18.12.2017 – Friedenstaube, panisch das Weite suchend.

friedenstaube
Palästinenser Demo 16.12.17 in Hannover.
Ich bin kein guter Fotograf, allein schon mangels technischer Ausrüstung, die über eine kleine Kompaktkamera, die ich immer am Mann habe, nicht hinausgeht. Aber manchmal gelingen mir Bilder, über die ich mich jahrelang freue, wie das mit der Friedenstaube.
Die Geschichte geht so: Am Samstag wollte ich es mir endlich mal ohne Arbeit behaglich bequem machen mit einem Stück Torte und einem Schluck 10 Jahre alten weißen Port von Nieeport, es würden wohl auch zwei werden. Das verfickte Smartphone brummt in meiner Hose und teilt mir mit, dass heute noch eine Solidaritätsdemo für Israel stattfinden soll als Gegenveranstaltung zu den derzeit bundesweiten Palästinenserdemos.
Selten habe ich das Smartphone so gehasst wie in diesem Moment. Fluchend krabbelte ich auf mein Fahrrad.
israeldemo
Und versammelte mich mit einer Handvoll Juden, SPD, Linken und Antifa in der City, hinter Israelfahnen, während einen Steinwurf (oje) entfernt Palästinenser ihre handelsüblichen Parolen krähten: Freiheit für Palästina, etc. pp.
Freiheit ist ne feine Sache, nur muss man wissen, dass Parolen auf derartigen Demos Codierungen sind, hinter denen die Forderung nach der Vernichtung Israels und der Auslöschung der jüdischen Bevölkerung steht (siehe auch al Quds Demos, gerne mit Neonazis und Leuten von der Linken, auf denen die Codierung explizit wird, Zitat: „Zionisten ins Gas, Israel vergasen, Sieg Heil“) Wahrscheinlich wird die faschistische Hamas von solchen Leuten demnächst für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
Teil des Rechtsrucks in Deutschland ist wachsender Antisemitismus, es gibt keine jüdische Einrichtung, die nicht massiv unter Polizeischutz steht, das Bild der Polizisten mit Kugelwesten und MPs vor den gegen Sprengstoff-LKWs abgepollerten Synagogen in Berlin sagt mehr als 1.000 Blogeinträge. Juden haben immer mehr Angst in der Öffentlichkeit und ziehen vermehrt aus „Szenevierteln“ wie Kreuzberg und Neukölln weg, weil sie dort angesichts des arabischen, türkischen und hiesig-völkisch-nationalen (hab ich wen vergessen?) Antisemitismus ihres Lebens nicht mehr sicher sind in dieser ach so bunten MultiKulti Vielfalt.
Ich steh auf Neukölln und werde nächstes Jahr in eine WG in Kreuzberg ziehen, aber wenn die Zivilgesellschaft (oje), die Restlinke (heiliger Bimbam) und der eherne Rechtsstaat (die letzte Hoffnung) da nicht massiv intervenieren und das unterbinden, dann Gute Nacht. Dann, oh Herr, oh Frau, öffne die Pforten der Hölle, lass Pech und Schwefel regnen und tilge Kreuzkölln vom Angesicht der Erde! Aber bitte, oh Herr, oh Frau, denk dran, ich bin einer von den Guten! Und leite das in die Wege, wenn ich gerade auf Korfu bin.
Fazit: Tolles Foto, siehe oben. Schon wieder den Arsch abgefroren auf ner Demo. Dankbar über die Anwesenheit von Angehörigen des Repressionsapparates vulgo Polizisten (Die Bösen waren ca. 5x so viel). Und die Forderung nach Anwendung des Rechtsstaates bis hin zur Ausweisung von kriminellen migrantischen Antisemiten. Sie sind hier nicht willkommen.
Und von mir aus, man wird ja noch mal Utopien haben dürfen, die gesamte AfD Spitze auch raus und die Wähler hinterher. Alle ab nach Gaza, mit einer Bewährungsauflage: Wenn sie in Gaza erfolgreich eine Demo für das Existenzrecht Israels durchführen, dürfen sie wieder zurück. Göttin, kann ich gemein sein.
Allen Leserinnen eine entspannte Jahresendzeit. Und Frieden. Ich geh auf Klo. Smartphone runterspülen.

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