20.06.2019 – Fridays For Future ergänzen durch Thursdays For Past und Saturdays for Presence


Frau Dr. Angela Merkel wird mir immer sympathischer. Es fehlt nicht mehr viel und sie nimmt in meinem Positiv-Ranking aller Kanzler*innen der BRD den ersten Platz ein, den zurzeit noch trotz erheblicher Mängel Whisky-Willy-Brandt hat, und das auch nur, weil er ein Frauenheld war.
Wenn ich demnächst noch eine Überschrift lese: Merkel übergibt sich bei Nationalhymne, hat sie es geschafft. Daher an dieser Stelle die unironisch besten Gesundheitswünsche von mir für Frau Dr. Merkel. Auch wenn ich ihre Partei und Politik eher gruselig finde, ist sie unter den derzeit agierenden Politzwerginnen die Einzige, deren Erscheinen auf dem Bildschirm mir keine Allergiepickel im Hirn hervorruft.
Da höre ich jetzt die Anhängerinnen der reinen Leere, sorry, Lehre insistieren, das sei doch ein völlig unpolitischer Ansatz.
Stimmt. Aber die böse, böse Politik vertreibt mir zunehmend die gute Laune. Mit der Politik ist es wie mit dem Teppich, unter den der ganze Dreck der bürgerlichen Gesellschaft gekehrt wird: Egal an welcher Ecke man den Teppich anhebt, es stinkt zum Himmel.
Die ganze Welt ist eine Bühne, wenn nur die Inszenierung nicht so grauenhaft wäre. Sinngemäß nach dem letzten großen Dandy Oscar Wilde.
Beispiel gefällig? Wir haben Fridays vor Future, alle Welt liebt diese jungen, rebellischen Leute, die kurz vor Familiengründung, Häusle-bauen und SUV-Kauf nochmal auf die Straße gehen und dem CO2 inbrünstig ein „No pasaran!“ entgegenschmettern. Aber ach, die böse, böse Statistik, die ich mehr als jedes Feuilletongeschwafel schätze, vermeldet: Nur zwölf Prozent der Deutschen verzichten fürs Klima auf Flugreise. Motto: Ich wähle Grün, das reicht als Klimabeitrag.
Beispiel Palmöl. Jede weiß, dass für das Zeug Regenwälder platt gemacht werden. Es gibt nachhaltige Standards, mit denen der Anbau nicht so schädlich für Mensch und Natur ist. Das kostet. Konsequenz: Das Öl, das auf dieser Basis produziert wird, liegt wie Blei in den Regalen. Den Preis zahlt die Konsumentin nicht.
Das sind nur zwei kleine Meldungen der letzten Stunden, die mir spontan einfallen. Frei nach dem Motto: Wir wählen grün, da brauchen wir keine Politik

Es wird also alles böse enden. Neukölln kurz nach der atomaren Apokalypse.
Was tun? Fridays For Future ergänzen durch Thursdays For Past und Saturdays for Presence.

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