09.08.2018 – Intervention: SCHUPPEN 68 füllt das Sommerloch mit Nichts


Die HAZ berichtet heute, unsere PM im O-Ton zitierend. Schön, weil man sich irgendwie verstanden fühlt. Hier als Bonusmaterial für treue Leserinnen die komplette PM SCHUPPEN 68 füllt Sommerloch mit Nichts_V1….

NICHTS. (Entwurf, Ausführung & Copyright: design@in-fluenz.de & H. Sievers)
Und wenn Sie mich während der Verkaufsaktion ansprechen, verspreche ich Ihnen eine besondere Aufmerksamkeit.
Angesichts solcher Artikel beschleichen mich manchmal Zweifel, ob mein Weg, der kein leichter war (wer denkt sich bloss solche Zeilen aus?), der richtige war. Ich bin für sicher ein gottverdammtes Marketinggenie. Vor Geld gibt es in unserer heutigen Mediengesellschaft eine Münze, die alles überstrahlt und zählt: Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist der Hebel zu Ruhm und Reichtum schlechthin und diesen Hebel setzen Sie durch Marketing in Bewegung.
Andere machen aus Scheiße Geld, das ist aber harte Arbeit. Ich mache aus Nichts das, was Geld toppt, nämlich mediale Aufmerksamkeit.
Die Sache hat nur einen Haken: Alle Marketing Genialität hat mir zumindest auf dem hier skizzierten Sektor noch nie auch nur einen roten Heller eingebracht (siehe auch der einzige Witze-Verleih der Welt, etc. pp.) Wäre ich nicht schon lange Millionär, hätte ich meine Fähigkeiten in der Werbe- oder Scheisshaus-Branche zum Beispiel eingesetzt?
Andererseits schleichen sich obige Zweifel immer sehr schnell wieder. Es muss auch Bereiche geben, die jenseits von Geld, Leistung, Wettbewerb liegen, Bereiche der reinen Freude, des immateriellen Luxus, der Ästhetik eines transzendenten und autonomen Kunstwerkes, zumal dann, wenn man es selbst geschaffen hat. Und letzteres funktioniert heutzutage nur in der medialen Dialektik. Der Medientheoretiker Marshall McLuhan hat mal gesagt (zumindest hoffe ich, dass er das gesagt hat): ein Ereignis, das nicht in Medien stattgefunden hat, hat überhaupt nicht stattgefunden. Das gilt natürlich auch für Kunst & Künstler. Die Frage: was ist Kunst? oder: Wer ist Künstler? beantwortet sich im 21. Jahrhundert von selbst. Die Zuschreibung durch die Medien definiert das Kunstwerk und benennt den Status „Künstler.“
„Oooch, finn ich aba Scheisse!“ sagen Sie jetzt?
Ich sage ja nicht, dass das gut so ist. Ich sage nur, dass es so ist.
Wir sehen uns.

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