01.07.2020 – Wäre ich eine Frau, wäre Drosten mein Sexgott


US-Vasall Gates Teufel. Verschwörungstheoretiker-Demo, neulich bei mir umme Ecke. Wenn ich mir nicht angewöhnt hätte, die Welt gemäß dem Wildeschen Diktum als Bühne zu sehen, das Geschehen in der Realität ergo als Inszenierung und die Agierenden als üble Schmierenkomödiantentruppe, würde ich jeden Tag bei jedem Schritt vor die Tür verrückt. Es ist ja mit diesen Hanswursten auch keinerlei Kommunikation möglich. Wenn ich solcher Aufzüge ansichtig werde, reicht es nur bei mir nur noch zu Anwürfen wie: „Geht lieber arbeiten, Ihr Penner! Ihr werdet doch alle aus Moskau bezahlt!“
Das hielt der gemeine Spießer Post-68 allen linken Demonstrantinnen entgegen, was besonders die Pekingtreuen Maoisten rasend machte. Charmant bin ich nur zu hübschen Demonstrantinnen, die besonders dämliche Plakate hochhalten, von denen (den Plakaten!) ich gerne erkennbare Fotos hätte, die sie mir dann entgegenhalten sollen. Die Damen sind auch meist willig, was ich aber nicht meiner Attraktivität und meinem Charme in Rechnung stelle, sondern dem ungebrochenen Sendungsbewusstsein der Damen.

Wie dämlich kann man sein, Christian Drosten anzumeiern.
Wäre ich eine Frau, wäre Drosten mein Sexgott: Attraktiv, überragender Intellekt, brillanter Vermittler, ruhig, aber selbstbewusst und auch selbstkritisch, ein Schuss Eitelkeit, der auf die eigene Erscheinung achten lässt, erfolgreich und bestimmt (Institutsdirektor an der Charité wird man nicht, wenn man sich nur nach Feierabend in seiner Männerselbsthilfegruppe mit Wattebäuschen bewirft) und dann diese rehartigen Augen. Also der Demonstrantin mit dem Schild oben bescheinige ich hiermit in Ferndiagnose pathologische erotische Wahrnehmung, neben ihrer Verschwörungs-Schwerstmeise. Wer den Augen von Drosten nicht wenigstens für eine Nacht trauen würde, …. aber lassen wir das. Über diesen Blogeintrag muss ich eh später in meiner Männerselbsthilfegruppe offen und angstfrei diskutieren, ich pack mir jetzt schon reichlich Wattebäusche ein.
Ernsthaft aber, und hier wird das vermeintlich Private politisch, sind solche Demos Ausdruck jener Meinungsfreiheit hierzulande, deren Verlust die Bekloppten und Bescheuerten fälschlicherweise immer wieder anklagen. Bei uns darf tatsächlich jede*r auch öffentlich jeden Mist und Unsinn verzapfen, solange er nicht gegen das Strafgesetz verstößt.
Ich bedauere das und würde solche Karnevalsumzüge am liebsten wegkärchern lassen, weil sie aus epidemiologischer Sicht lebensgefährlich sind. Nicht so sehr, weil dort das Corona-Virus verbreitet würde, viele tragen Masken, sondern das Virus der Irrationalität. Immer mehr Menschen lassen sich von der Abwesenheit von Vernunft anstecken, sei es aus Überforderung, Verzweiflung, Verdrängung, und das wird uns nach dem Partygeschehen des Sommers spätestens im Herbst und Winter verheerend auf die Seuchen-Füße fallen.
Oh, Angela, hilf uns in dieser Stunde der Not.
Und ich hoffe wie so oft auch dieses Mal wieder, dass ich mit meiner Dystopie sowas von unrecht habe und im Herbst alles gut ist, ein Impfstoff da ist und ich endlich, endlich mal wieder in den Süden kann, ans Meer, zum Lichte, zur Sonne.

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