01.12.2019 – Antizyklisches


Antizyklisches Bodenfrost-Foto, Kloster Mirtiotissa auf Korfu, Ende Oktober.
Bodenfrost, beim morgendlichen Kontemplativ-Gang durch den Garten. Kontemplativ-Gang hört sich gut an, aber Ihnen, und nur Ihnen, liebe Leserinnen, verrate ich, was dahintersteckt: Ich bringe via Garten meinen Mülleimer zur Tonne. Es ist eben alles eine Frage der Etikettierung. So auch bei der sPD.
Die sPD ist hässlich und missgebildet. Sie taugt nicht zur Politik, zur Erheiterung, zum Positiven, ihr Motto: „I, that am not shaped for sportive tricks“. Sie ist so lahm und verkrüppelt, dass die Medienmeute sie anbellt, wenn sie ihrer ansichtig wird. Nach zahlreichen Intrigen und Verrat kommt sie doch noch einmal an die Macht, aber ihr Ende ist nahe. Verzweifelt sucht sie nach Rettung, nach Flucht vor dem Untergang: „A Horse! A Horse! My kingdom for a horse!“ Schliesslich trifft sie im direkten Kampf auf den Wähler und wird dabei getötet.
Wer mal ein Theater von innen gesehen hat oder zumindest Notabitur besitzt, wird wissen, dass es sich hier punktgenau um die Anwendung der Tragödie Richard III. auf die sPD handelt.
Kennzeichnend für die Tragödie: Der Held kann machen was er will, es geht immer Scheiße aus. Insofern ist es auch völlig egal, dass die sPD irgendwen zum Vorsitzenden gewählt hat. Sie hätte auch eine Kreuzung aus Mutter Theresa und Willy Brandt wählen können, es ändert nichts am Untergang. So stehen wir staunend und angeekelt am Spielfeldrand, um zu beobachten, wie das abgewirtschaftete alte sPD-Führungspersonal den neuen Vorsitzenden sofort nach alter Manier in den Rücken fällt und auf Fortsetzung der Koalition besteht, anstatt einfach mal die Fresse zu halten. Und die Gewerkschaften sind wie bei fast jeder Sauerei wieder munter dabei, im harmonischen Konzert mit dem Kapital.
Als ob das nicht schlimm genug wäre, noch die gruselige Auslosung für die BRD zur Fußball-Europameisterschaft, die schwerste Gruppe, mit Frankreich und Portugal. Das gibt für mich Null-Quote, wenn ich wie seit 1990 auf das frühe Ausscheiden der Ostgoten wette, dafür zahlen die Buchmacher nichts. Anders als bei der letzten WM, wo ich mit der Wette einen Urlaub finanziert habe.
Seit dem BRD-Gewinn der WM 1990, worauf ein Meer von Schwanzrotgoldenen Fahnen die Republik zudeckte und in Folge Ausländerheime angezündet wurden, als Nationalismus und Vorboten des Faschismus ihre grässliche Fratze zeigten, wette ich als Vaterlandsverräter und Kosmopolit konsequent gegen die Ostgoten, was mich summa sumarum einiges an Talern gekostet hat. Die Ostgoten sind auf dem Platz wie im Krieg, Panzergleich überrollen sie ihre Gegner und kämpfen bis zur letzten Patrone, haben aber im Fußball damit leider oft Erfolg.
Dann erreichte mich noch von einem meiner Korrespondenten dieses Foto

KDG, Graffiti am hiesigen Maschsee, mit dem Kürzel zeichne ich mitunter, wenn es flink gehen soll, auf WhatsApp zum Beispiel, sogar Dienstliches. Wenn sich das bei der Soko Graffiti rumspricht, krieg ich bestimmt mal ne Vorladung.
Und jetzt auch noch Bodenfrost und Advent.
Nichts wie weg hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.