze unbestimmte, aufgelöste, hin- und hergeworfene Masse, die die Franzosen ‚la bohème‘ nennen….“ (aus „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“). Da scheint schon die ganze spießig-miefige Aura des späteren ostzonalen Staatssozialismus auf. Aber politisch korrekt ist die Analyse.

09.03.2019 – Wir sind alle Opfer


Frankfurter Bankenviertel, Opferdenkmal vor Commerzbank-Turm.
Eine der beliebtesten deutschen Selbstinszenierungen ist die Opferrolle. Brutal und empathielos wie der gemeine Ostgote nun mal anderen gegenüber ist, neigt er auf der anderen, seiner, Seite zu einem unglaublichen Selbstmitleid. Eben gerade hatte er noch ein Weltkriegs-Blutbad mit 60 Millionen Toten angerichtet, da jammerte er schon über die „Besatzermentalität“ der Siegermächte, die ihm tatsächlich sowas Wesensfremdes wie Demokratie einbimsen wollten. Ganz zu schweigen vom gottlosen Sozialismus in der Ostzone. Die 68er winselten dann über den Muff von 1000 Jahren unter den Talaren und die Nazi-Verstocktheit ihrer Väter, um selbst umgehend einen „linken“ Antisemitismus vom übelsten zu entfalten. Den Mantel der Verschwiegenheit decken wir mal über die Betroffenheits-Jammerlappen von der Friedensbewegung und wenden uns den heutigen Opfern zu, die von „Flüchtlingslawinen“ erstickt werden, denen „Migrantenfluten“ die letzte Wurst vom Brot nagen, die von Handymasten elektronisch zu dutzenden Krebsarten gegrillt werden, von Wölfen gefressen, von Windkrafträdern zerhäckselt, von Umweltgiften zerfressen bei lebendigem Leibe´- und zum Ende ihres erbärmlichen Opferlebens fällt ihnen auf den Malediven eine Öko-Kokosnuss auf den schädelgedämmten Hohlraum, nachdem sie jahrzehntelang rebellisch ihren Autoaufkleber „Atomstrom? Nein Danke!“ in Dreiliterboliden durch die Gegend kutschierten. Das Opferlamm der Oster-Mythologie kam mit Sicherheit aus einem frühchristlichen deutschen Ökobetrieb.
Wer glaubt, ich übertreibe maßlos und pauschal, der empfehle ich eine Tour d’Horizon durch die deutsche Denkmal-Landschaft. In jeder Kuhpläke mit zwei Milchkannen und einem halben Schwein Opfer, wo der Blick sich auch wende, nur Opfer. Opfer von Vertreibung und Gewalt, Opfer zweier Weltkriege, hier gerne auch Helden, die sich für das Vaterland opferten – die Inschrift „Für Führer, Volk und Vaterland“ wurde mal kurz aus Opportunitätsgründen rausgemeißelt, es ist aber auch so noch schwerstbehämmert genug. Denn im Normalfall waren die Opfer die Täter.
Suchen Sie dagegen mal ein Denkmal für die wahren Opfer, für die ermordeten Juden des Holocaust. In Städten unter 100.000 Einwohnerinnen müßen Sie da aber sehr lange suchen.
Insofern hat mir das obige Denkmal in seiner weisen Voraussicht gut gefallen: multimodal, multifunktional, kein Meißel nötig. Diese von mir via Blickwinkel insinuierte kapitalistische Opferikonografie bringt es nun wirklich auf den Punkt: Die Schutzvereinigungen der Lehman Brother-Geschädigten oder Targobank oder P & R Containerpleiten, etc. pp. to be continued ohne Ende, klagen an – wir sind Opfer des maßlosen Finanzkapitalismus.
Anstatt sich schweigend im Morgenspiegel zu gestehen: Ich bin Opfer meiner eigenen Gier und Blödheit.
Es gibt in diesem elenden Opferbetrieb nur einen aufrechten Gerechten. Und wer das ist, liebe Leserinnen, verrate ich Ihnen im nächsten Blogeintrag. Bleiben Sie drin!

08.03.2019 – Ich demonstriere für mein Altersheim


Demo gegen Schließung und Abriss des Godehardistiftes, Altersheim bei mir umme Ecke. Ich habe das Heim im Betrieb kennengelernt, fand das Personal sehr angenehm und zugewandt und wenn es in solchen Strukturen überhaupt ein Sterben in Würde geben kann, dann da. Mein Entschluss stand fest: In ca. 60 – 70 Jahren, wenn ich nicht mehr ganz so flink unterwegs bin, dann dahin. Da sich das Gerücht breit machte, dass das Gebäude keineswegs marode sein soll, sondern der in diesem Kiez obwaltenden Gentrifizierung auf Kosten schnuckeliger Eigentumswohnungen geopfert werden könnte, ergab sich ein idealer Schnittpunkt zweier Motivationslinien: 1. Persönliche Betroffenheit und 2. Politischer Impuls.
Zumal sich das ergab, was Elixier meiner Existenz ist: Gelegenheit zu einer scherzbasierten Inszenierung. Denn am Tag der Demo verließ ich vorzeitig eine Sitzung mit den Worten:
„Sorry, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich muss los, für den Erhalt meines Altersheimes demonstrieren.“
Was 1. für Lachen und 2. spätere, irritierte Nachfrage sorgt.
Ich liebe die Straße und ihren Duft. Die Kunst findet nicht im Saale statt und Politik muss auf die Straße. Natürlich gibt es wundervolle Kunst aus Ateliers und verdienstvolle Veränderungen aus den Hinterzimmern der Parlamente, aber wenn es entscheidend wird, zählen keine Internetpetitionen und Laber Laber in sozialen Medien, sondern dann geht es um das, was eine zentrale Errungenschaft der Aufklärung ist: Jene Form von bürgerlicher Öffentlichkeit, die sich als Druck auf der Straße entfaltet.
Sorgte die Straße bei mir im Falle Altersheim noch für eine heitere Grundstimmung, änderte sich das am Folgetag drastisch, bei einer Mahnwache für den auf der Straße gestorbenen Obdachlosen Jürgen „Bauer“ Niemann, der nach einer skandalösen rechtswidrigen Zwangsräumung auf der Straße gelandet war, einen Schlaganfall erlitt und am 12. Februar vermutlich erfroren ist, Details hier.

Gedenken an „Bauer“ (Quelle: ADD)

Trauermarsch nach Mahnwache.
Manchmal fehlen mir dann doch die richtigen Worte ….

04.03.2019 – Mal wieder im Smoking auf den Opernball


Postkarte der DGB Kampagne „Rente muss reichen“
Ich trage nicht nur gerne Schwarzleder, sondern auch Smoking, er verleiht qua Schnitt, Material und eingenähter Ideologie Eleganz, Lässigkeit, Stil, alles Eigenschaften, die durchaus unterrepräsentiert sind. Hier war gerade Opernball, Motto „Zwanziger Jahre“, das wäre so eine Gelegenheit gewesen. Die hiesige Oper ist nett anzuschauen, mit Wandelgängen, in denen man flanieren kann, die Getränke sind akzeptabel bis ordentlich, und einen Walzer kann ich wohl auch passabel drehen. Bleibt die Kostenfrage. Eine Karte kostet ca. 150 Euro, eine Tischreservierung mit Essen und Getränken 125 Euro, dazu kommen unter Umständen Anreise, Hotel, Kostüm etc. pp.. Das können sich geschätzt ca. 20 – 30 Prozent der Bevölkerung leisten.
Die 40 Prozent, die keinerlei Rücklagen haben respektive Schulden, die 25 Prozent im Niedriglohnsektor, die 30 Prozent Normalverdiener*innen, die bis zur Kante mit Abzahlung von Haus, Auto, Brutaufzucht eingedeckt sind, die ca. 20 Prozent Arme eher nicht (115 Prozent? Klar, Überschneidungen). Für die kommt der Besuch eines Opernballs mit einer Marsreise gleich, beides irgendwie seeehr weit weg.
Nun ist überhaupt nichts gegen Ungleichheit in der Gesellschaft einzuwenden, aus ganz vielen Gründen. Die entscheidenden Fragen sind: wie groß ist die Ungleichheit und wie geht Gesellschaft damit um?
Zum letzteren ein Zitat aus dem hiesigen Heringsblatt, der HAZ, in die man gut jenen Fisch einwickeln kann, der vom Kopf her stinkt. Da schreibt ein Herr Haase, der tatsächlich von nichts weiß, der Opernball sei ein, festhalten, sonst trägt es Sie, liebe Bürgerinnen, aus der Sinnkurve: „..wahres Bürgerfest.“ Also kein Fest der Eliten, sondern ein wahres Bürgerfest, für alle eben, für jene 40 Prozent etc. pp. siehe oben. Wie kommt eine derart groteske Verzerrung der Realität zustande?
Man kann vermuten, dass dem Haase beim Eliten-Hinterherhoppeln- und -hecheln der Champagner auf Verlagskosten nicht bekommen ist oder ihm ein Kandelaber aus den Wandelgängen auf den Haasenschädel gedonnert ist.
Richtig ist aber, dass wir es mit einem klassischen Fall von Ideologie zu tun haben: Das Hääschen kann gar nicht anders als die Wirklichkeit durch die Brille seines Verlegers zu sehen, in dessen Blick die 20,30 Prozent aus seiner Klasse mal eben alle Bürger sind, die wahren Bürger. Haase ist vermutlich Kind eines Lehrerehepaars, notfrei durchs Germanistikstudium gerauscht und mittels Beziehungen ins Volontariat etc. pp. Er kennt das Leben in sozialen Brennpunkten, in denen die Personengruppe der Alleinerziehenden (90 % Frauen) zu 80 Prozent arm ist, nur aus den Artikeln seines Heringsblattes, also entweder überhaupt nicht oder nur insofern, wenn es wieder darum geht, wie die Asis da mal wieder ein Sofa aus dem 12. Stock geworfen haben. Wie soll er da eine Vorstellung von der Realität haben?
Und wie denkt der Rest der Haasen-Klasse? Zitat Heringsblatt, von einem Chefdramaturgen namens Klaus Angermann:
„Die Roaring-Twenties waren das Jahrzehnt der Frauen, die ihr Selbstbewusstsein durch endlos lange Zigarettenspitzen zur Schau stellten.“
Ich sehe vor meinem inneren Auge die Roaring-Twenties Arbeiterin im Berliner Wedding in ihrer Waschküche, mal wieder schwanger, weil sie von ihrem besoffenen arbeitslosen Ehemann vergewaltigt wurde, von Verhütungsmitteln oder gar Abtreibung so weit entfernt wie vom Mars, siehe oben, wie sie ihr Selbstbewusstsein durch eine endlos lange Zigarettenspitze zur Schau stellt und ..
Ich seh schon, das wird auch 2020 nichts mit dem Opernball und mir. Warum muss ich mir aber auch selber die Champagnerlaune verderben. Muss ich das Zeug wieder allein Zuhause verklappen.
Enchanté, liebe Leserinnen, und eine beschwingte Woche!

02.03.2019 – Götterdämmerung


Hamburg, Elbphilharmonie, von der Elbe aus, in untergehender Sonne.
Ein beliebtes Stilmittel zur Unterstreichung von Dramaturgie ist die Inszenierung von Natur. In düsteren Krimis regnet es andauernd. Wenn die Liebe ins Herz scheint, in Filmen gerne auch Sonnenaufgang mit Blumenwiese und Gezwitscher von Vögeln (der Kalauer musste einfach sein.) Der obige Schnappschuss gelang mir auf einer Elbfähre in den zwei, drei flüchtigen Sekunden, wo die Abendsonne diesen Reflex auf ein Fenster der Elbphilharmonie bannte.
Meines Bleibens ist überwiegend an Magistralen, die zehntausende von Autos jeden Tag passieren, mit entsprechender Hinterlassenschaft von Feinstaub und Stickoxiden. Ich habe noch keine valide Statistik gefunden, die mir sagt, wieviel Lebenszeit mich der Dreck kostet, durchschnittlich und hochgerechnet. Dazu müsste man vergleichende Orte heranziehen, mit weniger Belastung, wie Helgoland oder die Zugspitze. Da ist aber die Bewohnerinnen Struktur eine andere. Normalerweise wohnen an Hauptverkehrsstraßen mit Lärm und Dreck Menschen mit wenig Geld, die sich anderes nicht leisten können. Und Menschen mit wenig Geld haben grundsätzlich zusätzliche Gesundheitsrisiken neben schlechter Luft. (Arme Männer sterben 11 Jahre früher als ihre normalverdienenden Geschlechtsgenossen. Frauen 7 Jahre, die sind zäher) Gesundheit muss man sich leisten können.
Die Gleichung Hauptverkehrsstraße = Anwohnerinnen mit wenig Geld gilt aber nicht immer. In Berlin ist meine Homebase, die Yorkstr. (geschätzte 50.000 Boliden pro Tag), zum Beispiel ein Ensemble mit Stuckverzierten Häusern aus der Gründerzeit, Biergärten, Kneipen, etc. ein Hort der aufstrebenden, prosperierenden, alternativ-urbanen Elite (außer mir!), die aber sowas von gesundheitsbewusst und selbstoptimierend ist. Wir sehen also, die von mir heiß und innig geliebte Statistik stößt an ihre Grenzen. Es gilt der Einzelfall.
Und der treibt mich immer mehr aus Gründen des Durchatmens an Ort von Licht und Luft. Immer öfter stehe ich am Meer, tief atmend vor mich hin röchelnd: „Welch Wohltat für meine malträtierten Bronchien.“ Das war mir früher, mit der Kippe im Maul, sowas von scheißegal.
Und so zieht es mich, wenn Vorfrühling sein blaues Band flattern lässt, zum Tor zur Welt, zum winddurchtosten Hafen von Hamburg, zur Fähre zum Elbstrand, wo junges Volk (und ich!) dann in der Sonne liegt. Man ahnt es schon in der U-Bahnstation Landungsbrücken, es zieht vom Hafen her wie Hecht, man kann es auch frische Brise nennen. Unten an den Pontons, wo die Fähren abfahren, atme ich dann immer tief durch. Seeluft macht frei.
Und brach heuer umgehend in einen erstickenden Hustenanfall aus. Ätzender Dieselgestank biss mir in Nase und Lunge, überall waberten Wolken dieses betäubenden Gemischs aus Altöl und Frittenfett, oder womit tanken die ihre Kähne da? Ein Blick aufs Smartphone zeigte mir, dass ich an einem der luftdreckigsten Orte des (mir bekannten) Universums gelandet war
War das schon immer so? Ist das schlimmer geworden? Bin ich empfindlicher?
Sind so viele Fragen, musst Du tüchtig trinken.
Ist mir ehrlich gesagt auch schietegal.
Wenn ich saubere Luft will, muss ich eben nach Helgoland ziehen. So sind die Kosten des urbanen Lebens nun mal. Und dieses eine Bild mit der Elbphilharmonie hat sowieso alles gelohnt, dieser natural konzertierte Metropolen-Kommentar zur Situation des Planeten:
Götterdämmerung.