13.05.2022 – Viel Lärm. Um Nichts?


So gesehen, sieht die Welt doch ganz passabel aus. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell sich unter der Sonne des Südens das Denken verflüchtigt. Was nicht an der Menge geistiger Getränke liegt. Beim Wandern trägt man grundsätzlich zwei Rucksäcke: einen mit Wasser, Proviant, Sonnencreme und einen mit Erinnerungen und Gedanken. Der Erste wird immer schwerer, obwohl das Wasser weniger wird, der Zweite wird immer leichter, obwohl ich mir gerne vornehme, im Akt des Schreitens für Klarheit im Hirn zu sorgen. Spätestens an der ersten steilen, sonnendurchglühten sich endlos hinziehenden Steigung erledigt sich das. Man besteht nur noch aus dem Pochen der Halsschlagader und Keuchen. Denken ist Luxus. Und wird überschätzt. Am Ende lande ich doch immer in einer Taverne und im Meer. Da ist Denken auch nicht der Sache förderlich. Lustiges gibt es auch. Ob man wirklich so einen Gesichtsausdruck hat, wenn man über die Klippen 200 Meter tief segelt?

Eigentlich wollte ich was über Lärm schreiben, siehe Überschrift. Aber irgendwie hab ich den Faden verloren. Macht nix. Wozu brauch ich hier Fäden.

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