04.02.2018 – Einfach mal die Fresse halten und zuhören.

160201Lindenspiegel - Verhüllungsaktion Rohani Besuch
Aus Lindenspiegel 02/2016.
Eigentlich wollte ich mich zur #MeToo Debatte nicht äußern. Es gibt zu viele Männer, die entsetzlich dummes Zeug dazu absondern, und eine kluge Frau hat in dem Zusammenhang mal gesagt: Einfach mal die Fresse halten und zuhören. Und das mach dann ich dann mal.
Außerdem bin ich auf dem Gebiet des Geschlechterverhältnisses nicht so der Experte wie beispielsweise in Sachen Politik und Kultur oder gar in der Schnittmenge der Beiden. Darunter fällt allerdings die Diskussion um die vorübergehende Abhängung des Bildes „Hylas und die Nymphen“ in der Manchester Art Gallery durch die Kuratorin Clare Gannaway.
Und da sach ich dann doch mal was zu.
Ziel der temporären Abhängung: eine Diskussion anzuregen über unser „Frauenbild“, das auch durch Präsentation in Museen geprägt wird. Kein Bild steht nur für sich, der Sinngehalt von Bildern wird immer auch geprägt durch den Zusammenhang, in dem es steht, oder auch hängt. Nichts schärft den Blick, und damit den Verstand, mehr als das irritierte Betrachten einer Leerstelle, wo vorher Gewohntes war.
Insofern ist diese Aktion auf mehreren Ebenen eine überaus gelungene, intelligente und nach Maßgabe professioneller Öffentlichkeitsarbeit außerordentlich erfolgreiche künstlerische Intervention. Details dazu hier.
Wenn aber eine intelligente Frau erfolgreich ist, können 99 Volltrottel vor lauter Erregung die Tinte nicht halten, respektive das Maul, und sondern so viel Schrott ab, dass man vor lauter Peinlichkeit sich stante pede einer Geschlechtsumwandlung unterziehen möchte.
Den Höhepunkt bildet und hatte vermutlich auch ein gewisser Rupert Maas, Galerist aus London, dessen Zensur-Erregung sich dahingehend ergoss:
„Das ist der neue Faschismus“.
Auf den Restmüll, den der famose Galerist absondert, gehe ich nicht näher ein, der Mann ist einfach nicht satisfaktionsfähig.
Man darf nun gespannt sein auf den neuen Faschismus, der von Manchester ausgeht, ins Leben gerufen von den FEFAPA, der Feminin-Faschistischen Partei um die neue Adolfine Hitler Britanniens, Clare Gannaway. Wann werden in Manchester die ersten Künstler verfolgt, gefoltert, in Konzentrationslager verschleppt und umgebracht? Erst holen sie die Künstler ab.
Und dann die Galeristen. (Ja, bitte!)
Es ist seit Jahrtausenden die immer gleiche Leier: Wenn einem die Argumente ausgehen, holt man die Faschismus-Keule raus und prügelt auf alles ein, was bei drei nicht auf dem Bürger-Baum ist.
Und die Kommentare zum Tagesschau-Artikel oben sind auch eher zum Weinen. Kant hat gesagt:
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Warum hält sich in der Kommentarrubrik keiner daran?
Beispielhaft dagegen für einen reflektierten Umgang mit dem Begriff „Zensur“ steht die famose SCHUPPEN 68 Aktion, die oben geschildert ist.
Das musste mal gesagt werden. Ab jetzt gilt auch wieder für mich:
Einfach mal die Fresse halten und zuhören.

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