11.08.2018 – Was ist Nichts?


Aufsteller für Nichts.
Nichts macht mehr Arbeit im Moment als Nichts. Bei der Arbeit an der Campagne zu Nichts fließt der Schweiß der Edlen im SCHUPPEN 68, die Designabteilung ist ebenso eingebunden wie der Vertrieb, teils muss externes Knowhow eingekauft werden, bei der Anmeldung von „Nichts®“ als Marke ist juristischer Fachverstand gefragt, die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit ist rund um die Uhr damit beschäftigt, die Medienanfragen- und Berichte zu sichten und zu koordinieren, wie diesen hier:

Neue Presse, 10.08.2018.
Der einzige Unterschied zu Projekten beispielsweise für Landesarmutskonferenz ist: Ich muss mich nicht auf diesen elenden Pfad der Fördermittelbeantragung und – Verwaltung begeben. Nichts wird privatwirtschaftlich finanziert, allerdings fließt auch der RoI komplett in Taschen der Verantwortlichen. RoI ist zwar königlich, entstammt aber einer wichtigeren Sprache als Französisch, es entstammt dem Ökonomischen, heißt nicht „König“, sondern ist die Abkürzung für „Return on Investment“, also Anlagerendite. Die Analogie zu „König“ stimmt insofern, als RoI die Königsformel des Kapitalismus ist. Ohne eine in Aussicht stehende Kapitalrendite investiert kein Kapitalist der Welt in irgendetwas und je nach Höhe der Rendite ist er bereit, jedes Risiko, auch bei Strafe des eigenen Untergangs, einzugehen. Wie der RoI bei Nichts ist, lässt sich erst nach Abschluss unserer Campagne sagen.
Eine exclusive Vorab-Info hier für Sie, liebe Leserinnen: Die Campagne steht noch nicht in allen Details fest, aber es ist festgelegt, dass nach dem Gebiet der Ökonomie beim aktuellen Kick-Off als nächstes die Sphären der Kunst und der Politik mittels Interventionen auf die Funktion und Bedeutung von Nichts in ihren Bereichen untersucht werden.
Der erste Schritt dahin findet am 01. und 02.09.2018 statt im Rahmen von Zinnober, einem hannöverschen Event, bei dem Zuschauerinnen Künstlern dabei zusehen können, wie sie sich betrinken.
Nichts wird präsentiert bei den LindenerKunstWerke AG, Badenstedter Straße 48, 30453 Hannover.
Wie schwierig eine fundierte Auseinandersetzung mit Nichts ist, zeigt die Tatsache, dass die Philosophie bis heute nicht definieren kann, was Nichts ist. Hier sei nur an die Auseinandersetzung von Heidegger („Das Nichts nichtet“), Carnap und Max Horkheimer erinnert.
Bei der Auseinandersetzung kam wie erwartet Nichts rum, außer dass Adorno hinterher seinen bekannten Spruch zu seinem WG-Kumpel Horkheimer machte:
„Max, Du brauchst den HorkEimer heute nicht runter zu bringen, ist Nichts drin.“
Mit dem Nichts in der Politik wird es dann ab Winter 2018/19 völlig kompliziert.
Bleiben Sie drin, liebe Leserinnen, es lohnt sich!

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