08.09.2018 – Ich, Johann Wolfgang und im Hintergrund die Commerzbank


Firmensitz von PricewaterhouseCoopers PwC in Frankfurt.
PwC ist eine, Steuerberatungsgesellschaft genannte, verbrecherische Vereinigung, die im Verein mit anderen Unternehmensberatungen und Beteiligungsgesellschaften für wesentlich mehr Not und Elend in der Welt verantwortlich sind als alle Mafiaclans zusammen. Was für groteske Ausmaße die kriminellen Aktivitäten solcher Gangs annehmen, zeigt allein der Skandal um einen „Buchungsfehler“ in Höhe von 55 Mrd. Euro bei PwC, ein Skandal, den keiner kennt, bei dem es zu keinem Urteil kommt und kein Verantwortlicher jemals zur Rechenschaft gezogen wird. Für solche „Fehler“ kommt der Steuerzahler auf, das Geld fehlt dann in Schulen, Krankenhäusern, Obdachlosenunterkünften. Während danach keine Henne kräht, wird exzessiv in Medien breitgetreten, wenn ein Hartz IV Bezieher schwarz nebenbei ein paar Euro verdient.
Zu den oben genannten Gangs gehören natürlich auch Banken wie JP Morgans, die durch betrügerische Machenschaften in Griechenland mit verantwortlich dafür sind, dass dort für Jahrzehnte Massenarmut und Elend herrschen, solche Gangs treiben komplette Volkswirtschaften wie Argentinien oder in Südostasien in den Ruin. Das lässt sich elend lange fortführen, interessiert aber kaum eine Sau. Der Mob hierzulande ist bis in die letzte Zelle und Hirnwindung infiziert mit neoliberalem Ökonomiewahnsinn, jeder seine eigene Ich AG, die nach permanenter Selbstoptimierung schreit: „Chakka, ich bin gut. Ich liebe mich. Ich bin gierig. Ich kann alles schaffen und viel Geld ist mein Gott.“
Wer sollte da PwC seine kleinen kollaterativen Schweinerein verübeln.
Und so stand ich also gestern in Frankfurt staunend vor diesen Himmelsstürmern, fast wurde mir schwindelig und ich kam mir klein und hilflos vor. Ich finde dieses für Europa nahezu einzigartige Wolkenkratzerensemble faszinierend und wann immer ich in Frankfurt bin, spaziere ich da durch. Natürlich ist es eine Faszination des Grusels, aber auch des Staunens vor dem, was Menschen und der Kapitalismus schaffen können. Toll. Und tödlich. Natürlich wird einem auch die Sinnlosigkeit von Widerstand in der jetzigen Situation klar, die Machtverhältnisse sind bis ins Groteske, siehe oben, verzerrt. Oder glaubt jemand, eine Unterschriftsbewegung wie „Aufstehen“ kann etwas bewegen? Hiesige Gewerkschaften? Attac? Occupy? Ich glaube, das reicht an faulen Witzen.
Wenn bei mir ab und zu der Rebell, der Widerständige, zuckt, dann aus zwei Gründen: 1. Ich könnte ja unrecht haben und es geht doch was (unwahrscheinlich. Ich habe fast nie unrecht.) und 2. Ich pisse in Diskussionen gerne Leuten ans Bein mit Bemerkungen wie „Es gibt zwei Möglichkeiten und Du kannst Dich entscheiden, die Aufklärung hat uns das Geschenk des freien Willens und der Verantwortung gemacht: Bist Du Teil des Problems oder Teil der Lösung?“
Aber wenn ich ehrlich bin, geht es mir hauptsächlich um Spaß, Action und Inszenierung, selbst wenn es mit so etwas Erbärmlichem wie ein Selfie ist

Ich, Johann Wolfgang und im Hintergrund die Commerzbank

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