07.08.2020 – Abstandsregeln gelten nicht nur bei Corona!


Abstandsregeln gelten nicht nur bei Corona! Eine Leerstelle zu viel vor der Energie. Ich bin wie gesagt kein Korinthenkacker und lasse gerne mal Viere gerade sein. Aber wenn ich sowas sehe, kriege ich Ekelpickel, Heulkrämpfe und wälze mich schreiend am Boden. Das kann vor einem unabhängigen Jugendzentrum passieren, aber doch nicht an der Bude vom dicken Altmeier! Keiner arbeitet mehr exakt, außer einem … Nachdem ich mich vom Boden erhoben und den Berliner Staub von meinen Gewändern geschüttelt hatte, setzte das Denken wieder ein. Wie, wenn das bewusst so gesetzt ist (sagt man an Hauswänden überhaupt „gesetzt“?)? Wenn der Energie unmissverständlich klargemacht werden sollte, in welcher Distanz sie zur Wirtschaft zu stehen hat?
Wer solche Fragen hat, hat keine Probleme, und so schritt ich munter aus, fröhlich Händels Messias vor mich hin pfeifend. Ich schätze Barockmusik, da war die Welt und ihre Musik noch überschaubar. Danach nur noch Umwälzungen, Neuerungen, Veränderung, oje.

Vor dem Brandenburger Tor lieferten sich Putin und Trump ein atomares Wettrennen. Das erheiterte mich vollends. Die Atomkriegsuhr hat einen neuen Höchststand erreicht, es ist 100 Sekunden vor 12, aber im Gegensatz zu früher kräht da kaum eine Henne nach. Früher, als ich noch jung war, also ungefähr im Mesozoikum, gingen noch Hunderttausende von Friedenswinslern und Versöhnlerinnen auf die Straße oder legten sich vor lauter Bibberbibber gleich beim Psychoquacksalber auf die Couch, im sogenannten Kalten Krieg, und da stand die Uhr maximal auf drei vor 12.
So ändern sich die Zeiten.
Angesichts der Raketen vor dem Brandenburger Tor durchfuhr mich der Blitzstrahl eines kreativen Impulses. Das passiert mir im Moloch Berlin mit seinen Bildern, Inszenierungen, Stadtmöblierungen andauernd, nur die raue Wirklichkeit ist ein guter Lehrmeister. In dem Fall tippte ich die Idee sofort in mein Handy, als Mail an mich. Und wäre beinahe mit einem anderem Handyidioten kollidiert, der gerade das Gleiche zelebrierte. Wie ich sowas hasse. Aber wer ohne Fehl ist, der werfe den ersten Stein. Und die Idee ist wirklich Weltklasse. Demnächst hier mehr. Bleiben Sie drin.
Sie hat mit der Idiotenversammlung zu tun, die demnächst auch im Luftkurort Bad Hannover stattfinden soll. Am 08.08 wollen Leugner der Pandemie wieder mit Verschwörungsgläubigen, Impfgegnern und rechtsgerichteten Gruppen auf einer Demonstration durch die Stadt ziehen. Durch das Unterlassen der üblichen Corona-Schutzmaßnahmen (Masken, Abstand) setzen sie dabei die Bevölkerung absichtlich einer schweren Gesundheitsgefährdung aus. Außerdem kommt es bei den Protesten immer wieder auch zu antisemitischen, rassistischen und demokratiefeindlichen Äußerungen. Das Bündnis »Auf die Plätze« ruft daher zum Gegenprotest auf und wird am Samstag, 8. August 2020 um 15 Uhr auf dem Georgsplatz in Hannover eine Kundgebung abhalten.
Danke schon mal an die jungen Leute von „Auf die Plätze! Hannovers Bündnis für Aufklärung und gegen Verschwörungsideologen“.
Von wegen die Jugend taucht nix. Sonniges Wochenende, liebe Leserinnen.

04.08.2020 – Bestrafe einen, erziehe hundert.


Die Ausstellung von Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof ist tatsächlich so beeindruckend wie sie in fast allen Feuilletons befeiert wurde. Ein feiner konzeptueller Ansatz, wie umgehen mit den Grenzen des klassischen musealen Raumes, ist ästhetisch opulent umgesetzt. Kunst wie auf Droge. Das ist nichts grundstürzend Neues, dieses Terrain haben Straßenkunst, Graffiti und Avantgarde schon lange beackert, aber wenn Sie, liebe Leserinnen, mal eine Ausstellung besuchen wollen wo Sie sich ohne Audioguide, Katalog und 4 Semestern Volkshochschule moderne Kunst einfach von Ästhetik überwältigen lassen können, gehen Sie hin, es lohnt sich. Und für mich als Ackersmann im Bergwerk der Sprache ist es immer wieder ein Heidenspaß selbst in Texten, an denen monatelang Kolonnen von Vollakademikerinnen gewütet haben, Monsterklopse zu entdecken

Skulpural. Hängt seit Wochen da. Das geht natürlich gar nicht. Aber bevor ich hier in den Ruf eines Dudenkorinthenkackers gerate: Der Duden wird grundsätzlich überbewertet. Als Leitplanke für Loser, Minderleister und Ich-Schwächlinge ok, aber freie und überfliegende Geister wie ich lassen sich durch sowas keine Fesseln anlegen. Wir sind die Avantgarde, die aus toter Sprache das machen, was sie ist: Etwas Lebendiges, das sich im Prozess entwickelt. Was dann der Duden 3 Ausgaben später gerne mal einfangen darf. Hugh, ich habe gesprochen, ich Freigeist, ich. Aber skulpural, bei aller Freigeistigkeit: igitt.
Igitt war natürlich auch die Demo der Covidioten am Wochenende in Berlin. Wir sollen sie laut Kommentarsensibelchen auch im sonst höchstgeschätzten Deutschlandfunk nicht Idioten nennen, weil wir ja ihre Sorgen und Nöten ernstnehmen sollen und sie da abholen, wo sie ängstlich bibbern etc. pp – also nicht beschimpfen, sondern sozialarbeiterisch bekuscheln.
Drauf geschissen. Natürlich nehme ich existentielle Sorgen und Ängste ernst, das gebietet mir nicht nur meine Empathie, das gehört auch zu meinem Job. Aber Sorgen und Ängste geben niemandem das Recht, mit Nazis zu marschieren und sie geben niemandem das Recht, als potentiell tausendfache Superspreader gezielt und bewusst das Leben anderer zu gefährden. Wer so handelt, dessen Sache ist nicht die der res publica, der Republik. Wer sich nicht verantwortungsvoll um die Sache der Allgemeinheit kümmerte, den nannten die alten Griechen idiotes. Das ist der Stamm für Idiot und daher sind Menschen, die auf solchen Demos mitmachen, aus allen Gründen, auch aus denen der humanistischen Bildung, Idioten. Also alle Kommentator*innen, die das anders sehen: Setzen, Sechs.
Diesen Idioten ist übrigens mit aller Härte entgegen zu treten. So sind die Verantwortlichen für diese verbrecherischen Aktivitäten vollumfänglich privat haftbar zu machen für alle Corona-Folgekosten, die aus diesen Veranstaltungen resultieren, wie Kosten für ärztliche Behandlungen, Krankenhaus, Verdienstausfälle, Versicherungen, Quarantäne, Beerdigungen etc. pp. Das dürfte jede durchschnittliche bürgerliche Existenz in den Orkus jagen und wenn sich das rumspricht, ist schnell Schluss mit derlei Unfug. Wie sagte doch Mao dereinst:
„Bestrafe einen, erziehe hundert.“

03.08.2020 – Wäre ich nur ein paar Jahrzehnte jünger, wer weiß …


Linksradikale Demo Neukölln 01.08.20, gegen die Räumung des besetzten Hauses Liebigstr. 34 und des Jugendzentrums „Potse“. Zitat Tagesspiegel, linksradikaler Anwandlungen eher unverdächtig:
„Auf der Hermannstraße kam es zwischenzeitlich zu chaotischen Szenen. Ein Video einer Anwohnerin zeigt, wie die Polizei in die Menge stürmt und Demonstranten niederreißt.“
Die Chronologie solcher Demos läuft nach einem ähnlichen Muster ab, wieder Tagesspiegel:
“ Etwa eine halbe Stunde nach Beginn der Demonstration werfen Unbekannte aus dem Demonstrationszug plötzlich Steine und Farbbeutel auf ein Neubauprojekt an der Ecke Hermannstraße und Flughafenstraße. Daraufhin stoppt die Polizei den Zug, die Situation eskaliert. Linksautonome greifen sofort die Einsatzkräfte an, so schildert es die Polizei in einem Bericht am Sonntag. Sie umzingeln teils unbehelmte Streifenbeamte und bewerfen sie mit Steinen.“
Das ist unverantwortlich. Nichts gegen einen ästhetisch sauber platzierten Farbbeutel an eine Hauswand, die nicht nur symbolisch, sondern ganz materiell dafür steht, das Menschen aus ihren Wohnungen zu Gunsten von Luxusapartments verdrängt werden und nicht selten auf der Straße landen. Das ist strukturelle Gewalt, im Winter erfrieren Menschen auf der Straße. Und was ist ein Farbbeutelwurf dagegen?
In meinen Augen illegal aber legitim.
Steine gegen Menschen ist die Grenze, da wendet sich selbst das wohlmeinende Bürgertum, für das ich hier mal pars pro toto stehe, ab.
Allerdings setzen Farbbeutel sofort oben beschriebene Chronologie in Gang. Die Unantastbarkeit des Eigentums ist in unserer Gesellschaft, im Kapitalismus, ein Fetisch, ungefragter Glaubensgrundsatz. Wenn Sie jemanden erschlagen, gehen Sie mit einem guten Rechtsanwalt mit Bewährung aus der Sache, wenn Sie zweimal Lippenstift klauen und nicht der Klasse des Richters entstammen, gehen Sie bei Pech in den Bau.
Das sind die – geisteskranken – Maßverhältnisse unserer Gesellschaft.
Man kann übrigens auch fragen, welcher geisteskranke Einsatzleiter bei so einem Einsatz unbehelmte Polizisten an die Front schickt. Das nur am Rande…

Und so lieferte die gut gemeinte Absicht der Genoss*innen bei der größten linksradikalen Demo seit längerem mit schlecht gemachtem Testosterongesteuertem Rabaukentum nicht nur der Springerpresse mal wieder willkommenen Anlass für Gift und Geifer.
Man kann übrigens auch fragen, warum die Polizei nicht sofort bei den schwerwiegenderen, nämlich Demokratie und Gesundheit gefährdenden Rechtsverstößen während der Demo der Covidioten auf der Straße des 17. Juni eingriff. Lag es daran, dass die Polizei angesichts der zahlreichen Nazisymbole, verbotenen Reichskriegsflaggen und geisteskranken Parolen sofort erkannte, dass da ihre Brüder und Schwestern im Geiste unterwegs waren?
Ich aber verließ an diesem wundervollen lauen Sommerabend die Wallstatt mit jenem prickelnden Gefühl, welches wir gemeinhin Leben nennen und das sich weder vor dem TV noch bei der Lektüre von Büchern oder im Wirtshaus einstellt – welches ich allerdings für einen Absacker doch noch aufsuchte. Und wäre eine Genossin mit einer Spendenbüchse für die Liebig 34 oder Potse vorbeigekommen, hätte ich durchaus meinen Obolus eingeworfen, nicht ohne die mahnenden und gegenderten Worte: „Liebe*r Diversling, das ist alles sehr löblich, was Ihr da macht, und wäre ich nur ein paar Jahrzehnte jünger, wer weiß …aber das mit den Steinen, das lassen wir demnächst lieber.“
Ich bin bekannt dafür, meistens die richtigen Worte zu finden. Sonnige Woche, liebe Leserinnen…

28.07.2020 – Genießen Sie den Sommer, den Wein und den Gesang.


Die Tage werden kürzer, mein Wein dunkler. In jedem Höhepunkt liegt der Abgesang. Mit einem Unterschied zu früher: da schossen die Reisepläne im anschwellenden Abgesang auf das Jahr aus der Phantasie wie Pilze nach einem warmen Regen. Jetzt ist fahle Ödnis bis zum Horizont, mangels Impfstoff. Selten habe ich so wie heuer auf die dynamische Kreativität des Kapitalismus gesetzt, wenn Profit winkt. Bei einem Corona-Impfstoff winkt Milliarden-Profit, mehr noch als bei einem HIV-Impfstoff. Diese Seuche war und ist begrenzbar und bedrohte zumindest die entwickelten Volkswirtschaften nicht in ihrem Kern, anders als Corona. Also los, Labore aller Konzerne, haut mal einen Schlag ran! Es locken auch jede Menge Nobelpreise…
Wo die dynamische Kreativität des Kapitalismus mit Sicherheit greifen wird, ist z. b. beim Massen-Metzger Tönnies. Das moralische Blabla Jammer Jammer der Gutmenschen über die armen gemetzelten Schweine, die man vor dem Killen doch lieber nochmal mit einem ökologisch einwandfreien Striegel bürsten und dabei Mozart spielen sollte, sitzt dieser Lump locker aus. Das gibt sich spätestens beim nächsten Rinderwahnskandal, dann kennt keine mehr Tönnies. Aber die Verteuerung der Ware Arbeitskraft durch Reduzierung von Werkverträgen, Einschränkung des Subunternehmertums und Störung der Ausbeutung durch verschärfte Kontrollen wird ihn das zeitnah realisieren lassen, was eh schon als Blaupause (ähnlich zeitgemäßer Begriff wie Fax) in den Schubladen der Rationalisierer liegt, nämlich der Ersatz der menschlichen Arbeitskraft in den Schlachthöfen durch Roboter. Was sollte ein Rechnergesteuerter Greif- und Schneidarm auf Scannerbasis nicht 10x besser, schneller, zuverlässiger und profitabler hinkriegen als osteuropäische Arbeitssklaven.
Ein Roboter arbeitet 24 Stunden am Tag, ohne Urlaub, wird nicht krank oder schwanger, streikt nicht, kostet einmal teuer in der Anschaffung und ansonsten bisschen Öl im Unterhalt.
Und so ergibt sich die tragödische Situation, dass als Folge der Corona-Pandemie bei „uns“ hunderttausende Wanderarbeiter*innen und Arbeitssklaven von einem Elend ins nächste gestürzt werden: Vom Elend der krankmachenden Ausbeutung durch Arbeit ins existentielle Elend durch Verlust von Arbeit. Die politische Entwicklung in ihren osteuropäischen Heimatländern mit nichtexistierenden sozialen Sicherungssystemen, in die sie dann abgeschoben werden (an dem EU Status, der freien Zugang EU-weit ermöglicht, lässt sich jederzeit schrauben), möchte ich mir lieber nicht ausmalen. In Polen, Ungarn, Slowakei etc. pp. hampeln doch jetzt schon jede Menge vollkorrupter Viertel- bis Vollfaschisten in der Regierung rum. Vielleicht wird ja dann, wenn ein Vorhang von Dunkelheit über die Restzivilisation in Osteuropa fällt, meine Vision und mein Sehnen seit nunmehr 30 Jahren auf zynische Art und Weise Realität: Raus aus der EU mit dem Pack und lasst den Eisernen Vorhang wieder runter! (Das muss man wohl für die Generation der unter 40jährigen verlinken: Eiserner Vorhang)
Ob den Arbeitsmigrant*innen allerdings damit gedient ist?
Es gibt in der Geschichte mitunter nur die Wahl zwischen Scylla und Charybdis.
Mein gesellschaftlicher Pessimismus wird offensichtlich immer mehr wie mein Humor: Grenzenlos.
Lassen Sie, liebe Leserinnen, sich dadurch die Laune nicht verderben. Genießen Sie den Sommer, den Wein und den Gesang.
Versöhnliches zum Schluss, Impression aus Scilla, siehe oben, einem bezaubernden kalabrischen Dorf am Meer. Ein Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die versuchte Eroberung Afrikas durch die italienischen Faschisten.

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Wie die Sache ausging, ist bekannt.
Wenn ich jetzt losradelte, wäre ich in ca. 2 Monaten gegen 13 Uhr in Scilla … Hm.

24.07.2020 – Yes ve gan.


Yes ve gan. Obama auf sächsisch?

TEE SALON IKI. Quizfrage: Welche griechische Stadt steckt hinter dieser VERBALL HORN UNG? 1. Athen. 2. Piräus?
Die Pfiffigen unter den Leserinnen, also alle, werden es erraten haben: Es handelt sich um Restaurants in Berlin. Wo sonst als in der Metropole des Frohsinns, des Witzes und der Schlagfertigkeit sind solche köstlichen Scherznamen denkbar. Nicht umsonst wurde im Paläozoikum der Begriff „Berliner Schnauze“ geprägt, auch Volksmund genannt. Und wie alles, was mit Volk zu tun hat, ist natürlich auch der Berliner Volksmund einfach nur unerträglich, bar jeden Esprits und meine Assoziation zu Berliner Schnauze ist nicht selten, dass ich jemandem, der sich auf den dutzenden Berliner Demos mit Verschwörungstheoretischem Charakter mit faschistischem Müll verbreitet, einfach mal einen auf die dämliche Berliner Schnauze … aber lassen wir das. Keine Gewalt.
Erfreuen wir uns lieber der kämpferischen Ankündigung der IG Metall, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen, der bedroht sei. Und das sind viele: Laut Unternehmen werden wegen der Corona-Krise und Strukturanpassungen rund 300.000 Arbeitsplätze allein in der Metallindustrie gestrichen.
In dem Artikel wird präzise beschrieben, was die Corona Pandemie für Folgen haben kann: Sie wird als Vorwand für Strukturwandel, sprich Rationalisierung, benutzt, Arbeitslosigkeit wird Kernthema der Bundestagswahl 2021, die Rechten werden Krisengewinner, Motto „wir schützen den Diesel, wir schützen den deutschen Facharbeiter“, Belegschaften werden durch wachsendes Homeoffice nicht mehr mobilisierbar, die Vereinzelung nimmt zu. Eine Analyse wie ein gutes Steak: auf den Punkt.
Was die IG Metall dagegen tun will, sagt der gute Mann nicht. Kämpfen, sagt er. Kämpfen ist immer gut. Ich kämpfe mittags immer gegen Müdigkeit. Meist vergebens. Göttin erhalte mir mein Mittagsbubu. So wie dem guten IG Metaller mit dem Namen einer Rebsorte, die für meist klebrigen Weißwein mit Bonbongeschmack steht, sein SPD-Parteibuch.
Quizfrage: Wie heißt der Mann? 1. Muskateller. 2. Imiglykos? (Richtige Antwort: Kerner). Zitat Kerner: „Ich würde mir wünschen, dass die SPD-Spitze mehr mit unseren Leuten in den Betrieben redet und weniger über die Medien kommuniziert.“
Hinter dieser Bemerkung steckt das ganze Elend der dahingeschiedenen Arbeiterbewegung samt IG Metall und SPD. Wenn die den Mund aufmachen, meint man, Kurt Schumacher oder August Bebel zu hören. Mäandern in einer seligen Vergangenheit, ohne zu realisieren, dass das Personal der eigenen Organisationen SPD und IG Metall schon seit Jahren unrettbar korrumpiert bis korrupt auf die Knochen ist, nur bedacht auf den eigenen Vorteil, bereit mit jedem Klassenfeind zu paktieren, koste es, was es wolle. Man gucke sich nur eine Kreatur wie Siggi Pop Gabriel an.
Es werden noch Wetten angenommen, welche Vorverträge bei welchen Konzernen Olaf Scholz jetzt schon in der Tasche hat, für 2021 ff., wenn er die Wahl als SPD-Kanzlerkandidat krachend gegen eine Wand gefahren hat, auf der als Menetekel steht:
„Achtung, demnächst 5 Prozent Hürde!“
Ich mach mir jetzt einen Wein auf. Keinen Kerner. Einen neuseeländischen Sauvignon.
Prost, liebe Leserinnen, und schönes Wochenende!

21.07.2020 – Saufen für einen guten Zweck


Diese Weine erwarb ich unlängst aus einem Nachlass, dessen Erlös einem sozialen Zweck zugutekam, den ich schon wieder vergessen hab. Connaisseuren sagen die Namen etwas, die Lagen zählen zu den Großen in Deutschland. Allerdings ist nach 40 Jahren der Lack etwas ab bei Weißweinen, die unterhalb der Kategorie Auslese firmieren und damals war der deutsche Weinanbau in einer veritablen Qualitätskrise. Es war eher eine skurrile Trinkerfahrung, eines der Abenteuer, die Corona noch zulässt in Zeiten von Cocooning, und saufen für einen guten Zweck ist ja eh jenseits aller Kritik. Das Foto fiel mir wieder ein und in die Hände, als gestern haufenweise positive Nachrichten von der Impfstofffront über den Ticker kamen. Was das angeht, bin ich Info-Junkie, Impfstoffsüchtig. Eigentlich hatte ich mich damit abgefunden, dass das in absehbarer Zeit Nichts wird mit Impfen, wenn überhaupt mal. Aber nach gestern sieht der Impfhimmel wieder rosig aus. Und Impfhimmel meint jenen Horizont, der mir Flüge in den Süden wieder riskierenswert macht. Ergo griff ich aus meinem Weinbestand die Flasche, die da für besondere Anlässe liegt, ein Fürst des Weißwein-Wesens, einer jener Tropfen, die man sonst nur vom Hörenraunen kennt, und beklebte ihn mit einem Schild: Zur Impfung trinken!
Mit so einer Pulle bin ich aber schon mal auf die Schnauze gefallen. Bei jedem freudigen Anlass dachte ich damals, da kommt noch einer, der das toppt, am Ende waren 30 Jahre ins Land gegangen und der Weißwein oxydiert. Triebaufschub, ohne diese Grundlage funktioniert Kapitalismus nicht, steckt in uns allen. Passiert mir nicht noch mal.
Prost einstweilen, ich muss los. Ackern. Sie wissen schon, Kapitalismus, solche Weine wollen bezahlt sein. Prost, liebe Leserinnen, und sonnige und vor allem unbeschwerte Tage!

20.07.2020 – Mein vorinsterlierter Compter.


Handelt es sich hier um ein Kofferwort, zusammengesetzt aus den Begriffen „installiert“ und „sterilisiert“? Macht ja Sinn, dann wäre der Compter Virenfrei. Beim Anblick dieser Fundsache bei mir umme Ecke aus dem Zentrum des Wahnsinns, auch Realität genannt, ploppte ein Bild in mir hoch. Eine Fundsache von Erinnerung aus einer kurzen und vergangenen Episode der Kommunikations- und Mediengeschichte. Irgendwann in den Neunzigern, genau weiß ich es nicht mehr, tauchten in Hotels und Pensionen in meinen Urlaubsregionen vermehrt PCs mit Internetzugang für die Gäste auf. Die Dinger hatten einen Münzeinwurf, es fing an mit einem Euro für eine Viertelstunde Internet. Ich habe das gerne genutzt, um die schwarze Wand der nicht beantworteten Mails Zuhause nicht zu groß werden zu lassen, aber auch für Infos und vor allem für die Wetteraussichten. Anfangs, es gab damals noch keine Smartphones und ein Laptop hab ich zweimal in den Urlaub mitgeschleppt, dann wurde mir das zu blöd, waren diese PCs durchaus begehrt. Obwohl ich nie zu Hauptreisezeiten urlaube und es immer entsprechend leer in den Unterkünften war, traf ich doch des Öfteren beim täglichen Check auf analoge Wesen am PC, mit denen sich sogar mitunter ein Gespräch ergab. Ich bin sonst im Urlaub eher Gesprächsflüchter, tu mich nicht gerne gemein, daher erinnere mich an solche analogen Vorfälle im digitalen Umfeld durchaus. Wie an einen Engländer, mit dem ich nach Austausch einiger Smalltalks über Wittgenstein und Boolesche Algebra sogar mal einen Port in einer Hafenkneipe nahm.
Innerhalb weniger Jahre griff das eherne kapitalistische Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate auch bei diesen PCs. Laptops wurden transportabler, der Internetzugang mit ihnen einfacher, dann kamen Smartphones auf und nachdem besagte PCs für ein paar Jahre kostenlos zu nutzen waren (was in besseren Etablissements meist von Anfang an der Fall war), sind sie seit einigen Jahren entweder völlig aus dem Geschehen verschwunden oder fristen in irgendwelchen dunklen Ecken ihr Dasein. Zu Beginn eine Goldgrube, ihre Anschaffung dürfte sich in einer Saison mehr als amortisiert haben, und nun im Alteisen und das innerhalb von maximal 20 Jahren: der Wandel schreitet nicht, er rast. Auch das im Kleinen eine Form der Disruption.
Jetzt, wo die Erinnerung daran wieder da ist, vermisse ich diese Dinger und die hybriden Kommunikationssituationen in Vermischung von analoger und digitaler Welt irgendwie.
Das hat ja auch mit Triebbefriedigungskonstellation zu tun. Mit heutigen Smartphones wird jedes Informations- und Kommunikationsbedürfnis potentiell sofort befriedigt. Damals dauerte das und hatte eine Art der Vorlust. Ich dachte beim Frühstück daran, vor dem Abmarsch den PC-Gang nicht zu vergessen, und wenn dann wieder irgendein Idiot vor einem dran war, setzte das Warten, gekoppelt mit leichter Anspannung, ein.
Man muss doch nicht immer alles sofort kriegen. Das ist wie mit Weihnachten früher: Vorfreude ist die schönste Freude und der Akt als solcher ist mitunter gar nicht mehr so überwältigend. Was ja auch die Crux mit jeder Sucht ist: Im Rausch selber findet Erfüllung nicht statt, sie verweht zu schnell.
Aber das ist eine ganz neue Geschichte. Da es hier gleich anfängt zu regnen, hänge ich für einen Moment Urlaubserinnerungen nach, von PCs mit Münzeinwürfen.

17.07.2020 – Auch wir würden lieber zuhause bleiben


Demo von Obdachlosen und Unterstützer*innen in Hannover. Wer kein zuhause hat, kann nicht zuhause bleiben. Erst am Vorabend der Demo hat es die Stadt geschafft, wenigstens für ca. 60 Obdachlose menschenwürdige Unterkünfte zu organisieren. Da wird mit Milliarden jongliert zur Unterstützung von Konzernen wie Lufthansa und über sowas muss man diskutieren, demonstrieren. Ich fand es beeindruckend wie viele Obdachlose bei der Demo waren.
Leider nehmen immer mehr die Falschen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch. Und was den öffentlichen Mob vom Ballermann angeht: Kann man da nicht gegen Maskenverweigerer amerikanische Polizisten einsetzen? Man kann gegen die Jungs (und es sind immer Jungs, von denen man liest) ne Menge sagen, aber dass sie nicht konsequent in der Wahl der Mittel gegen Maskenverweigerer sind, kann niemand behaupten. Ich vermute – und das nicht in Rechnung zu stellen, wäre aus Gründen soziologischer Phantasie fahrlässig – dass wir mit Auftreten der zweiten Welle ab Herbst vermehrt öffentliche Unmutsäußerungen auf den Straßen sehen werden. Dann werden sich die sozialen Verwerfungen deutlicher abzeichnen: Arbeitslosigkeit, Armut, Wohnungsverlust nach Aufhebung des Kündigungsstopp am 1.7. Selbst wenn die Konsequenz nur lokale Lockdowns sind, können das Auslöser für Unruhe sein.
Da gibt’s mehrere Möglichkeiten: unkoordinierte, spontane Riots wie in Frankreichs Banlieus, die nach kurzer Zeit folgenlos in sich zusammenfallen, zunehmend Faschisten auf den Straßen, unter Umständen wieder als Brandschatzer vor Flüchtlingsunterkünften, wenn als Corona-Folge die Flüchtlingszahlen steigen, linksradikale direkte Aktionen, sanftmütig-esoterische Verschwörungstheoretikerinnen und, nicht zu unterschätzen, Demonstrationen von Beschäftigten aus Branchen, in denen Massenentlassungen drohen. Siehe Automobilbranche und Zulieferindustrie. Was ja nicht nur Seuchenursache hat, sondern auch grundsätzlichen Strukturwandel, da überlagern sich Ursachen-Wellen (inklusive einer Welle, die wir noch gar nicht kennen, benennen können).
Die IG Metall kann auch heute noch aus dem Stand Zehntausende auf die Straße bringen, und das wird sie bei drohenden Massenentlassungen, jenseits aller wohlfeilen Beschäftigungssicherungspakte, die dann Makulatur sind.
Ich bin gespannt, welche Ausprägungen diese Demos haben werden. Mögen die Hauptamtlichen der IG Metall noch mehrheitlich solidarisch und antirassistisch eingestellt sein, die Beschäftigten und Betriebsräte der IG Metall sind was das angeht (und anderes mehr) mit Vorsicht zu genießen. Der Anteil von AfD-Wähler*innen ist dort deutlich überdurchschnittlich und rechte Betriebsträte sind da keine Ausnahme mehr. Gewerkschaftsdemos, auf denen rechte Parolen zu hören und zu sehen sind, wären eine Zäsur. Ich bin IG Metaller, ich werde dann dabei sein. Aber nicht aus Solidarität mit den Beschäftigten.
Aber all das hier ist nur Unkerei und Schwarzmalerei. Bis dahin gibt es drei Impfstoffe, einer gegen Corona, einer gegen Blödheit und einer gegen Alles. Und dann bin ich sowieso nicht hier, sondern glotze stundenlang auf irgendein türkisfarbenes Meer.
Alles wird gut. Glauben Sie’s mir mal, liebe Leserinnen.

15.07.2020 – Raschpicheln bis der Arzt kommt oder: Ein kurzer Abriss über die Nationalökonomie des 20. Jahrhunderts.


Raschpichler vor Ärztehaus.
Als Ausweis großen Schlaubergertums dienen bestimmte Vokabeln, die in Diskussionen, Vorträgen und sonstigem allgemeinen Blabla bedeutungsschwanger mehrfach und gerne mit unterstreichender dynamischer Gestik den Anwesenden in die Ohren geröchelt werden. Eine Zeitlang war es z. B. „Narrativ“, aber die Binse ist ausnarratiert. Wer’s jetzt noch benutzt, setzt sich dem Verdacht aus, es nur bis zur Fachhochschulreife gebracht zu haben.
Ein neuer Stern seit einiger Zeit am strahlenden Phrasenhorizont ist Disruption oder adjektivisch disruptiv. Das soll das Wirtschaftswort 2015 gewesen sein und 1997 seinen Ausgang in der Werbung und Mikrobiologie gefunden haben. Logisch, die Beiden sind sich ja auch zum Velwechsern ähnlich. Disruption meint, dass bestehende Wirtschafts-Strukturen aufgebrochen, umgebrochen und komplett zerstört werden. Das Ganze laut Wiki angeblich basierend auf der Theorie von 97 eines gewissen Christensen, seines Zeichens Bischof der Hormonen. Wozu doch Vielweiberei alles gut ist. Das mit dem Bischof passt übrigens, ist doch Wirtschaftswissenschaft keineswegs eine valide Wissenschaft, sondern eine Anhäufung von Glaubensgrundsätzen und Kaffeesatzleserei.
Das Ganze ist natürlich nur die halbe Wahrheit, nämlich Wiki-Wahrheit, über die Theorie der schöpferischen Zerstörung. Erfunden hat’s der Schumpeter, Anfang des 20. Jahrhunderts, kein ganz übler Zeitgenosse, war er doch Keynesianer, bevor es Keynes gab, Weltbürger und Frauenheld (kein Mormone!).
Ein üblerer Zeitgenosse war da schon der Zeitgenosse von Schumpeter, der Begründer des Neoliberalismus Friedrich August von Hayek , auf dessen Wirtschaftstheorien sich unter anderem Pinochet, Reagan und Thatcher beriefen. Hayeks Ideologie setzt auch auf Disruption als ständigen Prozess, nur ohne staatliche Kontrolle oder soziale Abfederung. Der Markt richtet alles. Der Markt als Gott.
Dieser Ausflug in die Nationalökonomie war deshalb nötig, um auf die brandgefährliche aktuelle Entwicklung hinzuweisen, in der die Disruption von einem Virus in Gang gesetzt und beschleunigt wird. Ganze Branchen werden umgewälzt, neu geordnet, verschwinden, andere gewinnen Dominanz, tauchen neu auf. So wie es heute keine Kesselflicker mehr gibt, wird es bald keine Automotorenbauer mehr geben. Schönen Gruß vom Getriebe? Ja. Abschiedsgruß.
Juristen? Brauchen wir nicht mehr. Dafür gibt’s Legal Techs.
Diese Umwälzungen werden natürlich auch von Wirtschaftswissenschaftlern und anderen Schamanen analysiert (besser: beplappert) und mit Glaubenssätzen in die Öffentlichkeit transportiert und ich verwette meinen Arsch drauf, dass nach der jetzigen Konjunktur von Staatsinterventionen (siehe Keynes oder auch Schumpeter) und sozialer Abfederung irgendwann wieder Gauner wie Hayek Konjunktur haben. Der Markt als Gott. Und dann Gnade Gott den Menschen mit wenig Geld.
Wie sagte doch Schumpeter über Hayek: dessen Liberalismus sei ausschließlich betuchten Self-made-Gentlemen und Sklavenhaltern zu empfehlen.
Dann hilft nur noch Raschpicheln bis der Arzt kommt. Siehe oben.
Prost.

14.07.2020 – Das Goldene Zeitalter der Freiheit – Teil 2


Endlich mal ein Info-Bus in der City mit guten Tipps. Wer weiß, was die Zukunft bringt, wir tanzen auf dem Vulkan, wir reiten auf einer Rasierklinge, wir halten den Tiger am Schwanz und haben keine Ahnung, was passiert, wenn wir loslassen. Also sollte man die verbliebene Zeit vom Rest des Zeitalters der Goldenen Freiheit nutzen, insofern finde ich obige Tipps doch zielführend. Chatten ist ja nicht so meins, aber Surfen in den Wellen des Atlantiks ist doch ne coole Sache und der Rest ist eh Bingo.
Ich bin schon länger der Überzeugung, dass der Planet über den Jordan geht, zumindest was sein Krebsgeschwür, genannt Menschheit, angeht. Ob ökologisch oder sozial, dass „wir“ so nicht weiter wirtschaften und interagieren können wie bisher, ist so klar wie die legendäre Kloßbrühe. Und da „wir“ offensichtlich was Ethik und Krisenbewusstsein betrifft immer noch durch die Wirklichkeit stapfen wie weiland die Troglodyten, ist klar, dass von der Realität kollektiver Bedrohungen kein Massenbewusstein besteht. Der gemeine Homo sapiens ist immer noch in einem Instrumentarium verhaftet, das ihn reagieren lässt, mit Flucht oder Aggression, wenn ein Säbelzahntiger angreift oder ihm die Nachbarhorde seine Weiber klauen will, aber mit einem geruchlosen Virus oder dem unsichtbaren CO2 Ausstoß ist er schon völlig überfordert. Die Bilder vom Ballermann neulich oder von feiernden Fußball-Horden zeigen eine intellektuelle und ethische Fallhöhe von Null angesichts von Corona. Und das ist die Mitte der Gesellschaft, wo Wahlen gewonnen werden. Menschen wie Du und Ich. Ich korrigiere: Menschen wie Du.
Und die Tatsache, dass hierzulande immer noch über Tempo 130 kontrovers diskutiert wird, ist nur noch grotesk. Kleine Beispiele, da fallen jeder noch Dutzende andere ein.
Bis vor einiger Zeit dachte ich, was soll’s, soll der Planet mitsamt Insassen zum Teufel gehen, nach mir die Sintflut, ich genieße das Leben, sowohl in vollen Zügen als auch in vollen Fliegern. Ich darf das, ich bin sonst einer von den Guten. Pusteblume resp. Kuchen, siehe Corona, die Rache der Natur am Primaten Nr. 1. Und das ist ja erst der Anfang.
Ab Herbst wird es eventuell (wäre ich gläubig, würde ich drum beten, dass ich unrecht habe) erst richtig lustig. Zweite Welle, zweiter Lockdown … Ob das unser bisheriges Wirtschaften verkraftet, wage ich zu bezweifeln. Der Kapitalismus wird das überleben, aber unter welchen Kosten, für den Mob? Es wird z. B. zur Vermeidung körpernaher Dienstleistungen und Produktion einen extremen Rationalisierungsschub geben. Ich hatte mein diesbzügl. Erweckungserlebnis auf dem Billigflieger-Airport Schönefeld, als ich beim Einchecken an McDoof vorbeikam. Fast komplett digitalisiert, jede konnte sich ihr Menü an einem Terminal zusammenstellen und bezahlen; und der nächste Schub wird das Roboterbraten der Klopse sein, schlimmer können die gar nicht mehr schmecken. Also selbst solche Billiglohnjobs gibt’s dann nicht mehr. Das lässt sich mit ein bisschen Phantasie beliebig ausweiten. Wobei: geflogen wird im zweiten Lockdown sowieso nicht mehr. Schönefeld ade, mit allen dranhängenden Jobs. Schade eigentlich, Reisen bildet ungemein, wie man auch an diesem Beispiel gesehen hat.
Beim allmählichen Tod vom Goldenen Zeitalter der Freiheit wird es drei Generationen geben: Eine, die es komplett erlebt und genossen hat und sich jetzt auf der Zielgeraden ihrer Existenz befindet, eine, die darin groß geworden ist, aber noch die größere Strecke und die größten Erwartungen vor sich hat, und eine, die es nur noch vom Hörensagen kennt (siehe Internet, viele Menschen können sich nicht vorstellen, dass es mal ein Leben ohne gab).
Fazit: Nutze den Tag (Kotzphrase, trifft’s aber). Und wohl dem, der der ersten Generation angehört. Oh, die böse, böse Uhr, ich muss los, das Leben genießen. In leeren Zügen.
Genießen Sie Ihren Tag, liebe Lesende.