
Ich wohne in einem Hafenviertel, siehe dazu auch den letzten Blog-Eintrag, Hamburg Hafencity. Hafenviertel ist eine Zuschreibung, die selbst dem seefahrendsten Einheimischen des hiesigen Kiezes nur schwer über die Lippen käme. Es ist aber irgendwie so. Am Ende meiner Straße beginnt ein Hafen, der Lindener Hafen. Mit offensichtlich mindestens 3 Kränen.

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1, 2, 3.
Hier verkehrt am Tag ein Schiff, mit dem Rad hat man das Areal in einer halben Stunde umfahren und eine Hafenschänke gibt es hier auch nicht. Und trotzdem kriege ich ein komisches Gefühl, wenn ich hier ab und zu nach dem Gang der Dinge schaue. Häfen faszinieren mich grundsätzlich, den Hamburger Hafen finde ich überwältigend. Den Anblick bei den Landungsbrücken auf das Hafenpanorama können selbst eine Milliarde Touris um mich herum mir nicht vermiesen. Mich packt da nicht so sehr das Fernweh, mit einer Schiffsreise kann man mich jagen. Viel zu lahm. Es sind wohl die tausend ungesungenen Geschichten, die einen direkt, unverhüllt an Häfen anprallen, und deren Ausstrahlung bis in die Stadt hinein. Ein Hafen prägt halt seine Umgebung. Bei mir in der Hafencity 2 ist das jetzt nur sehr indirekt der Fall. Ganz früher gab es bei mir schräg gegenüber sogar noch eine Hafenschänke. Ich wollte immer mal rein. Zu spät. Irgendwann war sie zu, jetzt ist eine Shisha Bar drin. Gutes Beispiel dafür, dass man im Leben Dinge nicht aufschieben sollte. Einfach machen. Gleich.
Überraschungen lauern in jeder Stadt.

Magdeburg, in Bahnhofsnähe Bauten, die an den sozialistischen Klassizismus Stil der vormaligen Stalinallee, jetzt Karl Marx Allee, in Berlin erinnern. Ich war überrascht, ich mag diesen Baustil, und hatte sowas in Magdeburg nicht erwartet. Städte wie Magdeburg animieren mich eher nicht zum Verweilen. Nach getaner Arbeit nehme ich in solchen Locations normalerweise den nächstbesten Zug und ab nach Hause. Hier hätte man verweilen können.
Nun denn, Berlin wartet. Das ist dann doch trotz aller Hafenfaszination für mich immer noch die Krönung des Metropolenwesens.
Ich entschuldige mich aufrichtig für diesen Kommentar! Aber ich teste einige Software zum Ruhm unseres Landes und ihr positives Ergebnis wird dazu beitragen, die Beziehungen Deutschlands im globalen Internet zu stärken. Ich möchte mich noch einmal aufrichtig entschuldigen und liebe Grüße 🙂