09.02.2019 – Ein Brechmittel aus der Mitte der Gesellschaft


Die Nelke auf meiner Veranda ist heute, am 09.02.2019, mittlerweile über 3 Wochen alt und zeigt keinerlei Zeichen von Alterung. Langsam finde ich das interessant, ich hab das an Rosen im Garten auch schon beobachtet, dass die im Einzelfall weiter über ihren Zyklus bis in den Winter blühen, aber die waren eingebuddelt, keine Schnittblumen. Keinerlei Zeichen von Alterung fände ich an mir als Option nicht schlecht, ich würde jetzt nicht meinen rechten Arm drum geben oder viel Geld dafür bezahlen, aber ein par diesbezügl. Versuche würde ich dafür schon eingehen, auch aus wissenschaftlicher Neugier. Verhindert das Blumenwasser die Alterung der Nelke? Muss ich dann jeden Morgen auf nüchternen Magen einen Teelöffel davon schlucken? Würg.
Ist es die unfassbar verdieselte Drecksluft meiner Hood, die die Nelke konserviert, und muss ich mich dann damit einreiben? Oder liegt das Geheimnis in der Pflanze selbst und wie extrahiere ich das?
Alles zu aufwändig, ich altere lieber in Würde. Aber ich halte Sie, liebe Leserinnen, die an den Geheimnissen der ewigen Jugend interessiert sind, auf dem Laufenden. Vielleicht mache ich einen Extra Blog auf: Das Alter der Nelke, oder so. In der Zwischenzeit rege ich mich über einen Kryptofaschisten aus der Mitte der Gesellschaft auf, sein Name ist Haese, er weiß von nichts, er ist Geschäftsführer einer hannöverschen Wohnungsbaugenossenschaft. Wenn ich lese, was alles Geschäftsführer im Titel führt, möchte ich meinen an der hiesigen Mülldeponie abgeben.
Haese wirkt auf mich wie ein Brechmittel, wie es im Buche steht, aber leider, leider nicht im Strafgesetzbuch.
Er ist ein Rassist, was ihm sogar die hiesige HAZ inexplizit bescheinigt, ein dümmlicher Sexist, und eine Bedrohung für Menschen in Wohnungsnot. Auf seine Klage hin hat das BVG das unbefristete Belegungsrecht bei Sozialwohnungen für unzulässig erklärt. Das wird Konsequenzen haben, die noch unabsehbar sind.
Dass sich eine hiesige Künstlerin nicht entblödet hat für so eine Kreatur zu arbeiten und der Busenschnecke einen provokativen BH geschneidert hat, wirft ein deprimierendes Licht auf den politischen Zustand der regionalen Kunstszene, den mit unterbelichtet zu bezeichnen die Untertreibung des Jahrtausends ist. Unter anderem in solchen Momenten weiß ich, warum ich mitunter nach Berlin ins Exil flüchte.
Warum sollte man angesichts solcher Zustände wie der hier Geschilderten ewig leben? Sich wappnen gegen eine See von Plagen? Oder zu wissen, daß ein Schlaf Das Herzweh und die tausend Stöße endet, Die unsers Fleisches Erbteil, ’s ist ein Ziel ….?
Schönes Wochenende, liebe Leserinnen, und bleiben Sie innerlich jung.

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