Archiv für den Autor: admin

05.07.2025 – Duisburg ist echt

Bahnhofsvorplatz Duisburg. 38 Grad, über dem Beton gefühlte 50. Die Hitze raubte einem den Atem aus dem Mund, hüllte den Körper in heiße Watte und versetzte ihn schlagartig in Alarm, erhöhter Herzschlag und Atmung. Der archaische Zustand des „Da stimmt was nicht“, kurz bevor der Säbelzahntiger zuschlägt. Der Platz wie leergefegt, für die Obdachlosen an jedem Bahnhof, aber nicht nur da, eine lebensgefährliche Zeit.

Bevor ich blitzartig wieder in den kühlenden Katakomben des hässlichsten Bahnhofs der Welt verschwand, musste ich lachen. Da wird seit Jahren über die katastrophale Wirkung der Betonversiegelung in Städten diskutiert und wie lebensnotwendig jede Entsiegelung und die Vermeidung von weiteren Steinwüsten ist und dann so ein Anblick, kein Bauch, kein Strauch, keine Grünfläche, kein Brunnen, nur pflegeleichter Beton und ein lächerlicher Alibi-Baumkübel. Wie in den 70ern, und 80ern, als Kommissar Schimanski sich fluchend durch das noch vorhandene Proletarier-Duisburg prügelte. Heute ist Duisburg die Hochburg des Prekariats, gezeichnet von Verfall, Elend und einer der höchsten Armutsquoten in ganz Deutschland. Über 30 Prozent Kinderarmut.

Kein Wunder, dass die AfD bei der Bundestagswahl gerade in von Armut und Zuwanderung geprägten Wahlbezirken wie Hamborn und Meiderich noch vor der ehemaligen Arbeiterpartei SPD landete. Die AfD ist schon lange die Partei der Arbeiter und Einkommensschwachen. In ihren Führungsgremien sitzen Angehörige der akademischen Eilten und lachen sich schlapp über diese Kälber, denen sie bei passender Gelegenheit das Fell über die Ohren ziehen werden.

Demnächst zu besichtigen in der Ostzone, wenn das BSW der AfD in Kommunen und Ländern zur Macht verhilft. Da kann sich dann als erstes die Kulturszene warm anziehen, auch im tiefsten Sommer. Deren Fördertöpfe werden als erstes geschlachtet. Das bringt in der materiellen Substanz nicht viel, hat aber eine enorme Außen- und vor allem Signalwirkung. Seht her, so geht es allen, die nicht kuschen. Zu beobachten gerade flächendeckend in den USA.

Angesichts der USA staune ich gerade darüber, dass ich noch staunen kann, ich dachte, diesen Zustand hätte mir der Lauf der Welt mittlerweile abgewöhnt. Ich staune tatsächlich darüber, wie widerstandslos eine Demokratie zerbröselt, mit einem Wimmern in die Knie geht. Ob sie ins Koma fällt, wird sich weisen. Mich erinnert das Spektakel an das Ende der Weimarer Republik.

Die Welt ist echt bescheuert und damit sind wir am Anfang der heutigen Reise, die uns nach Duisburg geführt hatte. Die heutige Beteiligungsaufgabe für die Blog-Leserinnen besteht darin, den Duisburg-Claim „Duisburg ist echt“ zu vervollständigen. Unter den Einsenderinnen der richtigen Lösung „Duisburg ist echt bescheuert“ wird eine vierwöchige Reise verlost und zwar nach Ihrer Wahl! Zur Auswahl stehen Hamborn und Meiderich. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Reise tragen die Gewinnerinnen, wobei vermutlich nur die Hinfahrt anfällt. Duisburg ist schließlich echt. Lebensgefährlich.

02.07.2025 – Lebensgefahr

Nein, nicht beim Genuss dieser Pflanze. Das ist der Schrecken aller Marihuanisten, eine männliche Pflanze, ohne Blüten und Trichome. Frisst nur Futter, bringt wenig, THC reduziert. Unnütz wie ein Kropf, im Vergleich zu weiblichen. Parallelen zum Menschenreich sind rein zufällig Das aktuelle Wetter ist natürlich hervorragend für den Anbau. Heute Temperaturen im Bereich von 40 Grad. Für Menschen in Pflegheimen, Krankenhäusern, Obdachlose, Verwirrte, Kreislaufschwache besteht Lebensgefahr. Und der Sommer hat gerade erst angefangen. Das Mittelmeer hat jetzt schon Temperaturen wie normalerweise erst Ende August, 3 – 4 Grad zu hoch. Tornadogefahr. Die üblichen Temperatur- und Wetterrekorde hier runter zu beten, schenke ich mir. Ebenso die Einschätzungen der Klimaexpert*innen. Ob wir überhaupt das Zwei-Grad-Erwärmungsziel halten können, ist völlig ungewiss. So egal wie früher – Motto: Nach mir die Sintflut – ist mir das nicht mehr. Irgendwann lande auch ich mal dehydriert in einem Seniorenheim, wo es keine Pflegekräfte gibt, und da sieht der Fokus dann schon ganz anders aus. Und, näher dran, heute muss ich nach Köln, und wenn der Zug unterwegs abkackt, auf offener Strecke, und die Klimaanlage ausfällt, wird das auch nicht gerade den Stoff für eine heitere Satire ergeben.

Was soll’s. Muss ja. Nützt ja nix. Die schwanzrote Koalition, genannt die Kesselflicker-Gang, wird’s schon richten. Schlimmstenfalls zugrunde. Selten war die Bekämpfung des Klimawandels so wenig Ziel wie jetzt, wo die Folgen anhand des Wetters jedermann und jederfrau schweißtreibend auf die Stirn gemeißelt sind.

In Berlin beispielsweise gibt es eine Initiative, die den Autoverkehr radikal aus dem Citybereich verdrängen will zugunsten anderer Verkehrsmittel. Eine vollkommen logische, wissenschaftlich begründbare und dringend notwendige Maßnahme, eine von ganz vielen. Das Begehren ist in der ersten Instanz für zulässig erklärt worden. Das wird aber absehbar in den nächsten Jahren nicht realisiert werden, allein aus Gründen der gesellschaftlichen Folgenabschätzung. Käme das durch, wäre Krieg auf Berlins Straßen. Die Automafia von außerhalb des Cityrings, die CDU- und AfD-Wähler aus Grunewald, Hellersdorf, Dahlem, etc. pp. würde für ihr Menschen-Recht, mit PS-Killermaschinen auf dem Weg zum Brötchenholen die Umwelt zugrunde richten zu dürfen, mit der Waffe in der Hand auf die Straße gehen. Es gäbe Tote und das meine ich ohne jede Ironie.

Wie sehr sich die Konflikte immer mehr unlösbar zuspitzen, sieht man an einer Lachnummer, über die der Koalitionsgipfel heute mit faulen und vor allem asozialen Kompromissen beschließen wird. Es geht um die Entlastung der Verbraucherinnen bei der Stromsteuer, um 5,7 Mrd. Euro. Woher nehmen, wenn nicht stehlen (worauf es übrigens zum Teil hinauslaufen wird, es wird beim Bürgergeld gekürzt werden). Man könnte die Ausweitung der Mütterrente streichen. Unsozial, weil sie einkommensunabhängig gezahlt wird und auch Reichen zugutekommt. Man könnte die Senkung der Gastrosteuer streichen.  Unsozial, weil davon nur Gutverdienende profitieren, die sich Restaurantbesuche leisten können. Wenn überhaupt, ich hab noch nie erlebt, dass Restaurants die Preise senken, wenn die Lebensmittelpreise sinken oder die Inflation zurückgeht. Die werden einen Teufel tun und die Absenkung an die Kunden weitergeben.

Man könnte bei Erbschaftsteuer Privilegien für reiche Firmenerben streichen, die wiederholt vom Bundesverfassungsgericht kritisiert wurden, mehrere Milliarden Euro.

Das alles wird nicht geschehen.

 Entweder wird beim Bürgergeld gekürzt. Oder, wahrscheinlicher, mit der Gießkanne bei allen Posten gekürzt, 10 Prozent. Das nennt man dann Gleichbehandlung und einen Kompromiss für beide Seiten. Ich nenne das Zynismus. Ich hoffe, dass ich unrecht habe.

Die Konflikte spitzen sich zu. Klassenkampf erhebt sein drohendes Haupt und auch wenn die SPD für alles steht, nur nicht für Klassenkampf, wird diese Koalition nicht sehr alt werden.

Im Gegensatz zu mir. Wir sehen uns…

01.07.2025 – Kapitalismus tötet. 4,5 Millionen tote Kinder zusätzlich.

Die unbeschwerte Fröhlichkeit des Sommers. Irgendwann ab 25 Grad stellt sich eine heitere Wurstigkeit ein. Im Garten werkele ich überwiegend textilreduziert bis auf die Clogs, beglücke mich an berauschenden Farben und Gerüchen von Schwester Rose und Bruder Lavendel. Der Untergang des Abendlandes findet vor meiner Pforte statt, drinnen führen Crémant und Bratwurst ein entspanntes Regiment.

Kann man aber nicht den ganzen Tag machen, immer nur Paradies ist langweilig. Und köstliche Entspannung kennt nur, wer den Schweiß der Anspannung gekostet hat.

Die Schlagzeilen der bösen Welt da draußen holen einen immer früh genug ein. Der unter Präsident Donald Trump veranlasste Kahlschlag bei der US-Entwicklungshilfe könnte einer Studie zufolge bis 2030 zu mehr als 14 Millionen zusätzlichen Todesfällen  führen, 4,5 Millionen davon Kinder.

Mit der Mentalität eines Schlachters plündert dieser Lump, dem das Schweinsein schon in die Visage gemeißelt ist, mit seiner Gang jetzt auch noch die Schwächsten der Armen aus, um seinen Milliardärs-Spießgesellen weitere unzählige Milliarden zuzuschustern.

Krieg gegen Wehrlose. Das ist Mord über Vorbande. In den Politik-Seminaren einer anderen Zeit nannten wir das vornehm „strukturelle Gewalt“. Wenn das nicht jede Form des Widerstandes rechtfertigt, was dann.

Und das ist ja nur das mögliche Ergebnis der US-Kürzungen. Dazu kommen noch die Umverteilungsorgien in den anderen Nato-Staaten, weg von Sozialausgaben, Entwicklungshilfe, Klimafolgekosten und Infrastruktur, hin zu Rüstung. Was „wir“ hier in der BRD noch mit einem Billionenschweren Schuldenpaket einigermaßen kompensieren können – wobei das ganze Ausmaß der hiesigen Kürzungen jenseits des Kriegsetats erst im Laufe der Jahre sichtbar sein wird – führt in anderen, wesentlich finanzschwächeren Ländern zu drastischen Kürzungsorgien. Die können sich solche Schuldenpakete wie die BRD nicht leisten. Es kommt also auch in den Ländern des globalen Nordens zu einer verschärften Ausplünderung der Armen. Was im Politik- und Medienjargon anders geframed wird, nämlich als, um in der Sprache des fürsorglichen Gärtners zu bleiben, Schnitt beim Wildwuchs der Soziallleistung. Westerwelle selig hätte vermutlich formuliert: Wir müssen die spätrömische Dekadenz bei den Bürgergeldempfänger*innen auf ein normales Maß zurückführen.

Der Klassenkampf hört eben selbst dann nicht auf, wenn die Proleten bedingungslos kapitulieren. Anders als im Tierreich kennt der Kapitalist keine Beißhemmung, wenn der Unterlegene ihm als Zeichen der Aufgabe die entblößte Kehle anbietet.

Wann endlich stehen die Verdammten dieser Erde auf, werfen ihre Ketten ab und ihre Peiniger dahin, wo sie hingehören, auf den zum Himmel stinkenden Misthaufen der Geschichte!

Oops, das Gras ist jetzt schon, im Test-Stadium der Frühreife, äußerst wirksam. Da ist wohl wieder der böse, böse Formulierungshengst im Drogenrausch mit mir durchgaloppiert….

Keine Gewalt! Love and peace! Wenn wir alle miteinander sozialpartnerschaftlich kuscheln, wird alles gut. Ich geh wieder in den Garten, die Welt ist mir zu viel.

29.06.2025 – Wohnen. Macht. Arm.

Aus meiner Fotoserie „Gemütlicher Wohnen“. Gesehen in Ha ‘velse, einem Vorort von Hannover

Die Paritätische Forschungsstelle hat errechnet, dass 5,4 Millionen Menschen mehr von Armut betroffen sind als gedacht auf Grund der Tatsache, dass sie zu viel Geld fürs Wohnen zahlen. In den konventionellen Armuts-Statistiken waren sie bislang unsichtbar. Insgesamt sind 21,2 Prozent der Bevölkerung, also 17,5 Millionen Menschen, in Deutschland von Wohnarmut betroffen. Details hier . Was tun? Hier Forderungen der Landesarmutskonferenz zu „Wohnen“, anlässlich der symbolischen Grundsteinlegung zur Landeswohnungsbaugesellschaft am Weltarmutstag 17.10.2023 vor dem Niedersächsischen Landtag. Die erste Forderung ergänze ich, weil das nicht konsensfähig ist bei den Mitgliedern der LAK. Die zweite habe ich abgewandelt

– Enteignung aller nicht gemeinnützigen Wohnungskonzerne mit mehr als 3.000 Wohneinheiten

– Sofortiger massiver Ausbau der niedersächsischen Landeswohnungsbaugesellschaft. In Ballungsräumen muss das Land im Verbund mit kommunalen Wohnungsbaugesellschaften das Wohnungsangebot aus eigener Kraft erhöhen.

– Mobilisierung von Bauland für bezahlbaren Wohnraum durch die Anwendung vonErbbaurecht, Rekommunalisierung von Liegenschaften und Gründung eines öffentlichen Bodenfonds.

– Die Förderung des sozialen Wohnungsbaues muss massiv ausgeweitet werden. Der Bestand an Sozialwohnungen muss mindestens um 100.000 angehoben werden. Vorrangige Empfänger der Fördermittel sollten öffentliche Wohnungsunternehmen und Genossenschaften sein. Die Sozialbindung sollte unbefristet sein.

– Mietpreis-Stopp und notfalls Mietabsenkungen für Arme

– Darüber hinaus unkonventionelle und steuerlich geförderte Maßnahmen wie: die Umwidmung leerstehender Bürogebäude in Wohnungen, Aufstockung bestehender Gebäude wie Supermärkte mit Wohnraum, Überbauung von Straßen mit Wohngebäuden und Matching-Agenturen, in denen Menschen mit zu wenig Wohnraum mit jenen tauschen, die zuviel haben

– Housing First, Wohnung zuerst: Wohnung ist ein Menschenrecht. Eigene Wohnung ist Basis und zentrales Instrument für erfolgreiche Lebensbewältigung. Wohnraumversorgung und nicht zuletzt die Unterstützung von Angeboten der aufsuchenden Sozialarbeit und Wohnungslosenhilfe müssen im Mittelpunkt stehen. Absicherung Finanzierungsrisiko von Housing-First-Projekten durch Landesbürgschaften.

– Anmietung von Jugendherbergen, Hotels und ähnlichen menschenwürdigen Wohnmöglichkeiten durch Land und Kommunen zur Unterbringung von Obdachlosen und Menschen in prekären Wohnsituationen.

– Jährliche Wohnungsnotfallstatistik, wie in NRW und Berlin

– Strom- und Gassperren aufgrund von Zahlungsunfähigkeit müssen untersagt werden.

– Moratorium für Zwangsräumungen

– Betriebskostenbremse: Die Kosten der Klimakrise dürfen nicht auf die Mieter*innen abgewälzt werden. Wir brauchen eine Betriebskostenbremse!

Wir brauchen eine Revitalisierung der Innenstädte im Sinn von Leben und Arbeiten. Die zentrale Herausforderung ist dabei die ungenügende Datenlage, denn es gibt keine regelmäßige bundesweit vergleichbare und repräsentative Erfassung ungenutzter Wohnungen. Wir benötigen unter anderem:

– Aktuelles Wohnungs- und Baulücken-Leerstandskataster in allen Ballungsräumen

– Qualifiziertes Leerstandskataster für Büroräume mit dem Fokus darauf: Wo können

welche Büroräume in welchen Zeiträumen kostengünstig zu Wohnraum umgebaut werden.

Es kann sein, dass ich das hier schon mal im Blog veröffentlicht habe. Kann mich nicht erinnern. Eine aktuelle Studie hat ergeben: Scheinbar geringe Schadstoffmengen können bereits zu einem schleichenden Verlust von Zellen im Gehirn führen. Die betroffenen Menschen verlieren das Gedächtnis oder können sich nicht mehr richtig bewegen. https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/gehirn-wie-feinstaub-pestizide-mikroplastik-schaedigen-und-alzheimer-oder-parkinson-ausloesen-koennen-a-c464cca7-a4d0-4bf3-8123-d28b757c5f7e

Ich wohne an einer Straße mit 20.000 Autos pro Tag Verkehr und entsprechendem Schadstoffausstoß. In meiner Kreuzberger Homebase, der Yorckstr., sind es ca. 50.000.

Glücklich ist, wer vergisst,

was nicht mehr zu ändern ist.

Aus der Operette „Die Fledermaus“.

26.06.2025 – Die Farbe Braun

RAL 8015. Kastanienbraun

Lehmfarbe Rubin-rot-braun.

Nazifarben, wobei es ein einheitliches Nazi-Braun nicht gab. Die heutige vorherrschende Farbe für Nazis ist Schwarz. Martialisch, die Düsterheit des Todes. Der Tod wird ja auf allegorischen Darstellungen eher selten in Queer-bunt abgebildet. Ästhetik ist eine zentrale Kategorie bei Faschismusanalysen. Welche Musik lieben Faschisten, welche Kunst, was für einen Sport, wo findet das seine Entsprechung in den Organisationsformen von Faschismus, bei Aufmärschen, in Parlamenten, überhaupt im öffentlichen Raum? Wo sind die Parallelen in den Alltagswelten von früher, Nazi-Deutschland z. B. und Heute, USA z. B. Und was hilft das Verständnis, die Kenntnis dessen bei der Entwicklung antifaschistischer Strategien.

Natürlich ist Trump kein Hitler, weder ideologisch noch in psychopolitischer Dimension. Mich erinnert er eher in seiner Fatzkehaften Eitelkeit, seinem grauenhaften Geschmack und Hang zu dekadentem Luxus an den dicken Göring. Wo jener Reichsjägermeister war, womit nicht dieser eklige Modekräuterkleister gemeint ist, sondern das Abknallen von Tieren, ist der Dicke aus Florida Reichsgolfmeister, ein ähnlich grenzdebiler Sport wie Tiermord.

Natürlich macht die Beschreibung und Analyse faschistischer Ästhetik nur Sinn, wenn sie mit politischen Kategorien zum Schnittpunkt gebracht wird. Wenn also z. B. die Bewegung von Massen, das Ornament der Masse, ein herausragendes Moment öffentlicher Repräsentanz faschistischer Ideologie, in eine Massenbewegung mit konkretem politischem Programm mündet. Früher, vor 20 Jahren, sahen die Nazi-Aufmärsche hierzulande oft lächerlich aus, ein paar pubertäre Hanseln machten mit Fackeln und Trommeln auf ganz dicke Reichsparteitags-Hose, das sah als Bewegung von Masse eher nach missglücktem Abi-Streich aus. Heutzutage ist dem jede Lächerlichkeit ausgetrieben. Dieser Spuk ist in der Ostzone, und demnächst auf im demokratischen Sektor, flächendeckend Mehrheitsfähig und für jede Minderheit von CSD bis Linke und Antifa lebensbedrohlich.   

Zentrale Merkmale faschistischer Ideologie sind Rassismus, Antisemitismus, Nationalchauvinismus, Imperialismus, Führerkult, Gewalt, Hass auf Andersdenkende, Antidemokratischer Illiberalismus, Elitedenken. Das trifft in unterschiedlicher Ausprägung und Gewaltförmigkeit auf die klassischen frühen faschistischen Gesellschaften wie Nazi-Deutschland, Mussolini-Italien und Japan zu (wobei mir der unergründliche Japaner immer eher fremd war, so isser halt, der Japaner).  Innerhalb des Faschismus gab und gibt es verschiedene Schattierungen, Fraktionen, die sich nicht selten an die Gurgel gingen. Ab hier wird es spannend für die zukünftige Entwicklung in den USA, später vielleicht auch bei uns. In Nazi-Deutschland setzte sich die wahnhafte kulturell-eliminatorische Faschismus-Variante gegen den eher zweckrational ökonomisch-imperialistischen durch. Im Rassekrieg im Osten ging es um Vernichtung ganzer Bevölkerungen und der Durchsetzung des Holocaust, mit imperialistischer Logik von Profitausbeutung fremder Länder und der Bevölkerungen hatte das nichts mehr zu tun. Das war dem italienischen Faschismus fremd, der watete zwar auch im Blut, aber ihm ging es vorrangig um die Wiederherstellung des alten römischen Imperiums und um Unterjochung, nicht Vernichtung.

Dieser Gegensatz klingt als präfaschistisches Leitmotiv bereits bei Trump durch. Besessen von seinem Hass auf Migranten wollte er alles aus dem Land schmeißen, was nicht so aussieht wie er, am besten in den Sudan, wo sie dann verrecken können, oder in Alligatorsümpfenl in Lagern konzentrieren. Da wurde er dieses Mal noch von der Kapitalfraktion, den ökonomischen Zweckrationalisten, zurückgepfiffen. Die haben Angst um ihr Ausbeutungsmodell von billigen, oft illegalen migrantischen Arbeitskräften. Wer weiß, wie die Sache beim nächsten Mal und auch bei uns ausgeht…. Ich aber grübele die ganze Zeit darüber nach, welcher Braunton die Trumpsche Hackfresse ziert, RAL 1933, goldenes Dünnschissbraun?

22.06.2025 – Schönheit ist ein Schirm gegen den Schmutz der Welt

Rose auf Veranda. Zartfruchtiger Duft mit Zitrusaromen. Diese Schönheit ist ein Schirm gegen den Schmutz da draußen. Für einen Moment ist die Welt fern. Die Welt der bunkerbrechenden Bomben.

Eben habe ich die globalen und hiesigen Konflikte noch abgrundtief pessimistisch beurteilt. Mittlerweile sehe ich das bei Weitem nicht mehr so positiv.

Ich glaube nicht, dass es für die großen Konflikte gute, nachhaltige, konstruktive, friedliche, wie auch immer, Lösungen gibt. Nur die Wahl zwischen Scylla und Charybdis, Pest und Cholera. Sei es Nahost, Klimawandel, Spaltung der Gesellschaft. Offensichtlich konnten diese antagonistischen Konflikte ein paar Jahrzehnte mühsam mit etwas Wohlstand für Mittelschichten, Formelkompromissen, moderierter Kommunikation eingehegt werden. Aber irgendwann scheint dann doch das Ende der Geschichte gekommen, allerdings diametral anders, als Fukuyama das meinte. Nicht Friede, Freude Eierkuchen ist das Motto. Vielmehr fliegt uns jetzt der Dampfkessel, in dem diese giftigen, polynären Kampfstoffe vor sich hin köchelten, um die Ohren. Dass die Welt nach Trumps Bombenangriffen auf den Iran eine bessere geworden ist, glaubt vermutlich nur er selber. Wer weiß, wie die alten Männer des Todes, die Mullahs, in ihrer Agonie darauf reagieren. Andererseits muss man froh sein, dass deren atomwaffenfähiges Arsenal vermutlich erstmal vernichtet ist. Wie gesagt, Pest oder Cholera.

Wobei: Was wissen wir? Stand die Atombombe kurz bevor? Ein Jahr entfernt? Zwei? Konnte Israel es sich leisten, bei der Kalkulation einen Fehler zu machen?  Und wer bin ich, hier an einem der sichersten Orte der Welt einen auf dicke Hose zu machen und mir den Kopf zu zerbrechen und harsche Urteile zu fällen über die existentiellen Nöte in anderen Regionen. Da steckt schon eine Menge westliche Altmänner-Arroganz dahinter. Wobei „wir“ – pluralis majestatis – uns von Kategorien wie „westlich“ schon lange verabschieden müssen. Was hat das mittelmäßig zivilisierte Mitteleuropa noch mit der langsam in die Barbarei driftenden USA zu tun, außer Coca Cola und Bruce Springsteen?

Sollten Sie, liebe zur Friedfertigkeit neigenden Leserinnen, sich mitunter an der Polemik und dem Zynismus hier im Blog stören, bedenken Sie bitte eines: Das Schlimme ist ja nicht meine radikale Polemik, sondern die radikale Realität, die schlimmer als jeder Zynismus ist.

Soweit das heutige Wort zum Sonntag. Gehet hin in Frieden. Und wenn Ihr welchen findet, sagt Bescheid. Ihr trefft mich im Garten. An der Rose.

21.06.2025 – Die Verwegenen.

Ihr Komplize ließ sie halbtot in der Wüste zurück und machte sich mit der Beute aus dem Staub. Wem fiele da nicht Lars Fallbeil von der SPD ein, der seine Komplizen nach dem Wahl-Desaster über den Löffel balbierte und sich mit der Beute Vizekanzler, Finanzminister und Parteichef aus dem Staub machte.

Die Verwegenen, das ist dann die CDU/SPD Koalition, vulgo Blackrot-Koalition. Benannt nach Blackrock, dem größten Finanzverwalter der Welt, wo der Knecht des Großkapitals, Friedrich Merz, Deutschlandchef war. Und dafür zu sorgen hatte, dass dem Staat dringend benötigte Steuergelder vorenthalten werden. Für diese erfolgreiche „Arbeit“ wurde er mit dem Kanzlerjob belohnt. Mehr als verwegen.

Auch wenn in diesem Fall der Gesetzgeber der Dieb ist, weil er nicht erst seit Schäuble, dem Obergauner, sondern schon seit SPD-Finanzgauner Eichel, und eigentlich die ganze BRD durch, die Gesellschaft durch Nichtstun und Umverteilung von unten nach oben arm macht. Zumindest jene ärmeren Zweidrittel, denen am Ende des Monats nach diesen jahrzehntelangen Umverteilungsorgien mittlerweile die Luft zum Atmen fehlt, während die Milliardenvermögen bei den Superreichen explodieren. Beim reichsten Deutschen, Schwarz von Lidl, von 2007 bis 2024 um 300 Prozent, von 10 auf 41 Mrd. Euro. Was für eine Kreatur Eichel ist, was für einen überaus ekligen Charakter dieser Mensch besitzt, kann wer mag, hier nachlesen .

Wobei ich irgendwie verstehen kann, wenn solche Büttel einen größeren Anteil an der Beute haben wollen, sehen sie doch täglich, wie ihren Hintermännern die milliardenschweren Taschen immer mehr überquellen und sie selbst sich mit lächerlichen Ruhegeldern von 15.000 Euro im Monat begnügen müssen, plus paar Bestechungsbrosamen via Aufsichtsrat-Sitzen, Vorstandsposten, Vorträgen. Googlen Sie gerne Existenzen wie Schröder, Fischer etc. Ich spar mir das, ich könnte jetzt schon kotzen.

Ich muss jetzt das Cover oben irgendwie bearbeiten, um da einen Quizgewinn draus zu machen. Wenn Sie , liebe Leserinnen, eine Idee haben, lassen Sie es mich wissen. Unter den Einsendungen verlose ich einen Kürbis aus meinem Garten, siehe Blüte. Um mit Schönheit hier rauszugehen. Und nicht mit dem Schmutz von mafiosen Charakteren

18.06.2025 – Flucht vor dem Grauen. Die große Gruselserie von Jason Dark. . 1,70 DM.

Einer der Gewinne bei meinem Quizzen, mit denen ich Vorträge unterhaltsamer – wie ich hoffe – gestalte. Mit derlei Kunstwerken visualisiere ich unter anderem die gesellschaftliche Situation. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Friedrich Merz, der Knecht des Großkapitals, die moralische Nulllösung, der Sauerland-Rocker, ist für mich das Grauen. Natürlich gibt es schlimmere Varianten als diesen Lauch, aber mir reicht auch der schon. Ich hätte also niemals gedacht, dass ich Worten des großen Kabinett-Vorsitzenden jemals spontan und aus tiefem Herzen zustimmen würde, zumal sie jedem Anschein nach ehrlich gemeint waren.

Zitat Zeit online zum israelischen Angriff auf das faschistische Terrorregime im Iran, das Israel seit Jahrzehnten mit der Auslöschung bedroht:

“ …. Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle“, sagte Merz am Rande des G7-Gipfels in Kanada in einem Interview mit dem ZDF. „Wir sind von diesem Regime auch betroffen.“

Die Führung in Teheran habe „Tod und Zerstörung über die Welt gebracht, mit Anschlägen, mit Mord und Totschlag, mit Hisbollah, mit Hamas“, sagte der Kanzler. Der Angriff der islamistischen Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel „wäre ohne das Regime in Teheran niemals möglich gewesen“.

„Größten Respekt, dass die israelische Armee, die israelische Staatsführung, den Mut dazu gehabt hat, das zu machen“, sagte Merz. Andernfalls „hätten wir sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter diesen Terror dieses Regimes gesehen und dann möglicherweise noch mit einer Atomwaffe in der Hand“.

Auf den Punkt und zur intellektuellen Handreichung für all jene, die mit der irren Idee hausieren gehen, die Hamas, die Hisbollah (gibt es auch die grammatische Form „Herbollah“?), den Iran auf gleicher Ebene zu betrachten wie Israel. Mit Formulierungen wie „Beide Seiten müssen …“ und „Sowohl Israel wie auch der Iran oder die Hamas …“ .

Diese Äquidistanz den Beteiligten gegenüber ist eine ethische Bankrotterklärung. Einen, mit allen Mängeln und verachtenswerten Akteuren wie Netanjahu behafteten, demokratischen Staat ins gleiche Regal zu räumen wie faschistische Terrorbanden ist mit Dummheit allein nicht zu erklären. Da steckt wahnhaftes Ressentiment dahinter, vulgo Antisemitismus.

Erstaunlich (und erfreulich) finde ich in diesem Zusammenhang, dass dieser Blog sich wachsender Beliebtheit erfreut und das trotz meiner uneingeschränkten Solidarität mit dem Staat Israel und den Juden in aller Welt, was auch und gerade innerhalb der Restlinken eine deutliche Minderposition ist. Mittlerweile sind hier monatlich über 100.000 Besucher*innen unterwegs.  Danke dafür und allen einen sonnigen und entspannten Tag.

Und demnächst wird wieder ungehemmt und uneingeschränkt auf alle Knechte des Großkapitals eingeprügelt. Verbal.

17.06.2025 – Heute Abend Verleihung der Michelin-Sterne!

Anti-SPD Wahlplakat der CDU von 1953. Aus der Ausstellung „Roads not taken“, Deutsches Historisches Museum, über mögliche Alternativen der Geschichte. Vom Museum bis Berlin-Mitte sind es nur ein paar Minuten, dort ballen sich Sterne-Restaurants. Berlin, früher Gourmet-Diaspora, besitzt mittlerweile eine deutschlandweit einmalige Häufung von Sterne-Restaurants, 28 Stück. Heute Abend ist es wieder soweit, heute ist wieder Verleihung der Michelin-Sterne: Millionen Connaisseure  und Connaisseusen lauern vor ihren Smartphones, wer hat die begehrten Sterne dieses Mal ergattert, wohin lohnt sich der nächste Wochenendausflug in ein Teller-Paradies. Für ein Menü in einem Ein-Sterne Restaurant, die proletarische Variante in der Luxus-Liga, springt man mit ca. 150 Euro in den Beutel, bei zwei Sternen ab 250 Euro und im einzigen Dreisterne-Restaurant in Berlin, im Rutz, ist man mit ca. 350 Euro dabei. Da heißt die Atzung dann auch nicht „Gänge“ und es sind nicht schlappe 8, sondern 12, und das nennt sich dann „Inspirationen“ und nicht Gänge. Dazu kommt dann die Weinbegleitung (bei 12 Gängen pro Gang 1 Glas Wein (0,1 Liter), Champagner oder ähnliches, Port gar? Da müsste man mich aus dem Restaurant tragen…) , Digestif, Espresso, Trinkgeld etc. pp.

Summa summarum kommt sollte man – und in solchen Läden läuft es immer noch meist auf „man“ hinaus –  für einen Abend zu zweit ungefähr den doppelten Bürgergeldsatz von derzeit 563 Euro pro Monat in den Beutel packen.  

Das ethische Problem an dieser Causa ist nicht die Existenz solcher Restaurants. Wenn Kochen Kunst sein kann, warum soll es dann nicht auch Kunst in Vollendung und so etwas wie beispielsweise einen Caravaggio des Kochlöffels geben. Das demokratiebedrohende Problem ist die Tatsache, dass die, die im Rutz und ähnlichem speisen, denen, die ab dem 20. in den Suppenküchen der Republik Schlange stehen, selbst diesen Teller nicht mehr gönnen. Klassenkampf von oben.

Den von da, wo er hingehört, nämlich von unten, haben Kampagnen wie die im Bild oben erfolgreich mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Alles, was mit Marxismus konnotiert wird, ist erfolgreich auf den Misthaufen der Geschichte entsorgt worden: Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität.

Trotzdem werde ich die breaking news verfolgen, wer war beim Griff nach den Sternen erfolgreich, und sollte ich im Lotto mal einen Sechser gewinnen, würde ich das vermutlich erst im Hades, dem famosen Imbiss bei uns in der Yorckstr., und dann im Rutz feiern.

16.06.2025 – Sei wachsam gegen alle Ränke der Brandstifter eines neuen Krieges

Museum in der Kulturbrauerei, Prenzlauer Berg. Dauerausstellung „Alltag in der DDR“. Auf dem Gelände der ehemaligen Schultheiss-Brauerei.

Macht aus Schwertern Pflugscharen …-. Das lass ich ja noch angehen. Aber aus Brauereien Museen? Nix gegen Museen, sind meine zweite Heimat, aber muss das sein? Das Gelände ist allerdings wirklich sehenswert, riesiges Areal von klassischem Industriebau des 19. Jahrhunderts, Ort vieler Konzerte und Veranstaltungen, Heimat zahlreicher Kulturproduzentinnen. Die Dauerausstellung ist anrührend, spiegelt sie doch den verzweifelten Versuch der DDR wider, sich gegen die erdrückende ökonomische Übermacht und kulturelle Hegemonie des zweiten deutschen Staates BRD durchzusetzen. Dass dieser Versuch krachend gescheitert ist, wird uns noch übel auf die historischen Füße fallen. Bei Lichte betrachtet, tut es das bereits jetzt. Oder glaubt irgendjemand, dass die aktuelle Krisensituation nicht nur des einheimischen Kapitalismus nichts zu tun hätte mit dem Wegfall der Systemkonkurrenz? So blöd kann noch nicht mal ein FAZ-Redaktör sein.

Vom Ende her gesehen bin ich in dem Paradox, dass ich die DDR für den besseren Staat von beiden halte, aber dort nicht gelebt haben möchte.

Rührend der Appell oben an den Jungarbeiter, seiner Ehrenpflicht in der NVA nachzukommen, um wachsam gegen alle Ränke der Brandstifter eines neuen Krieges zu sein. Das Plakat dürfte aus der Anfangszeit der kalten Krieges sein, in den falschen Fuffzigern. Ich sehe vor meinem inneren Auge den Jungarbeiter vor dem Plakat und sich abarbeiten am Wording des Claims, das im wundervollen goethischen „Ränke“ gipfelt. Hä?

Wäre hier nicht ein: „Fickt Euch, Ihr Kriegshetzer!“ angemessener gewesen.. ?

Der Kalte Krieg mündete mehrfach beinahe in einen heißen. Das wurde nur durch Zufälle verhindert wie in diesem Fall, wo 1983 ein sowjetischer Offizier dem Fehlalarm von Computern misstraute, es seien in den USA mehrere Atomraketen gestartet. Hätte er eine andere Meldung weiter gereicht, wäre der rote Knopf gedrückt worden.

Heute sind wir wieder in einem neuen atomaren Wettrüsten, mit mehreren signifikanten Unterschieden zu 1983. Es gibt nicht mehr nur zwei überschaubare Machtblöcke Ost-West, die einer jahrzehntelang geübten rationalen Praxis der Abschreckung entlang handelten, sondern eine multipolare Welt mit mehr Atommächten als je zuvor und mit mehr oder weniger durchgeknallten, teils hypernationalistischen Akteuren, wie Putin, Nordkorea, Pakistan, Indien und weiß der Teufel, wer demnächst noch ein paar Atombomben im Arsenal hat. Es gibt kaum noch vollständig funktionierende Demokratien auf der Welt, gerade mal 25, mit ihrem System von Checks and Balance, die als erstrebenswertes Role-Model dienen könnten. Demokratie ist out. Wahnsinn ist in. Der Kapitalismus ist in einer tiefen Krise und was lädt in Krisenzeiten mehr ein zur Ablenkung von inneren Katastrophen als die Anzettelung externer Konflikte? Mit allen Konsequenzen…

Mir fallen leider noch einige Gründe ein, warum die aktuellen Krisenzeiten dramatischer sind als die vergleichsweise ruhige und überschaubare Zeit des Kalten Krieges, wie dem, dass man sich nicht immer auf Zufälle verlassen sollte…. Aber ich will Sie, liebe Leserinnen, nicht paranoid machen oder gar auf die Couch Ihrer Therapeutin treiben.

Belassen wir es bei der beruhigenden Feststellung, dass das derzeitige Arsenal an Atomwaffen auf der Welt nur zu einem ca. 5fachen Overkill reicht, also zur fünffachen Auslöschung allen Lebens auf dem Planeten. Was übrigens nicht ganz stimmt: Ratten, Kakerlaken und Bakterien würden überleben. Immerhin …..