Kategorie-Archiv: Schuppen aktuell

23.06.2024 – Profitopolis oder der Zustand der Stadt

Modell der Großwohnsiedlung Kottbusser Tor, Kreuzberg. Ausstellung im Museum der Dinge, Werkbund Archiv, in Berlin: Profitopolis oder der Zustand der Stadt . Hinter den Fenstern laufen kleine Videoanimationen ….

Hervorgehoben werden zwei im Kontext des Werkbunds entstandene „Profitopolis“-Ausstellungen aus den 1970er Jahren. Sie veranschaulichen, dass das Gestalten von Stadt politisch ist. Sie rufen zur Bürgerinitiative auf und kritisieren Bodenspekulation ebenso wie die autogerechte Stadt und den rücksichtslosen Umgang mit historischer Bausubstanz und Stadtnatur.

Wie relevant diese Kritik noch heute ist, offenbart der Blick auf den Stadtraum zwischen altem und neuem Museumsstandort: Die Ausstellung unternimmt einen kritischen Streifzug zwischen Kottbusser Tor und Spittelmarkt und verortet Diskurse, Initiativen und künstlerische Positionen zur gegenwärtigen Stadt. Aus dem alten Standort in der Oranienstr., dem Zentrum von SO 36, wurde das Museum der Dinge von einem Investor gekündigt

Für Zustand und Zukunft einer Gesellschaft lebenswichtig: Die Wohnfrage.  Das verbindet diese sehenswerte Ausstellung mit der im Kunstraum Bethanien „Aus der Krankheit eine Waffe machen“ (siehe letzter Blog): Beide thematisieren mit ästhetischen Mitteln politische Fragen menschenwürdiger Existenz. Beide sind parteiisch, sie stehen auf der Seite der Betroffenen, beide greifen auf Erfahrungen und Ästhetiken der 70er zurück, beide finden nicht zufällig in Kreuzberg statt und beide rufen über die rein ästhetisch-abbildende, museale Funktion ihrer Ausstellungen hinaus zum Handeln, Eingreifen, Gegenwehr auf. Sowas kann bei entsprechenden politischen und gesellschaftlichen Konstellationen auf Grund der Abhängigkeit von Fördermitteln auch schon mal ans Eingemachte gehen. Über das Bethanien fegte angesichts der Ausstellung „Werbepause – the art of subvertising“ 2022 ein politischer und medialer Shitstorm, weil in bestimmten Ausstellungsobjekten zu illegalen Handlungen aufgerufen wurde (Politisches Umkleben von Werbung im öffentlichen Raum).

Beide Museen und ihre Projekte also hochpolitisch, ästhetisch auf der Höhe der Zeit und unbequem. Zusammen mit vielen anderen Kulturorten in Berlin also eine vollkommen andere Situation als in einer Provinz wie Hannover, die sich durch eine entpolitisierte, verschnarchte, ästhetisch verstaubte und abgehängte Kulturszene auszeichnet.

Dazu passt folgende aktuelle Meldung: „Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sieht bei der Kulturszene eine Mitschuld am Wahlerfolg der rechten Parteien. Das schreibt er im Vorwort zur neuen Ausgabe der Zeitung „Politik & Kultur“, die der Kulturrat in regelmäßigem Abstand herausgibt. Zum einen würden viele Kulturorte nicht die Breite der Bevölkerung erreichen. Zum anderen sei der Kulturbereich zu sehr mit sich und seinen eigenen Befindlichkeiten beschäftigt. Olaf Zimmermann fordert einen stärkeren Fokus auf politische Themen. Anstatt sich mit der Frage zu befassen, wie man sich aktuell fühle, sollte es darum gehen, was gerade warum in unserer Gesellschaft passiert.

Dem kann ich aus eigener Erfahrung und Beobachtung zu 115 Prozent zustimmen. Die Kulturszene sieht ungefähr so aus: Selbstmitleidiges Jammern, Symbolästhetik, ständiges Kreisen um Identitätsdiskurse wie Diversität, Gender, Dekolonisierung, Körper etc., in Begleittexten ein vollkommen abgehobenes Blabla und Geschwafel, eine reine Eitelkeitsspielwiese für eine Vernissagen-Schickeria, die qua Amt und Einfluss dafür sorgt, dass derartige Alltagsverschönerungsfassadenkunst mit gigantischen Fördermitteln gepampert wird.

Während draußen, im realen Leben, der Faschismus auf dem Vormarsch ist und die Gesellschaft außerhalb privilegierter Provinzen wie Hannover und Kulturbolschewisten-Biotopen wie Berlin-Mitte oder Prenzlau die Gesellschaft allmählich zerbricht.

Wenn sich die Kulturbolschewisten da mal nicht täuschen und das Dienstleistungsprekariat, das jetzt noch ihnen den Arsch abwischt und auf Vernissagen die Messer vorlegt, nicht jene mal zu einem anderen Zwecke nutzt als dem Zerteilen von Fingerfood. Zum Beispiel, weil besagtes Prekariat sich keine Krankenversicherung oder selbst die Miete in sozialen Brennpunkten nicht mehr leisten kann.

Wenn die Kultur nicht zum Prekariat geht, zu deren Orten, mit deren Themen, Partei ergreift, sich engagiert, Widerstand auch auf der Straße mitorganisiert, dann kommt das Prekariat eines Tages zur Kultur. Und wenn die Glück hat, geht es im ersten Ansatz nur darum geht, dass die AfD dort, wo sie die Macht und kulturelle Hegemonie erringt, die Fördermittel streicht und für den Verlust von Jobs und Einkommen sorgt.

Für das, was danach kommt, empfehle ich die Anstrengung des wichtigsten Kulturrohstoffes: Phantasie.

20.06.2024 – Aus der Krankheit eine Waffe machen

Im Kunstraum Kreuzberg

im Bethanien am Mariannenplatz läuft die sehr feine Ausstellung „Aus der Krankheit eine Waffe machen“, mit tollen Objekten und Installationen. Sie basiert auf dem gleichnamigen Buch des Sozialistischen Patientenkollektivs SPK von 1972, mit einem Vorwort von Jean-Paul Sartre.

Als Reaktion auf diskriminierende Strukturen des Gesundheitssystems wollte das Sozialistische Patientenkollektiv im Jahr 1972 die Krankheit zur Waffe machen. Der Gruppe ging es darum, Krankheit nicht als etwas Individuelles, allein zu Bewältigendes darzustellen, sondern den komplexen Zusammenhang mit gesellschaftlichen Missständen und strukturellen Ungleichheiten aufzuzeigen.

Der Nierenstein als Waffe, so hätte meine Installation für die Ausstellung ausgesehen. Aber sie ist auch so sehenswert. Und für lau. Für Nachgeborene lesen sich solche Geschichte vermutlich wie Peterchens Mondfahrt. Umso verdienstvoller, dass sie im archivarischen Teil der Ausstellung dokumentiert ist. Ob je wieder an eine, bei allen Irrungen und Wirrungen, derartig emanzipatorische gesellschaftliche Entwicklungen angeknüpft werden kann, bleibt zu hoffen, steht aber in den Sternen. Womit ich nicht den Astrologie-Hokuspokus meine, sondern die Fortführung jenes Star Wars , den Ronald Reagan in den 80ern losgetreten hatte, um die Sowjetunion totzurüsten. Was ja dann auch geklappt hat.

Aktuell sieht der Rüstungswettlauf so aus: Insgesamt werden die derzeit 32 NATO-Staaten nach jüngsten Schätzungen im Jahr 2024 rund 1,5 Billionen US-Dollar (etwa 1,4 Billionen Euro) für Verteidigung ausgeben. Die Inflation und Wechselkursschwankungen herausgerechnet, würde dies im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 10,9 Prozent entsprechen. Die europäischen Alliierten und Kanada allein würden den Angaben zufolge sogar auf ein Plus von 17,9 Prozent kommen.

Das Ganze ist ein dynamischer Prozess, die Ausgaben werden extrem steigen. So wie die Aktienkurse der Rüstungskonzerne Rheinmetall und Hensoldt, der von Rheinmetall ist in den letzten 3 Jahren um fast 500 Prozent „explodiert“.

Wie das finanziert wird, ist klar wie Kloßbrühe: Kürzungen im Sozialbereich. Bei Flüchtlingen wird zur Zeit das durchexerziert, was später an den eingeborenen Kartoffel-Volksgenossen exekutiert wird: Gnadenlose Härte, Kürzungen, Entrechtung, Abschiebungen auch dahin, wo der Tod droht. Der Grieche macht an der EU-Außengrenze schon jetzt kurzen Prozess und schmeißt Flüchtlinge einfach ins Meer.

 Aus dem Irrglauben, dass das Kapital und seine Agenten ihn verschonen werden, wenn er nur bindungslos „Ausländer raus“ brüllt, wird der Angehörige des hiesigen Prekariats und AfD-Wähler spätestens nach der nächsten Bundestagswahl böse erwachen.

Aber wie gesagt: Schöne Ausstellung, sollten Sie, liebe Leserinnen, sich unbedingt anschauen, zumal hier auch feministische Aspekte deutlich vertreten sind.

SCHOKOFABRIK, Frauenzentrum, Originalschild aus den 70ern

Widersprüche: Kinderklinik vs. Künstlerzentrum.

Und der ganze Esoterikquark, der sich aus der gescheiterten emanzipatorischen Post68-Bewegung entwickelte, ist da auch schon als Anti-Medizinansatz vertreten. Bei Vollmond mit Quark einschmieren und so Zeug.

19.06.2024 – Mehr Waffen. Kürzen bei den Armen.

Großwohnsiedlung High-Deck, Berlin-Neukölln, Sonnenstraße. Aus der Siedlung stammt das medial weit verbreitete Bild des brennenden Busses nach Sylvesterkrawallen. Menschen sind in der Siedlung auf die hier sichtbare zweite Ebene verbannt, die erste ist für Autos, damit die schnell rein und rauskommen. Ein Bau aus den 70ern, als Viergeschosser ein Nachfolgekonzept der gescheiterten Hochhauskonstruktionen wie Märkisches Viertel, Gropiusstadt, Ihmezentrum in Hannover, in jeder Großstadt zu finden. Auch dieses High-Deck Konzept gilt als gescheitert. Hoher Migrationsanteil, die Hälfte im Transferleistungsbezug, mangelhafte Infrastruktur, den Mythos High-Deck im Kopf habend, fühlte ich mich bei meiner Exkursion da unbehaglich, beklommen. Ich bekam die ganze Zeit nicht eine Menschenseele zu Gesicht, über allem lag ein gespenstisches Schweigen. Flanieren, Stadtexcursionen, all das hat immer auch über das reine Gehen hinaus eine körperlich-sinnliche Dimension. Was tun mit dem Beton, und den Menschen? Umsiedeln, in Einfamilienhäuschen, Beton sprengen und Park dahin?

Das Problem bei allen Konzepten des Städtebaus: Hier trifft das Grundrecht auf menschenwürdiges, bezahlbares Wohnen auf Profitinteresse des Kapitals. Das ist ein unauflösbarer Widerspruch, wie wir an der Entwicklung des Wohnens der letzten Jahre sehen. Das Scheitern liegt in der Struktur.

Scheitern ist relativ, da tobt kein Bürgerkrieg. Die Menschen dort fühlen sich wohl, wollen kaum weg, Zitat: „ …. Insgesamt sind die Konflikte eher im Bereich weicher Faktoren angesiedelt und nicht im Bereich krimineller Delikte, von einer sichtbaren Ghettoisierung kann nach Haberle keine Rede sein. Vandalismus oder Graffiti waren 2002 nicht sichtbar und zumindest tagsüber herrschte unter den Bewohnern kein vordergründiges Unsicherheitsgefühl…“

Das fällt mir in Berlin extrem auf: Milliarden Graffiti in Kreuzberg und Friedrichshain, zur Peripherie hin kaum was bis teilweise nichts, da, wo es nötig und angebracht wäre.

Mitglieder aus dem Widerstand gegen das Märkische Viertel landeten übrigens in den 70ern bei der RAF. Der Wohnfrage wohnt immer existentielles, extremes inne.

Meine private Excursion im High-Deck steht im Schnittpunkt mit den aktuellen Haushaltsberatungen (kleiner mach ich es nicht). Lindner sagt ganz klar: Mehr Waffen, kürzen bei den Armen, im Sozialbereich. Das hat mehrere praktische Dimensionen: Die Rüstungsindustrie boomt, das sind zusätzliche Anlagemöglichkeiten für Reiche, neben denen bei Staatsanleihen. Die Armen werden diszipliniert und als Kanonenfutter rekrutiert, wer arm ist, nimmt zur Not auch Jobs mit tödlichem Risiko wie beim Bund. Und Aufrüstung nach Außen kann auch nach Innen instrumentalisiert werden, falls den Armen doch mal die Geduld reißt und Riots auch hier zunehmen.

Also All-in bei Waffen. Die Nato hat 2023 1.341 Milliarden US-Dollar für Waffen ausgegeben, das Zwölffache von Russland mit 109 Milliarden. Das Nato-Konzept des Todrüstens des Gegners hat ja schon mal erfolgreich funktioniert, als das böse Reich im Osten 89 mit einem Wimmern implodierte. Es hätte auch mit einem Bang explodieren können, darüber wurden damals keine Wetten angenommen.

Aber vielleicht klappt das mit dem Bang ja beim zweiten Versuch des Todrüstens

15.06.2024 – Das perfekte Timing der EM

Japanische Volksmusik. Konzert gestern vor dem Leydicke. Das Banjoähnliche Instrument ist ein japanisches Shamisen. Das Leydicke ist eine Berliner Kneipenlegende, Weinbrennerei seit 1877. Der jetzige Inhaber Raimon, die vierte Generation, ist gelernter Destillateur und brennt den besten Himbeergeist des Universums.

Raimon, der Herr im Jürgen von der Lippe-Shirt rechts, ist ein Entertainer von hohen Gnaden und speziell… Unter seinem Patronat tagt die DKP-Ortsgruppe Schöneberg im Leydicke, er richtet um die Ecke einen Nachbarschaftsgarten ein, veranstaltet Konzerte mit Musikerinnen aus aller Frauen Länder und Russland hat in ihm einen sehr treuen Freund. Wenn die Rede auf den Ukraine Krieg kommt, können einem schon mal die Ohren bluten. Im Leydicke zu sitzen ist eine melancholische Zeitreise in die 70er und 80er, auf allen Ebenen. Wermut und Wehmut, gepaart mit Lebensfreude und edelsten Bränden, in einer überaus charmanten Gegend mit schmucken Altbauten und Graffiti-übersäten ehemals besetzten Häusern, aus denen sich mitunter Jungrevolluzer im Leydicke einfinden zum Schnack mit Ernst Thälmann-Lederbejackten Altgenossinnen von der DKP.

Dieser Rückblick versöhnt mich mit meiner gestern geplatzten EM Wette. Von wegen die Ostgoten fliegen in der Vorrunde raus. Die werden eher Europameister… Hat auch was Gutes, so kann ich mich auf die soziokulturellen Aspekte des Ledergetretes konzentrieren.

Die EM hat ja ein perfektes Timing. Sie übertüncht das gerade stattgefundene Demokratiedesaster der EU Wahl und leitet direkt in die sedierende Sommerpause über. Die mit dem Paukenschlag eines faschistischen Wahlerfolges bei den Wahlen im September beendet wird.

14.06.2024 – Ein paar Kroaten und Spanier, die sich vor dem Adlon warmgrölen

Ich sitze gerade in der Akademie der Künste, mit direktem Blick auf das Brandenburger Tor. Ich sitze hier, weil es draußen regnet und mein Rucksack hier im Schließfach ist, mit der Regenjacke. Rucksäcke sind auf der Fanmeile verboten. Ich bin vielleicht blöd, aber weiß mir zu helfen und deshalb hock ich jetzt hier. Der Regen dauert noch ne Stunde , bei dem Wetter geh ich nicht auf die Fanmeile, da kann ich genauso gut Blog schreiben. Und mich korrigieren, was gestern angeht, wo ich geschrieben habe, die Nation sei jetzt zur EM im Ausnahmezustand. Das ist natürlich Blödsinn, reine Projektion, hat nichts mit Wahrnehmung und Realität zu tun. Kein Mensch glaubt an ein Sommermärchen 2.0, niemand flippt hier aus, bis auf ein paar Kroaten und Spanier, die sich vor dem Adlon warmgrölen. Ein paar Schotten im Rock; und die beiden Kumpels oben musste ich schon suchen. Außerhalb der Zonen um Reichstag und Brandenburger Tor kriegt man von dem blöden Ledergetrete nichts mit. Es ist Krise, Dauerkrise, und die Leute haben anderes im Kopf als ein medial zwanghaft konstruiertes Sommermärchen zu hampeln. Ich geh jetzt n Wein an der Bar hier saufen und hoffe, dass nachher vor dem Reichstag keine Woodstock Schlammschlacht herrscht.

13.06.2024 – Neues aus der Fanzone

Der Kunstrasen vor dem Brandenburger Tor in der Fanzone

Man kann die Fussball EM herbeisehnen, sie ignorieren oder für überflüssig halten, so wie ich, aber eins kann man nicht: Leugnen, dass das ein gesellschaftliches Grossereignis ist, wie es nur alle Jubeljahre stattfindet. Milliarden Umsätze, Millionen Menschen, Hunderttausende in den Fanzonen, ganze Städte werden ummöbliert, die Republik ist für einen Monat im Ausnahme Zustand und ihre Hauptstadt ganz besonders.

Natürlich ist das alles ätzend, die Preise auf der Fanmeile grotesk, Currywurst mit Pommes 11 Euro und die zu erwartenden Gröhl-, Kotz- und Prügelorgien spotten jedem kulturellen Mindestmaß. Fussball, Sport der einfachen Leute? Ach, wenn die Leute den einfach mal ignorieren würden, wäre der Spuk im Handumdrehen erledigt und die Currywurst gäbe es für zweifummsich.

Aber dieses Grossereignis einfach zu ignorieren, wäre naiv und fahrlässig und daher treibe ich mich gerade auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor rum und döse auf dem Moosweichen, Strandwarmen Kunstrasen. Ein herrliches Gefühl, es ist leer hier und ein einzigartiger Anblick

Es ist der utopische Blick, den dieses Objekt in eine bessere Welt wirft, in eine Stadt, die von Autos befreit ist. Eine Stadt, die der Ruhe, der Entschleunigung, der Muße, der Begegnung dient, also dem Individuum und nicht dem Auto. Hier, wo sonst zehntausende stinkende Blechlawinen jeden Tag die Stadt zu einem Unort machen, wird für einen Moment ein Blick in eine Utopie jenseits des Kapitalismus aufgemacht.

Deshalb hat ein Dummkopf wie Jens Spahn ausnahmsweise mal was begriffen, als er dieses Environment kritisierte, und auf das Tempelhofer Feld wünschte. Er ahnt, dass sowas ein Sehnen, ein gefährliches Begehren in den Menschen freisetzen kann.

Und genau aus diesen Zusammenhängen halte ich diese Installation, hier in der Wärme der Fanmeile, für bedeutsamer als die Christo Verhüllung des Reichstages. Sie ist ein erfahrungsgesättigter Ermöglichungsraum.

Aber gefährlich ist sie nicht, da braucht der Dummkopf keine Angst zu haben, da ist die Currywurst vor. Anschläge sind hier allerdings leicht umsetzbar. Ich mach mich dann mal vom Acker und halte Sie auf dem Laufenden.

10.06.2024 – Lieber Mittelmeer als Fahnenmeer

AfD Obernazi Chrupalla im Fahnenmeer

Mittelmeer

Das Schöne an der Berichterstattung zur EU-Wahl gestern: Nach einer halben Stunde konnte man beruhigt wegschalten, alles geklärt, alles erklärt. Es wurde von allen alles gesagt, nur noch nicht von mir, daher dieses, was mir eben auf dem Klo durch den Kopf, aber nicht nur da, ging. Die BRD-Braunen haben völlig überraschungsfrei große Gewinne erzielt, auch bei den Kommunalwahlen in der Ostzone, wie sie überhaupt dort bereits jetzt flächendeckend auf allen Ebenen in der Mehrheit sind. Ein paar Mal hat eine Allparteienkoalition dieses Mal noch die Nazi-Kandidaten am Sieg bei Oberbürgermeister- oder Landratswahlen verhindert. Vermutlich zum letzten Mal. Eine CDU/AfD Koalition hätten bereits jetzt überall rechnerisch die absolute Mandats-Mehrheit und nichts und niemanden wird den Marsch der Opportunisten der Macht durch die Institutionen stoppen. Nazis werden in ganz Europa normal, so auch hierzulande.

Neoliberale, Rechte und Faschisten in Gestalt von FDP, CDU/CSU und AfD und den zahlreichen Kleinparteien wie ÖDP, Basis, Familie, Heimat etc. pp. haben jetzt erstmalig amtlich bestätigt eine ca. 60prozentige Mehrheit im Wahlergebnis. Rechnet man dazu die Stimmungslage bei den Nichtwählerinnen, ergibt das eine Gesinnungslage im Volk, vor der einem nur gruseln kann. Ohne den Nichtwählenden, vor allem in sozialen Brennpunkten, zu nahe treten zu wollen (faustdick gelogen, diese Phrase): ein erheblicher Teil von denen dürfte derartig Demokratieverdrossen, verschwurbelt, Angstgetrieben und bis zur Halskrause Aggressionsgefüllt sein, dass hier eine charismatischere Hitler-Wiedergeburt als der Malermeister Chrupalla oder die Krampfhenne Weidel ein Erlösungswilliges Heer von zu allem bereiten Volksgenossinnen vorfände. Dem Nichtwahl-Rest ist sowieso alles egal, Hauptsache Fernsehen, Fitness, Feierabend, Fußball, Ficken, Freibier. Mir würden noch mehr Fs einfallen, aber das wäre schon zu viel Zuwendung an die Folksgenossen.

Bei all den Ergebnissen und Entwicklungen zu einer Faschisierung in Gesellschaft, Politik und allmählich auch im Staat bis hin zu den Wahlen im Herbst gilt zu beachten: Wir haben noch keine tiefgreifende, nachhaltige Rezession! Wenn es einen Faschismustreiber par excellence gibt, dann sind es Rezessionen, mit Arbeitsplatzverlusten. Was wir hatten und haben, sind kleine Dellen in der wirtschaftlichen Entwicklung und am Arbeitsmarkt, harmlose Lüftchen.

Niemand, selbst ich nicht, weiß, wann die nächste heftige Rezession kommt, wieviel Arbeitsplätze sie kostet und welche Ursachen sie haben wird: Den strukturellen Wandel hin zu KI, Kriege, Seuchen, politische Unsicherheiten, Nachfrageeinbrüche, wachsender Nationalismus mit Abschottung der Märkte, Klimawandel und Mega-Migrationen etc. pp. Mir würden noch mehr potentielle Auslöser einfallen, die sich überlagern und verstärken können, aber nachher komme ich selber noch schräg drauf und das ist das Letzte, was ich mit diesem Blog bezwecke. Dabei habe ich einen Aspekt noch gar nicht beleuchtet, ich kleiner Leuchter, ich: Da der Faschismus absehbar seinen Siegeszug in die Mitte der Gesellschaft, hin zu kultureller Hegemonie, fortsetzt, wird sich bald ein Riesenheer von Lemmingen in Bewegung setzen. Die normalen Opportunisten, die Millionen Diederich Heßlings in unserer Gesellschaft . Die auf Karrieren welcher Art auch immer, und sei es nur ein kleines Pöstchen bei der Partei, im Landratsamt, in der Verwaltung, in Aufsichtsräten etc. pp, auf Ticket der AfD setzen, oder die einfach nur bei den Siegern sein wollen.

Wenn ich mir vor diesem nur ansatzweise Skizzierten das schwanzrotgoldene Fahnenmeer vorstelle, dass die Republik im Falle eines Erfolges der Ostgoten bei der EM überfluten würde, können Sie, geneigte Leserinnen, vielleicht verstehen, warum mich ein heftiger Fluchtreflex in Richtung Mittelmeer beutelt.

Das aber wäre Feigheit vor dem Feinde, und demzufolge werde ich mich in Berlin auch auf der „Fan“meile und anderen Orten des Fußballgrauens zwecks Dokumentation rumtreiben.

Ich halte Sie auf dem Saufenden.

08.06.2024 – Scheisse am Hacken

Der Aufkleber „Atomkrieg? Ja Bitte“ vom Juli 2022 auf meiner Veranda ist in der Sonne arg verblasst, wie der frische daneben zeigt.

Das Lindener Künstlernetzwerk SCHUPPEN 68 hatte damals angesichts der Entwicklung rund um den Ukraine-Krieg die Initiative „Atomkrieg? Ja bitte“ gegründet. Aufkleber mit dem Motto der Kampagne wurden deutschlandweit an zahlreichen Orten gut sichtbar verteilt. Das verdienstvolle Organ der Arbeiterklasse und des hiesigen hannöverschen Kiezes, der Lindenspiegel, berichtete darüber . Den Lindenspiegel gibt es leider nicht mehr, den Krieg schon noch.

Kein Mensch weiß, beim Überschreiten welcher roten Linien seitens der NATO in der Unterstützung der Ukraine der Russe Atomwaffen einsetzen würde.

Eskalation spielt sich auf drei Ebenen ab: Sprache, Symbole, Handlungen. Vielleicht gibt es ja irgendwo eine grafische Darstellung der Eskalationsspirale seit dem Beginn des Ukrainekrieges, aus der auch die Dynamik der Eskalation hervorgeht, wie schnell dreht sich die Spirale. Man nimmt es kaum noch wahr, der Mensch gewöhnt sich an alles, an die Klimakatastrophe, in zwei Wochen redet niemand mehr über die Fluten in Süddeutschland. Der Mensch gewöhnt sich an Armut und Ausgrenzung und nimmt die Demütigungen des mörderischen Kapitalismus demütig-resignierend als eigenes Versagen hin. Morgen wird er mal kurz an der Wahlurne aufmucken und Nazikreuze machen, das war’s dann aber auch. Erstmal. Der Mensch gewöhnt sich an Krankheit, den Ehepartner, und den eigenen Tod. Natürlich auch an Krieg und Drohung eines Weltenendes. Bisher ist doch alles gutgegangen, sagte der Mann beim Sturz aus dem 19stöckigen Hochhaus im 18. Stock.

Um es nochmal deutlich zu sagen: Der Aggressor nicht nur in diesem Krieg ist Putin, ein durchgeknallter imperialistischer Nationalist, der jetzt noch zunehmend in religiös-orthodoxe Wahnvorstellungen abdriftet, was diese Zeitbombe auf zwei Beinen vollends unberechenbar macht. Das tragische Dilemma in dieser Menschheitsfrage ist: Wie weit pokert der Westen, die Nato in dieser irren Eskalation mit? Bis zum bitteren Ende?

Die Frage ist: Für welche Werte wären Sie bereit, liebe Leser*innen, in den Krieg zu ziehen? Für ein paar Quadratkilometer geheiligten Boden des Vaterlandes? Für die Freiheit? Und wenn ja, für wessen Freiheit? Für Konsum? Urlaub? Sind so viele Fragen …

Die hier unsortiert und spontan gestellten Fragen schossen (sic! Kriegsrhetorik!) mir durch den Kopf angesichts der aktuellen Meldung, dass der Franzose, allen voran ihr Schutzmann Schneidig Macron, Militärberater im Rahmen eines Bündnisses in die Ukraine entsenden will, also Nato-Soldaten in ein Kriegsgebiet. Die US-Regierung ließ sofort wissen, man werde sich dem Bündnis nicht anschließen.

Die werden wissen, warum. So fing der Vietnamkrieg an, der mit der verheerenden Niederlage der Amis endete. Mit Entsendung von „Militärberatern“ nach Vietnam zur Bekämpfung des Aggressors. Das war übrigens die Lichtgestalt Kennedy, der diese geniale Idee hatte.

Das zeichnet die klassische griechische Tragödie aus: Du kannst machen, was Du willst, am Ende hast Du immer Scheiße am Hacken. Der Unterscheid zu früher: Nach dem Ende dieser Tragödie ist niemand mehr da, um welche zu schreiben.

05.06.2024 – Und so zerbröselt der Keks nun mal

Seit mich bei einem EXPO-Projekt in Hannover eine Duftrose Jayne Austen mit ihrem Geruch im Vorbeiradln förmlich festgenagelt hat, bin ich Rosenfreund. Im Laufe der Jahre haben sich im Garten ca. 20 verschiedene angesammelt, zufällig, unsystematisch, von den meisten kenne ich die Sorte gar nicht, manche mit betörendem Duft, einige von strahlender, üppiger Pracht, wie die oben. Könnte Roter Brokat sein, bin mir nicht sicher. Namen sind Schall und Rauch, was zählt, ist Schönheit als Trösterin in düsteren Zeiten. Das Versinken in den Anblick einer betropften Rose ist eine Meditation.

 Die Nachrichten im DLF hinterher vertreiben ruckartig die schöngeistigen Flausen. Die Welt gleicht einem zerbröselnden Keks. Die politisch-öffentliche Debatte ist gezeichnet vom wachsenden Hysteriespiegel der Gesellschaft, wie aktuell in der Migrationsdebatte nach dem Attentat von Mannheim, bei dem ein offensichtlicher Islamist mehrere Menschen verletzte und einen Polizisten tötete.

Politiker*innen aller Couleur überbieten sich in Abschiebephantasien, getriggert durch einen Einzelfall. Dabei ist die Rechtslage klar: So barbarisch die Tat des religiösen Fanatikers auch ist, es gilt der Rechtsstaat, der Mann muss für diese Tat hier verurteilt werden und darf nicht nach Afghanistan abgeschoben werden (wo man ihn vermutlich eh als Helden feiern würde, dort ist auch der letzte Rest Zivilisation verschwunden).

Man kann zweierlei tun: Die Rechtslage ändern. Das ist wahrscheinlich und wird der AfD in die Hände spielen. Und man kann eine grundsätzliche gesellschaftliche Debatte darüber führen, warum immer mehr Extremismus unterschiedlicher Couleur die zivilgesellschaftlichen Grundlagen unserer Gesellschaft bedroht und was dagegen nachhaltig zu tun wäre. Diese Diskussion wird nicht stattfinden, weil sie unser Geschäftsmodell in Frage stellen müsste und die daran beteiligten Akteure von einem hysterischen Wutsturm von der Debattenfläche gefegt würden.

Es ist naiv, zu glauben, ein Symptomdoktern wie „Alle abschieben“, Grenzen dicht, Schießbefehl auf Flüchtlinge etc. würde die Gesellschaft in irgendeiner Form befrieden (Das mit dem Schießbefehl hat ja schon mal prima funktioniert…) Solche Maßnahmen würden im Gegenteil die Hysterieschraube immer weiter drehen.

Wenn wir den Klimawandel nicht nachhaltig bekämpfen und die Lebensbedingungen im Süden nicht nachhaltig verbessern, kommen sie. In Massen. Immer mehr, immer schneller.

Es wird nichts geschehen und deshalb werden wir am Ende in einer Gesellschaft landen, wie sie der excellente Film „Children of men“ skizziert, den ich gestern zum dritten Mal gesehen habe. Die Welt ist von Gewalt und Chaos geprägt; Umweltzerstörung, Terrorismus, Hysterie und staatliche Unterdrückung bestimmen das alltägliche Leben. Der Film von 2006 spielt im Jahr 2027 und ist ein besserer Kommentar zur aktuellen Situation als mein ganzes Geschreibsel hier.

Die Alternative muss nun nicht sein, dass man sich resignierend in seinen Garten zurückzieht, die Welt den Idioten und Barbaren überlässt und nur noch an seinen Rosen schnüffelt, weil ja eh nix zu ändern ist. Letzteres ist nur eine Vermutung und kein Naturgesetz. Auch Linke, so sie es noch gibt, müssen schwierige Debatten führen, über Antisemitismus in ihren Reihen zum Beispiel, und über den Umgang mit religiösen Fanatikern und migrantischen Extremisten. Und das sind nach Lage der aktuellen Dinge hierzulande in der Mehrzahl islamistisch geprägte Menschen. Ich habe in den letzten Jahren hier im Blog immer wieder den Vorschlag gemacht, „inspiriert“ von rechtsfreien Räumen in Neukölln, dem antisemitischen, homophoben, frauenverachtenden Mob aus der migrantischen Community gerne einen Flug zum Minenräumen in Syrien und Irak zu spendieren, wo sie ihre überschüssige Energie austoben können. Immer mit dem Verweis darauf, ihre Geistesbrüder im Faschismus, die hiesigen Nazis gleich mitzunehmen. Satire, gewiss.  Aber wenn in Satire kein Kern Realität steckt, ist sie keine, sondern nur blablabla. Es geht also im Kern darum, wie wir mit denen umgehen, die die Grundlagen unseres Zusammenlebens bedrohen. Das hätte seit Jahren zu einer linken, antifaschistischen Diskussion auch gehört, das zum Thema zu machen und nicht den alternativen Schleier der romantischen Verklärung über eine Community zu legen, die weder mit Sozialarbeit noch Integrationsbeauftragten zu erreichen ist. Wer’s nicht glaubt, kann gerne mal mit einer Kippa und in rosarotem Tuntenfummel über die Neuköllner Sonnenallee flanieren….

„Und so zerbröselt der Keks nun mal.“ Jim Carey in „Bruce Allmächtig“

04.06.2024 – Wie lange hält ein Kohlrabi im Ernstfall?

Hibiskus

Kohlrabi

Der Kohlrabi deckt ein individuelles Grundbedürfnis ab: Essen. Ohne Essen, Trinken, Schlafen kein Leben.

Der Hibiskus deckt ein sekundäres Bedürfnis ab: Sehnsucht nach Schönheit und Poesie.

Um Interessen geht es in den bevorstehenden Wahlen. Es gibt verbindende Interessen, wie das Überleben der Gattung Mensch und des Planeten, nur die Wege zur Realisierung sind umstritten. Es gibt antagonistische Interessen, unversöhnlich. Reiche Menschen im Norden wollen ihren Besitzstand bewahren, den Reichtum vermehren, koste es, was es wolle und wenn es das Leben von Millionen im Süden, aber nicht nur da, ist. Arme Menschen wollen überleben. Wer behauptet, unter den Bedingungen des Kapitalismus sei eine Lösung dieses Interessenkonfliktes möglich, lügt oder ist dumm.

Interesse ist eine allgemeine politische Kategorie der Verortung von Zielen und Wünschen von sich in Kollektiven und Gruppen organisierenden Individuen.

Bedürfnis ist eine psychologische Kategorie im individuellen Erleben der Sehnsucht, einen Mangel zu beheben. Der Mangel kann objektiv-existenzbedrohend sein, wie Hunger, oder falsch-pathologisch, wie im Bedürfnis, andere zu quälen oder zu töten.

Die Beschäftigung mit den Wechselwirkungen der Kategorien Interesse und Bedürfnis ist gleichzeitig eine mit denen von Demokratie und Kapitalismus und insofern eine existentielle.  

Bedürfnisse können gelenkt, gesteuert, verfälscht, geweckt werden. Unsere Konsumgesellschaft und damit der Kapitalismus würde ohne diese Prozesse nicht existieren. Davon lebt nicht nur die Werbeindustrie, sondern die ganze Bewusstseinsindustrie. Medien, sozial oder nicht, Literatur, Kunst, Popmusik, Kino produzieren jeden Tag Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen in uns. Am Ende z. B. das Bedürfnis, einen glattrasierten, gestählten, gepimpten, gedopten Körper zu haben, der im alltäglichen Überlebenskampf die besseren Chancen nicht nur auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten, sondern auch im Konkurrenzkampf um Jobs, Kohle, Einfluss, Macht hat.

In Krisenzeiten, wenn Ängste zunehmen und Orientierungen verloren gehen, kippt das individuelle Bedürfnis, bei der Suche nach Gemeinschaft, Halt, Sinn, in ein vermeintlich objektives Interesse. Die so zugerichteten Individuen orientieren sich an den Machtgruppen, Parteien, die ihre individuellen Bedürfnisse als vermeintlich kollektives Interesse bündeln und artikulieren. Der Volkskörper entsteht.

Beispiele für den geschilderten Prozess: Konsum als höchster Fetisch, Wettbewerb und Konkurrenz als Religion, der Beibehaltung des Status quo, koste es, was es wolle. Man schaue sich nur die nichtexistierende Rolle von Klimapolitik im EU-Wahlkampf an. Vertreter dieser reinen Lehre wie CDU, FDP, AfD mit dem Zusatzmerkmal der rassereinen Nation, Teile der SPD und Grünen und fast alle Kleinparteien werden bei den nächsten Wahlen ein überwältigendes Wahlpotential von mehr als 70 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, die Mehrheit der Nichtwählenden kann man noch dazu rechnen.

So kommt es, dass am Ende die arme Wurst aus einem sozialen Brennpunkt, die sich täglich in einer Muckibude für das Rattenrennen da draußen pimpt, begeistert AfD wählt, eine AfD, die den gesäuberten Volkskörper predigt, Volksgesundheit, reines Blut und deren Männer- und Frauenbild dem des für den Krieg gestählten SS-Mannes oder der blond-drallen, allzeit gebärfähigen BDM-Maid gleicht. Die Wurst wählt AfD, obwohl deren unmenschliche Politik ihn mit als erstes im Ernstfall Faschismus als asoziales Element in einem KZ verwursten würde.

 Fazit:

Mein Interesse:

Botox inne Fresse?

Ich werde mich jetzt mit handfesten Fragen beschäftigen: Wie lange hält mein Kohlrabi im Ernstfall? Aktuelle Schlagzeilen legen eine derartige Beschäftigung nahe:

Keller statt Bunker – wo die Deutschen im Kriegsfall Schutz suchen. sollen  

Und die oberste Flakhelferin der Nation, Marie-Agnes Flak-Zimmermann, will 900.000 Reservisten mobilisieren.

Also mein Interesse ist das nicht….