20.02.2021 – Heinz Erhardt, Fips Asmussen, Mario Barth und Dieter Nuhr


Wer Visionen hat, sollte den Drogenkonsum reduzieren. Gegen Utopien hingegen ist nichts einzuwenden, gerade weil wir in einem dystopischen Zeitalter leben. Kurz vor der Postapokalypse. Lustig sind auch die Groucho Letters, Briefe von und an Groucho Marx, den Godfather des Humors.
Den Folgenden schrieb er an den Kollegen Eddie Cantor auf dessen Frage nach seinen größten Lachern. Das erwähnte Varietéstück dürfte aus den Dreißigern sein, einer Zeit, in der in Deutschland die Humormesslatte bei Heinz Rühmann lag, also extrem niedrig. Die Nazis trieben dann Deutschland all das aus, was Groucho und andere in den USA ausmachte: jüdischer Witz, geistreich, anarchisch, absurd, präzise.
„Wir“ hatten dann Heinz Erhardt, Fips Asmussen, Mario Barth und Dieter Nuhr. Vae victis.
Hier der Brief, die erwähnten Zeppo und Chico waren Brüder von Groucho:
„Lieber Eddie,
In Kürze (und schnell), die zwei größten Lacher, an die ich mich erinnern kann (außer meinen drei Heiraten), waren in einem Varietestück mit dem Titel »Wieder zu Hause«.
Bei dem einen kam Zeppo aus den Kulissen und verkündete: »Dad, der Müllmann ist da.« Ich antwortete: „Sag ihm, wir brauchen nichts.«
Bei dem anderen schüttelte Chico mir die Hand und sagte: »Ich würde Ihrer Frau gerne auf Wiedersehen sagen«
Und ich sagte: »Wer nicht?«
Paß auf Dich auf.
Grüße,
Groucho Marx“

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