06.06.2022 – ATOMKRIEG? JA BITTE!


Mein Lieblingsaufkleber. Von 2011. Ich weiß nicht, wieweit kritische Ansätze dahinter stecken oder ob das bloß Provokation ist, eine Geschäftsidee, was auch immer. Der letzte Eintrag auf facebook ist von 2019. Dabei ist das Thema jetzt brisanter denn je. Zwei Nachrichten verdeutlichen, dass wir mit jedem Tag Krieg einem Einsatz von Atomwaffen näher rücken, und damit einem möglichen Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen. „Großbritannien bewaffnet Ukraine mit Langstreckenraketen“ und „Marschflugkörper in »kritisch niedriger Höhe« über Atomkraftwerk“
Irgendein Zusammenspiel von Planung, Zufall, Irrsinn kann irgendwann irgendjemanden auf irgendeinen Knopf drücken lassen, einer kleinen Atomrakete, die automatisch eine Wolke von großen und vielen Atomraketen auslösen kann. Kann. Muss nicht. Aber wie das mit einem Kochtopf so ist, in dem kontinuierlich die Temperatur erhöht wird, irgendwann …
Die Freiheit lässt laut diversen Reporterinnen, die allesamt vom Virus des Bellizismus befallen scheinen, die „Ukraine“, (alle Ukrainer*innen?) kämpfen bis zur letzten Patrone. Was für eine Freiheit konkret das sein soll, die wichtiger als das Leben ist, darüber schweigt sich alle Welt aus. Meinungsfreiheit? Reisefreiheit? Freier Handel? Freie Fahrt für freie Bürger? Die Freiheit, als Obdachlose unter Brücken zu schlafen…? Kunstfreiheit?
Ich würde gerne das Motiv oben in Berlin auf eine große Plakatleinwand kleben lassen. Abgewandelt, mir gefällt die Smiley Anmutung da nicht. Wenn schon, dann durchziehen.
Auf die Reaktionen wäre ich gespannt. Ob schon bei dieser Provokation die Kunstfreiheit ihre Grenze findet? Sei es, dass Werbeagenturen sich weigern, das umzusetzen oder Senatsbehörden einschreiten wegen, ja … wegen was? Erregung öffentlichen Ärgernisses?
Die künstlerische Strategie, die hinter dieser situationistischen Idee steckt, heißt Kommunikationsguerilla und sie fußt auf der simplen Idee: „Ist die beste Subversion nicht die, Codes zu entstellen, statt sie zu zerstören?“
Das wäre mit Abstand meine teuerste künstlerische Intervention, aber sie wäre es mir wert. Aus ästhetischer Sicht. Was für ein Bild.
Und weil ich notorischer Rechthaber bin. Ich würde dann mit einem T-Shirt mit diesem Aufdruck durch Berlin flanieren und jedem erzählen: „Ich hab’s doch gleich gesagt“, wenn er sich über uns wölbt:
Der Atompils.
Prost.

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