07.01.2021 – Krisenbewältigung: Saufen, Vögel, Kotzen


Gestern die Pullen aus dem aktuellen Lockdown zum Container gebracht. Man trinkt doch das eine oder andere Glas mehr. Die Gurkengläser sind übrigens nicht von mir.
Habe Vogelfutter im Garten aufgehängt und betätige mich als Hobbyornithologe. Kann jetzt schon Bussard vom Buchfink unterscheiden. Die Seuche als Instrument der Weiterbildung. Bildung kann nie schaden. Nützen tut sie allerdings auch nicht groß, es sei denn, man bewirbt sich für ein TV-Quiz.
Angesichts der Tatsache, dass in den aktuellen Seuchen-Zahlen das Infektionsgeschehen von Weihnachten und Sylvester noch nicht eingepreist ist, das findet seinen Eingang in die Statistik erst ab Mitte Januar, bin ich mal gespannt, was da für Lockdown-Verschärfungen noch auf uns warten. Und wieviel Lockdowner es noch geben wird. Man tappt im Dunkeln. Ich komme mir im Moment vor wie in einem dunklen Tunnel, der mit zähem Schlick gefüllt ist. Man watet mühsam durch, es ist kein Ende abzusehen, kein Licht am Tunnel. Man weiß aus Erfahrung, kein Tunnel währet ewig, alles hat ein Ende und ein Tunnel sogar zwei – aber wie lang ist der? Und wie sieht es am Tunnel-Ausgang aus: Sonnenschein mit Strand oder Regen mit weiterem Schlick, nur ohne Tunnel?
Und als ob das nicht genug wäre, hört man hinter sich aus der Ferne ein unheilvolles Tuten – der Zug mit der nächsten Pandemie, von dem man keine Ahnung hat, wie groß und wie schnell er ist ….
Eine tolle Seuchen-Lockdown-Metapher. Ich sollte Wanderprediger werden. Was besser ist als Rattenfänger wie Armin-Paulus Hampel, seines Zeichens lupenreiner Faschist, für die AfD im Bundestag, der sich für seine Zwecke klebrig-braun an meine Arbeit ranwanzt. Dass wir in und vor Krisenzeiten leben, ist Thema meines Jobs, siehe hier. Der Hampel-Nazi referiert korrekt:„ ... Niedersachsens Landesarmutskonferenz warnt vor einer Verschärfung der Armut durch wirtschaftliche und kulturelle Lockdowns im Land. …. Um dann in purer Faschismus-Demagogie zu machen:
„Sie (die Armen, d. A.) dürfen sich nicht länger treiben lassen – und müssen jene aus den Ämtern jagen, die mit schwarzroter Inkompetenz, linker Ideologie und grünem Starrsinn eine Situation zu verantworten haben, die uns immer tiefer in den Ruin führt. Wenn Armut erst in jedem Haushalt sichtbar wird, wenn Leistungen wie Renten gekürzt werden und wenn unsere Innenstädte vollständig verödet sind, kann auch die pastorale Raute einer kinderlosen Frau nicht mehr darüber hinwegtäuschen, wie dramatisch es um Deutschland steht.“
„Aus den Ämtern jagen“, ein antidemokratischer Appell an den Mob, der in Mord und Totschlag enden kann, wie wir vor Stunden in Washington gesehen haben.
Die volle Verachtung weißer alter Männer bis hin zum Hass auf demokratische Institutionen, auf deren Normen und deren Vertreterinnen kommt in der niederträchtigen Formulierung „ … die pastorale Raute einer kinderlosen Frau … “ zum Tragen.
Da krieg ich schon am frühen Morgen das Kotzen.

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