23.06.2019 – Eher lächerliche Klage


Mein Lieblingspark in Berlin: Körnerpark, Neukölln. Ein kleiner Park aus dem vorigen Jahrhundert, der fast ausschließlich von Anwohnerinnen genutzt wird. Mit einer Orangerie inclusive kleiner Galerie und Restauration, ein paradiesischer Ort für Flaneure. Beim Anblick dieser undisziplinierten Horden, alles Familien mit Brut, quollen allerdings finstere Gedanken in mir hoch. Ich hätte gerne ein Megafon dabei gehabt und würde laut gebrüllt haben: „Habt Ihr alle Scheiße auf den Augen? Hier steht groß und deutlich „Rasen betreten verboten“!“ Ich hätte so lange gebrüllt, bis dieses Pack sich vom Rasen getrollt hätte.
Hinterher jammern sie dann nach dem Staat und der Stadt, wenn der Rasen auf Grund der auch dieses Jahr wieder sich anbahnenden Rekord-Dürre von ihrer Brut und ihren Kinderwagen und Decken einfach plattgemacht ist und nur noch wüste Öde herrscht. Himmelherrgöttin nicht noch mal, es gibt Regeln, die durchaus ihren Sinn haben. Und ich räsoniere mal wieder über den § 129a StGB, der die Bildung von kriminellen Vereinigungen unter Strafe stellt. Für mich fallen Banden, im konkreten Fall Familienbanden, eindeutig darunter.
Das Fluchen über rücksichtslose Familien in Berlin ist weder neu noch originell und im Vergleich zur anschwellenden Nazi-Barbarei im Rest der Republik auch eher lächerlich, aber dieses Bild wollte ich ebenso im Blog parken wie die folgenden.

Reminiszenz an den heutigen Sonntag, auch irgendwo in Neukölln, ich glaube Hermannstr.

Und Kioskkonzerte habe ich schon vor 6 Jahren organisiert. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte etwas weniger Avantgarde und mehr Mainstream gemacht, da hätte ich mit Kulturproduktion mehr Zaster verdient.
Aber wäre ich dann glücklicher?
Keine Ahnung. Ist mir ehrlich gesagt auch egal. Sonnigen Sonntag, liebe Leserinnen.

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