02.11.2018 – Hackfresse und Warze oder Pickel


Hackfresse, Ekel erweckend. Gesehen in der City einer x-beliebigen Stadt.
Friedrich Nietzsche über Schönheit: „Die edelste Art der Schönheit ist die, welche nicht auf einmal hinreißt, welche nicht stürmische und berauschende Angriffe macht (eine solche erweckt leicht Ekel), sondern jene langsam einsickernde, welche man fast unbemerkt mit sich fortträgt und die Einem im Traum einmal wiederbegegnet, endlich aber, nachdem sie lange mit Bescheidenheit an unserm Herzen gelegen, von uns ganz Besitz nimmt, unser Auge mit Tränen, unser Herz mit Sehnsucht füllt.“ (Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister. 1878)
Der Mann hat ja so recht. Ich liebe das Prinzip Stadt, Stadtluft macht frei, und der Duft der Metropolen ist der süßeste von allen. Auf dem Land würde ich bei lebendigem Leib vor mich hin kompostieren und in einer Kleinstadt würde ich mir jeden Morgen einen Nagel in den Kopf hämmern, um zu merken, ob ich noch lebe. Aber Innenstädte sind im Normalfall der Vorhof zur Hölle. Eine Orgie gleichgeschalteten, geschmacksfreien Prollkonsums, mit Bildern und Impressionen, die alles an und in mir beleidigen, so schnell kann ich gar nicht Pillen und Drogen einwerfen, um von dem Horrortrip runterzukommen, wenn ich mal durch die „City“ muss. Kein Wunder, dass der Zombieklassiker schlechthin „Dawn oft he Dead“ von George Romero in einem Einkaufszentrum spielt.
Es geht mir um das Prinzip Stadt, um Orte von Kultur, Zivilisation, um Räume, die Impulse und Veränderungen produzieren, um diese kleinen magischen Momente, in denen man merkt: Hurra, ich lebe noch. Und heiter und beschwingt seines Weges zieht.
Bis man an irgendeinem Bildschirm mit ntv-News den Sauerland Rocker Friedrich Merz erblicken muss, der Mediendarling im Moment.
Dass dieser Politzombie aus der Gruft der Mafiabande von Blackrock wieder das Licht der Öffentlichkeit erblickt und dabei nicht sofort zu Staub zerfällt, beschreibt den Zustand unseres Gemein- und dieser Name ist sowas von berechtigt -Wesens bestens
Der Sauerland Rocker, der mit seiner Mofa einmal über die Feldwege seiner trostlosen Heimat geöttelt ist, dabei gegen eine wehrlose Mülltonne getreten hat und versucht hat, das als Easy-Rider-Legende zu stilisieren, dabei kläglich scheiternd sich erbärmlich blamierte, sowas soll mich mal regieren? Schlimmer nur als der unsoziale Nach-Merz (Witz für Schwerintellektuelle) ist nur der asoziale Jens Spahn. Die Niedertracht muss man erstmal besitzen, als Angehöriger einer immer noch diskriminierten Minderheit – outen Sie sich mal in Niederbayern als Schwuler – erbarmungslos auf andere Minderheiten einzuprügeln, seien es Arbeitslose oder Flüchtlinge. Solche Figuren wie Spahn jagen mir neben Ekel auch Angst ein. Sie sind zu allem fähig, wo Merz nur kühl kalkulierender, machtgeiler Opportunist ist. Ich hatte Jens Spahn mal zu einem Praktikum eingeladen, worüber flächendeckend die Weltpresse berichtete. Natürlich hat er abgesagt. Aber in Vorbereitung einer Zusage, was sicher von Medien begleitet worden wäre, hatte ich mir in Rot und Punkt 24 auf meine To-Do Liste geschrieben: „Reiss! Dich! Zusammen!“ Wäre ich da ehrlich geworden … oje.
Merz oder Spahn, Warze oder Pickel. Oh, Angela, ich vermisse Dich jetzt schon. Liebe Gemeinde, wir erheben uns von unseren Plätzen und singen für unsere Bundeskanzlerin präfaktisch gemeinsam mit den Equals: Baby, come back….
Zu Frau Dr. Merkel siehe auch oben, Nietzsche über Schönheit.

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