11.11.2019 – Tröstliches in kalten Zeiten


Bergdorf auf Korfu. Tröstliche Bilder in kalten Zeiten.
Während der Live-Show zum Mauerfall-Jubiläum am Brandenburger Tor wurde ein hebräischer Schriftzug eingeblendet. Der forderte „Schluss mit der Besatzung“ (Israels in arabischen Gebieten). Das nimmt Bezug auf die antisemitische BDS-Kampagne, Details hier. Die Veranstalter sprachen von einem Versehen. Das ist so offensichtlich gelogen, dass es einem die Sprache verschlägt. Will der Veranstalter aller Welt weismachen, dass höchstbezahlten Profis bei einer der Megaveranstaltungen des Jahres mit einem Millionenetat ein derartiger Fehler in Unkenntnis der Zusammenhänge unterläuft?
Es handelt sich hier um einen ganz normalen Fall von Antisemitismus, bei dem mittlerweile jede*r, auch der dümmste Kulturveranstalter und davon gibt es sehr viele, davon ausgeht, dass er akzeptiert und für gut befunden wird. Anstatt einfach mal die Fresse zu halten, wenn man schon nicht den Anstand besitzt, aus Solidarität mit Israel einen Slogan einzublenden wie „Stoppt den faschistischen Hamas-Terror in Palästina“, fällt es immer wieder wahnhaft aus den Köpfen der Antisemiten. Sie haben den Juden den Holocaust eben nie verziehen. Und mit dem Faschismus will man es sich ja auch nicht verderben, mit dem kann man hier zukünftig noch gute Geschäfte machen.
Alle Jahre wieder taucht in der Jahresendzeit bei denen, die es sich leisten können, die Frage auf: Wem spende ich was? Die doitschen Tierheime freuen sich, rührt die hiesigen Insassen unseres Gemeinwesens und sonstige geistig und ethisch Andersbegabte nichts so sehr wie das Elend der heimischen Tierwelt und der Spendenfluss rauscht ohne Unterlass.
Sinnvoller ist sicher jenes: Ich spende seit längerem ausschließlich dem jüdischen Nationalfonds für konkrete Projekte, wie „Schutzbäume Gazastreifen“. Der jüdische Nationalfonds hat 2017 mit der Anpflanzung von Bäumen begonnen, um Hamas-Terroristen die Sicht für ihre Terrorangriffe zu nehmen. Nachdem sich Israel aus dem Gazastreifen zurückgezogen hatte, sind dort Raketenangriffe durch die Hamas, Heckenschützen und mit Brandsätzen versehene Drachen und Ballons, die die Ernten und Wälder in Israel bedrohen, an der Tagesordnung.
In den hiesigen Medien wird darüber nur dann berichtet, wenn Israel sich mit militärischen Mitteln dagegen zur Wehr setzt.
Wenn Sie, liebe Leserinnen, auch sinnvoll spenden möchten, können Sie das hier tun .
Natürlich hat dieser Akt der Spendensolidarität auch eine ganz eigene Motivation. Ich würde gerne mal eine Nachwuchsorganisation internationaler Christinnen durch eine solche Baumallee führen und ganz nebenbei den Satz fallen lassen: „Ganz nebenbei und es ist nicht weiter der Rede wert, aber diese Allee wurde mit meinen Spendenmitteln gepflanzt.“
Was lernen wir daraus? Misstrauen Sie allem, auch den altruistischsten Motiven.
Man kann ja einiges gegen Angehörige von Aber-Glaubensgemeinschaften wie Christen vorbringen, aber ihre vielfältige Solidarität mit Israel gehört zu ihren besseren Wesenszügen. Die Notwendigkeit dieser Solidarität nach jahrtausendelangem, christlich begründetem Antisemitismus begriffen zu haben, nötigt Respekt ab. Details hier im Artikel der Zeitschrift:

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