30.05.2022 – Welches Urlaubsland ist im Video abgebildet?


1. Österreich 2. Paris 3. Burkina Faso.
Eine Hilfe gebe ich noch. Das zu erratende Land wird im Titel des Udo Jürgens Liedes „Griechischer Wein“ erwähnt. Und zwar zu Beginn des Titels! Außerdem sind die Tische in den griechischen Nationalfarben bepinselt. Wenn ich mir das für die BRD vorstelle, würde ich in einen Laden mit Möbeln in doitschen Nationalfarben eher einen Molli werfen als mich da rein zu setzen.
Woran man sieht, dass die Sonne des Südens einem schnell den Verstand weg dörrt. Man lässt eben auch einfach mal alle Viere gerade sein. Überhaupt ist das mit dem Reisen so eine Sache. Die Welt begreift nur, wer reist. Klimmzüge an der eigenen Stadtmauer produzieren geistige Schrebergärtnerinnen. Das ist ne Binse. Wenn ich mir allerdings die Vandalenmeldungen der letzten Zeit anhöre, wo Horden von Teutonen den Ballermann in Schutt und Asche legten oder gleich ihren barbarischen Vorfahren als Vergewaltiger unterwegs waren, würde ich das Reisen als Möglichkeit sozialen Lernens und neuer Erfahrungen doch von jenem unterscheiden, das von vielen Zeitgenossen scheinbar als Fortführung des Polenfeldzuges mit anderen Mitteln begriffen wird.
Ich will mich aber hier nicht allzu sehr bildungsbürgerlich über den Mob erheben, obwohl ich in solchen Fällen durchaus für die Anwendung des Schießbefehls plädieren würde. Das hört sich zynischer an, als es in der Rechtsrealität ist. Gemäß § 64 Abs. 1 Ziff. 1 PolG NRW (sowas regeln die Länder) dürfen Schusswaffen gegen Personen eingesetzt werden, um eine gegenwärtige Gefahr für Leib und Leben abzuwehren. Was bei fortgesetzter Brandstiftung und Vergewaltigung der Fall ist.
Fakt ist: Es ist so saukalt hier, dass ich die Heizung anhabe und beim Anblick obigen Videos, welches das in Bild gegossene Klischee schlechthin ist, sofort wieder den Trolley packen (man sagt nicht: Koffer packen. Niemand hat mehr Koffer) könnte, obwohl aus dem immer noch der Sand vom letzten Trip rieselt. Offensichtlich befindet sich auch in meinem eigentlich der kritischen Aufklärung zugeneigten Gemüt ein Scheunengroßes Einfallstor für Klischee, Ressentiment und Kitsch.

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