16.05.2019 – Es ist zum Kozel


Ein schönerer Name für ein Bier ward selten gefunden. Gesehen in meiner neuen Wohlfühl-Homebase, der Arminius-Markthalle in Moabit, wo ich gerne das zweite Frühstück nehme. Es ist angenehm Hipsterfern dort, was sich aber auf Grund der Nähe zum aktuell heißen Scheiss, dem ehemals KPD-roten Wedding, vermutlich nicht lange so halten wird.
Zum Kozel war mir natürlich wie jeder Anständigen bei der Lektüre dessen, was Verena Bahlsen von sich gab. Dieser von Dummheit, Niedertracht, Größenwahn und Rohheit geprägte Dreck einer Frau, die ebenso leistungslos wie unverdient zu Reichtum gekommen ist, verdient nicht weiter der Erwähnung. An solchen Kreaturen macht ein Ehrenmann sich niemals die Finger schmutzig, wären da nicht ein, zwei Sonderaspekte.
Der Erste und Wichtigere: Die Sicht der Frau Bahlsen ist ja kein singulärer Ausrutscher, sie steht für eine ganze Generation von Elite-Erbinnen, die komplett abgeschottet in ihrer Welt der Reichen und Schönen, von der Nurse über die Privatschulen bis hin zur Elite-Uni und dem Eintritt in das väterliche Erbe, groß, dumm und niederträchtig geworden sind. Das produziert nahezu zwangsläufig das Waffenarsenal des Klassenkrieges, dessen Instrumente Frau Bahlsen hier einmal kurz zeigte, bevor sie nach einem Tritt in den Arsch seitens ihres Alten Herrn, in Sorge um Umsatz und Gewinn, zurückruderte und sich entschuldigte. Feige ist sie also auch noch.
Warren Buffett, einer der reichsten Männer der Welt, brachte es auf den Punkt:
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“

Der zweite Aspekt ist ein rein privater. Mir wurde vor Jahren mal unterstellt, mein Künstlernetzwerk hätte den Bahlsen-Keks geklaut, das Firmenlogo der Arschkeks-Bäckerei, eine nette Aktion, die durch die Medien der Welt ging. Je mehr man sowas dementiert, desto länger bleibt es kleben.
Ich kann mir aber vorstellen, in heutigen Zeiten mit einer Aktion in Sachen Bahlsen aktiv zu werden. Ich weiß noch nicht wie, und würde zu einem Brainstorming den Spiritus rector aller revolutionären Umtriebe zu Rate ziehen.

Spiritus rector, Super M.

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