29.08.2021 – Demnächst haben die Kommunisten das Sagen


Und dann werden sogar die Leerstellen zwischen den Wörtern zur Mangelware.
So ähnlich der anschwellende Bocksbeutelgesang in Teilen der Bürgerpresse angesichts einer sich abzeichnenden zumindest theoretischen Mehrheit für R2G. Ob mit derlei Volksfrontgebimmel noch ein paar Omas im Schwarzwald oder Fucking, Kissing und Petting in Panik zu versetzen sind, kann ich nicht beurteilen. Erstaunt hat mich das moralinsaure Andocken der obigen Kommunisten an Spießerparolen à la AfD. Der arbeitende Mensch. Kotz würg schrei jaul jammer. Als ob es neben Marx mit seinem Fetisch Arbeit nicht Leute wie Paul Lafargue gegeben hätte, mit seinem „Das Recht auf Faulheit“.
Das mit dem Sauftourismus finde ich auch ätzend. Wenn ich in den Einflugschneisen des hiesigen Partypöbels wohnen würde, der kotzend, kackend, kopulierend die nächtliche Öffentlichkeit des hiesigen Szenekiezes zu einer diskretionslosen Lärm-Terrorzone macht, hätte es schon diverse Blutbäder gegeben. Marx sei Dank wohne ich in einer Straße mit über 20.000 Autos pro Tag Durchgangsverkehr, ich hab meine Ruhe.
Aber warum müssen ausgerechnet Kommunist*innen (jedenfalls die fünf, die es in Hannover noch gibt) so auf diesem Fetisch „Arbeit“ rumreiten? Vermutlich, weil sie immer noch dem – bei aller Wertschätzung seiner Analysen – rassistischen und antisemitischen Vollpfosten St. Marx hinterhertrotten anstatt sich auf die Gedankenwelt des souveränen Freigeistes Paul Lafargue einzulassen. Mir waren Leute vom MSB Spartacus daher eher suspekt, obwohl sie im Zweifel richtiger lagen als der Rest der früheren Sekten (Falls zufällig jemand aus unserer damaligen AG (sic!) Stadtindianer den Blog liest, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen. Würd mich schon interessieren, was aus denen geworden ist. Baghwan-Jünger? Grünen-Abgeordnete? IT-Spezialisten?)
Wenn es neben Kollegen, Verwandten und Nachbarn noch eine Plage der Menschheit gibt, dann ist es der arbeitende Mensch. Ich habe eine Liste von zweihundert Inschriften für meinen zukünftigen Grabstein. Seit Gründung dieser Liste unter den Top Five ist „Er hatte die Arbeit nicht erfunden“.
Ich darf gar nicht daran denken, wie viele Tage, Monate, Jahre ich mir mit sinnreduzierter Arbeit versaut habe, nur um genug Taler im Beutel für ein paar Weinpullen zu haben. Was hätte aus mir alles werden können, gäbe es die Arbeit nicht! Grünen-Abgeordneter, Sektenguru, weltberühmter Blogger ….

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