Die NETZ – Niedersächsische Teilhabe-Zeitung Nr. 5 ist da!

Foto---Cynthia-Rühmekorf
Ein Thema: Altersarmut (Foto: Cynthia Rühmekorf)
Zentrales Thema der NETZ: Armut und Ausgrenzung in Niedersachsen. Hier die komplette NETZ Nr. 5
Viele Beiträge sind von engagierten Betroffenen und deren Initiativen. Die NETZ ist ihr Organ. Sie soll bei Verbänden, in der Politik und Öffentlichkeit das Bewusstsein für eine nachhaltige Bekämpfung von Armut fördern. Die NETZ erscheint in unregelmäßigen Abständen seit 2014. Sie wird kostenfrei an Verbände, Parteien, Jobcenter, Bürgerämter, Betroffene in ganz Niedersachsen verteilt. Die LAK ist Mitherausgeberin der NETZ, die von den LAK Mitgliedern Caritas, Diakonie, Paritätischem und der LAG Freie Wohlfahrt finanziert wird. Die kostenlose Druckausgabe geht in den nächsten Tagen in den Vertrieb.
Themen unter anderem:
Reichtum. Macht. Armut.
Regelsätze Hartz IV.
Wohnen ist ein Menschenrecht.
Bedingungsloses Grundeinkommen.
Betroffenenbeteiligung.
Projekte, Termine, Infos.
Und Kultur. Auszug aus dem Gedicht „Umverteilen!“ von Hermann Sievers
„…
Und damit es auch der Letzte kapiert,
wird hier am Schluss klar konstatiert:
Es geht nicht um Neid,
es geht um Gerechtigkeit!“

Ich hab in meinem Leben viele Projekte gemacht, aber die NETZ ist das, wo mit am meisten Arbeit drinsteckt. Es ist mir deshalb auch eins der liebsten, weil es beinhart antizyklisch ist. Im Zeitalter von Digitalisierung und Zeitungssterben ein Papierprodukt auf den Markt zu bringen und zu glauben, dass es auf Akzeptanz stößt (was es tut, die Auflage ist blitzschnell vergriffen), das zeugt von gesundem Optimismus. Außerdem kriege ich als Mitherausgeber und presserechtlich Verantwortlicher im Zweifel die Prügel ab und das schätze ich ganz besonders, mich dann als Rebell und Märtyrer inszenieren zu können, der postwendend zum Gegenangriff übergeht.
Natürlich ist das Projekt auch inhaltlich sinnvoll, nützlich, einmalig, integrativ, alles, was Sie an demokratischem Schneckenfortschritt wollen. Aber: Ich handele definitiv nicht nur nach intrinsischen Motiven. Durch das schlichte Kleid meines sozialen Engagements blitzt durchaus das güldene Gewand der Eitelkeit hervor.
Und ich kann nur hoffen, dass ich in diesem Leben keine große Erbschaft mache oder im Lotto ein paar Millionen gewinne. Ich möchte nicht, dass meine lautere Gesinnung in Sachen „Umverteilung“ auf die Probe gestellt wird, gemäß der alten Weisheit:
Das Herz schlägt links, das Portemonaie sitzt rechts.

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