06.02.2018 – Eine Massenversammlung schwuler Kiffer.

gott-ist-tot
Nietzsche hatte recht: Gott ist tot. Er hat ein biblisches Alter erreicht. Und sein Name war Günter.
Bei der Aufzählung des engsten Familienkreises vermisse ich allerdings Jesus, Maria und Joseph, die wahrscheinlich aber auf Wohnungssuche waren und somit entschuldigt sind. Heutzutage würde Jesus die Massen übrigens nicht mehr mit der wundersamen Brotvermehrung beeindrucken – auch wenn irgendwelche verpeilten Gewerkschaftsbonzen immer noch jeden 1. Mai im Vollsuff was von „Wir müssen die Menschen wieder in Lohn und Brot bringen“ krakeelen – sondern mit einer wundersamen Wohnraumvermehrung, in, sagen wir mal, Kreuzberg.
Im Johannesevangelium heißt es zur Brotvermehrung:
Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer.“
Aha. Nicht eine Frau dabei und jede Menge Marihuana, also eine Massenversammlung schwuler Kiffer. Der Typ zog ja auch mit einer Apostelgang durchs Land. Das möchte ich mir lieber nicht vorstellen, meine Phantasien sind da eher bei Maria Magdalena, einer biblischen Sünderin, also jemand, die es ordentlich krachen ließ.
Was mich aber in tiefe Besorgnis bei obiger Anzeige stürzte, ist die Tatsache, dass sich Satanas in die Familie Gottes eingeschlichen hat: Carolin Schlange. Die Schlange ist das Böse, ist Satan. Das wissen wir seit der Geschichte mit dem Paradies, es war die Schlange, die Adam und Eva überredete, vom verbotenen Baum der Erkenntnis zu essen, woraufhin Eva prompt rallig wurde, Adam verführte und den Rest kennen wir: Sie wurden aus dem Paradies vertrieben und mussten im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot verdienen. So kam die Arbeit in der Welt und die Klasse der prekären Selbstständigen. Vom Kapital ist da nämlich nirgendwo die Rede und es fragt sich aus christlicher Sinn, was soll der heutige Blödsinn mit Unternehmern, Kapital und Ausbeutung.
Die teuflische Carolin Schlange wurde übrigens von Lou Reed in seinem kranken Meisterwerk „Berlin“ mit dem Song „Caroline“ gewürdigt, er nannte sie „she’s my Germanic Queen“, was ich frei übersetzen würde mit „sie ist mein doitscher Satansbraten“. Das Lied können Sie hier hören. Achten Sie nicht auf die Texte des Albums, da kommen Sie ganz übel drauf. Achten Sie auf den schwer muskulös-maskulinen Bass von Jack Bruce. Der ist bar jeder Funk-Phrasen (ich stehe auf Funk, aber nicht in einem Song, der einem jeden Gedanken an die Himmelsmacht der Liebe austreibt) einfach göttlich.
christo revisited
Weniger göttlich ist die Tatsache, dass ich angesichts übler Nachtfröste im Garten den Christo, ohne Jeso, geben und meinen Korfu-Olivenbaum verhüllen musste.
Oh Frau, lass Frühling werden.
Jetzt wissen Sie, liebe Leserinnen, was in einem Blog rauskommt, wenn jemand vor seinem Bildschirm sitzt und absolut keinen Bock auf Arbeit hat.

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