31.07.2017 – DAS nehme ich persönlich

Mein Stammplatz seit 20 Jahren
Mein Stammplatz am Kiesteich. Seit 20 Jahren.
Und nun macht sich das Hochwasser da breit. DAS nehme ich persönlich. Jetzt muss ich zum Schwimmen woanders hin. Ich hasse Änderungen meiner Alltagsroutine. Ansonsten geht mir das Hochwasser-Gejammere am Arsch lang. Das kommt bei unserer Produktionsweise eben raus, deren Fetisch immer noch das BIP ist, eine Wachstumsorientierte und Klimazerstörende Größe. Ich bin kein Öko, aber dass solche Standards eher an ein Kleinkind erinnern, das vor einem herannahenden Auto die Augen verschließt und glaubt, die Gefahr sei nicht da, leuchtet sogar mir ein. Klassischer Fall von gesamtgesellschaftlicher Regression. Dazu passt, dass die Betroffenen, deren Keller nass geworden sind, ein Gezeter anstimmen, als ob Mutti ihnen die Rassel weggenommen hätte. Und schlimmstenfalls beschimpfen und beklauen sie noch die Rettungskräfte, die ihnen helfen. Wie sagte doch Friedrich Hölderlin über die Deutschen so treffend: Barbaren von Alters her.
Ich will hier ja nicht dauernd den Oswald Spengler für Notabiturienten und Postmarxisten geben, daher wieder die Frage: Und wo bleibt das Positive? Hier: BIP erinnert an RIP und das ist doch mal ‚ne lustige Volte der Geschichte. Lustig ist immer positiv. Wie das hier:
Bild (1)
Jugendsünden: DDR Fahne, Marihuana ähnliche Pflanze, SCHUPPEN 68 Kassenhaus und ein Sonnenschirm aus dem Gruselkabinett.
Alles verjährt. Die Jugend darf ruhig mal über die Stränge schlagen. Dass aber die heutige Jugend nichts taugt ist seit Sokratischen Zeiten bekannt. Glauben immer, sie hätten das Rad und das Feuer erfunden. Lieblingsbeschäftigung von Hiphoppern und ähnlichem Diebesgesindel ist ja das Sampeln und weil ihnen sonst nichts weiter einfällt, packen sie die Samples in Loops. Und weil ihnen eigentlich überhaupt nichts einfällt, beklauen sie die Musikgeschichte von vorne bis hinten (= samplen) und erzählen ihren Kumpels dann: „Ey, geil, Digga, hör Dir ma die krassen Beats an, die ich erfunden habe.“
Es war aber alles schon mal da. Der bekannteste Break im Hiphop basiert auf dem der Band „Mountain“, vom Schlagzeuger Corky Laing, von 1969, den man hier in einem sauber geschnittenen Loop hören kann .
So hört sich das im Ganzen an, die Version ist aber nicht aus Woodstock, anders als bei Youtube behauptet. Arbeitet denn außer mir niemand mehr exakt? Wobei: ich habe eben noch mal den Jugendsünden-Bildnachweis verifiziert. Also die 20 resp. 30 hatte ich da schon deutlich überschritten. Sehr deutlich…. ooops.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *