07.09.2016 – Freibier zur Kommunalwahl

Die Künstlervereinigung SCHUPPEN 68 inszeniert zur Kommunalwahl in Niedersachsen am 11.09.2016 eine Intervention: Vor dem Wahllokal Humboldtschule, Ricklinger Str. 95, 30449 Hannover Linden-Süd, stellt die Künstlervereinigung SCHUPPEN 68 eine Kiste Bier auf, aus der sich alle, die nicht AfD wählen, ein Freibier nehmen können. An der Kiste kleben echte Fünf-Euro-Scheine, die mit echten Gedanken zur AfD beschriftet sind. Jeder Schein ist als Unikat ein Kunstwerk und kann von Kunstliebhabern mitgenommen werden. Hier die PM: PM SCHUPPEN 68 Freibier zur Kommunalwahl
Freibier zur Kommunalwahl
Freibier zur Kommunalwahl. (Die „Bild“ berichtete schon. Nicht nur der Kalk in meinen Knochen bröselt, auch alte Feindbilder …)
Die AfD ist für mich eine intellektuelle, ethische und ästhetische Beleidigung. An so was mache ich mir argumentativ nur dienstlich, da muss ich, die Finger schmutzig. Als zoon politikon und Künstler habe ich da andere Mittel. Mit Aufklärung und Argumenten, mit reiner Ratio allein ist dieser Partei nicht beizukommen. Insofern ist die Strategie der demokratischen Parteien, ihre Politik den Wählerinnen besser erklären zu wollen, hilflos und gescheitert. Das klappt seit Jahren nicht und was für ein Armutszeugnis ist das für die Parteien! Zu blöd, um die eigene Politik zu erklären? Dann sollte ich ehrlicherweise mein Geschäftsmodell einstellen.
Demokratie muss sich auch inszenieren, muss an Emotionen andocken, Bilder und Erzählungen erzeugen, die mehr bewirken als die Einsicht in das Argument und die Erkenntnis des eigenen Interesses. Die Intervention „Freibier zur Kommunalwahl“ ist ein kreativer Versuch, mit Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung eine kleine Erzählung zu inszenieren. Ein flüchtiges Bild für einen Tag in der Stadtöffentlichkeit sagt vielleicht mehr als 10 dauererigierte moralische Mittelfinger.
Die Aktion macht Spaß. Doch, ich habe durchaus geschmunzelt bei der PM, bei Sätzen wie „Jeder Schein ist als Unikat ein Kunstwerk und kann von Kunstliebhabern mitgenommen werden.“ Das ist einerseits zum reinen Ablachen, aber da steckt auf einer Metaebene jede Menge Kritik am aktuellen Kunstbetrieb drin. Wie überhaupt eine gelungene SCHUPPEN 68 Aktion sich immer auszeichnet durch einerseits derbe Politanarcho-Elemente à la Marx Brothers, an ihnen aber andererseits sich komplette Theoriestränge einer fortschrittlichen Ästhetik entfalten eines Sergej Tretjakov, oder Walter Benjamin. Aber keine Angst, liebe Leserinnen: Es ist völlig ok, wenn Sie nur Lachen.
Und mich toll finden. Schließlich ist es eine der größten Sauereien der Postmoderne, dass ich nicht den Rang eines Erwin Wurm oder von Fischli & Weiss besitze. Na ja, immerhin lebe ich wenigstens noch.
Allen einen charmanten Restsommer.

2 Gedanken zu „07.09.2016 – Freibier zur Kommunalwahl

  1. alles gute

    Danke,
    aber ICH BEZAHLE mir ein Bier selbst, wenn ICH es irgendwann dann doch haben will ,
    WEIL Bier ist für Populisten, Linksradikale.
    ICH trinke lieber WEIN ,
    ich brauche keine Demagogen, POPULISTEN DIE EINEM ALKOHOLIKER FREIBIER-BIER AUSSCHENKEN , um Wähler zu requirieren,
    ICH WÄHLE DIE ICH WILL, OHNE FREIBIER FÜR Ihren PÖBEL, Ihr Pack, den braunen Sumpf, die braune Suppe, sondern ich wähle die für deutsche Interessen einzigen KÜNFTIGEN Vertreter DEUTSCHLANDS.

    EINE FRAGE BITTE, wer sind SIE überhaupt???

    HABEN SIE SCHON ETWAS VON DEMOKRATIE, VON EINEM FRIEDLICHEN ZUSAMMENLEBEN DER GESELLSCHAFT GEHÖRT?? VON EINER ZUSAMMENGEWACHSENEN GESELLSCHAFT MIT EINER GEMEINSAMEN KULTUR, TRADITION, GLAUBEN gehört?

    WENN NICHT, wo haben Sie Ihre Schulbildung und Ihr Elternhaus genossen?
    WURDEN SIE ENTWURZELT? WARUM– WIESO– WESHALB???

    ICH WÜNSCHE IHNEN ALLES GUTE UND KEINEN IRRGLAUBEN FÜR EINEN UNTERGANG
    MFG

  2. Bernd

    Die geistige Inferiorität der Künstlervereinigung SCHUPPEN 68 kompensiert erfolgreich ihre zeitgeistige Überlegenheit – denn nur noch im Vollrausch lassen sich die Blockparteien noch wählen.

    Neues Staatsziel: Verdummung aus Gründen der Humanität.

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