17.04.2018 – Ich bin auf dem Kriegspfad

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Plakat Kioskprojekt SCHUPPEN 68 – 2013.
Die Hannoversche Allgemeine HAZ stellt aktuell ein Kioskprojekt vor, um die Bewerbung Hannovers als Kulturhauptstadt zu befördern . Bei dem Projekt soll es an ausgewählten Kiosken Lesungen und Musik geben, die Stadt-Geschichte Hannovers soll an dieser urhannöverschen Institution, dem Kiosk, widergespiegelt werden, Stichworte wie Migration und Gentrifizierung fallen dabei.
Ich suchte beim Lesen des Artikels ebenso verzweifelt wie vergeblich nach dem geistigen Urheber dieses Projektes, dem SCHUPPEN 68. Das Konzept der HAZ ist bis ins wörtliche Detail vom Konzept des SCHUPPEN 68 abgekupfert, ohne Quellenangabe. Das ist ein Plagiat, wie es im Buche steht, und zwar im Strafgesetzbuch.
Ich habe mich meinem Naturell entsprechend umgehend auf den Kriegspfad begeben. Ich habe nach Erscheinen des ersten Artikels zum Projekt am 16.04.2018 sofort die HAZ detailliert informiert.
Der Duktus meiner Mail war launig, mit heiter-satirischen Einsprengseln, und auf Kooperation und Kompromiss ausgerichtet. Ich kann mich über eine grundsätzlich wohlwollende Berichterstattung der HAZ über meine Projekte nicht beklagen und hege einigen Redakteur*innen gegenüber durchaus freundliche Gefühle, die haben kapiert, worum es mir geht. Was soll ich also gleich im ersten Aufschlag die Krawall-Keule rauskramen?
Aber es gibt eine rote Linie: geistiges Eigentum und Schutz des Urheberrechtes sind heilige Kühe. Wer die via Plagiat antastet, befindet sich mit mir im Krieg.
Und in der Mail habe ich für den, der Texte lesen kann, die Werkzeuge gezeigt. Zitat aus meiner Mail an den zuständigen Redakteur:
„Über die im Promillebereich angesiedelten Chancen, in einem Plagiatsprozess zu obsiegen, klärt Sie gerne der Justitiar Ihres Hauses auf.“ ….
Jetzt warte ich auf eine in Form und Inhalt angemessene Würdigung der geistigen Urheberschaft. Natürlich habe ich auch die Variante einer Zahlung von Schweigegeld durch die HAZ angesprochen. Aber, Zitat:
„… Aussichtslos bei unseren extrem hohen ethischen Standards, die uns die Annahme von Schmiergeld nur ab sechsstelligen Summen erlauben.“
Die Quellen im Internet zur geistigen Urheberschaft des SCHUPPEN 68 dazu sind ebenso so zahlreich, wie die Zeugen dazu. Hier ein besonders launiges Beispiel von 2011.
Darüber hinaus war die HAZ durch meine regelmäßigen PMs über das Projekt informiert und hat selber in ihren eigenen Verlagsorganen darüber berichtet.
130807Wochenblatt Kunst am Kiosk
Wochenblatt, 07.08.2013, über das Kioskprojekt. Das Wochenblatt erscheint im gleichen Verlag wie die HAZ.
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Der Urknall des Kioskprojektes fand übrigens 1992 statt (Quelle: Stadtmagazin SCHÄDELSPALTER)
Und überflüssig zu erwähnen, dass unsere Konzeption um Längen origineller, kreativer und kritischer war als alles, was man vom HAZ Plagiat bisher las. Wie sagte doch schon Goethe über Epigonen:
„Weh dir, dass du ein Enkel bist!“

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