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27.07.2026 – Endlich wieder rein.

Meine Ausbeute, neulich beim LGBTQ+-Fest rund um den Nollendorfplatz. Wenn ich in Berlin gewesen wäre, hätte ich eventuell auch am CSD am Wochenende teilgenommen, das sind riesige Familienfeste, mit Musik- und Alkoholbegleitung. Wobei mich der letzte CSD allerdings wegen Kommerz genervt hatte, das ist eine ganz andere Nummer als der Karneval der Kulturen, der nur für Vielfalt, die verschiedenen Kulturen und sich selbst wirbt. Der CSD-Umzug ist zunehmend eine einzige rollende Werbeplakatwand. Kann man drüber diskutieren, muss man nicht mögen.

 Nicht diskutieren kann man über die zunehmende Islamisierung in Berlin. Ich habe mich hier mehrfach schon wütend über die Neuköllner Islam-Parallelwelten gezeigt, in denen der Glaube herrscht, dass zwischen Sonnenallee und Karl-Marx-Straße nicht das Grundgesetz zu regieren habe, sondern die Scharia. Was für ein übler Cocktail: Hasserfüllte junge Männer, Religion und Kapitalismus. Wobei in der BRD Aufklärung und Säkularisierung das Christentum weitgehend gezügelt hat. Das Religionsproblem und der monotheistische Aberglauben hat in unseren Breitengraden einen Namen: Islamismus als strukturell gewaltförmige Zwangskonsequenz des Islam in seiner derartigen Verfassung. Dann gebiert der Schlaf der Vernunft Killer wie den vom Wochenende. Kein Wunder:

In ganz Neukölln gehört sowas zur selbstverständlichen Alltagskultur, Palästinasolidarität als zwangsläufige Kehrseite der düsteren Medaille Antisemitismus, ebenso wahnhaft wie der Hass auf alle Lesben und Schwule und Frauenverachtung.

 Mit fröhlicher Unterstützung und Solidarität der Berliner Antisemiten-Linken. Wenn die Linke das Problem nicht in den Griff kriegt, gerade in Berlin, hat sie in Regierungsverantwortung nichts verloren. Wer mit dieser Neuköllner Islam-Unkultur marschiert, sich solidarisiert, macht automatisch nicht nur Front gegen jüdische Menschen, gegen den Staat Israel, sondern gegen Frauen, LGBTQ+ und alles, was vermeintlich vom Pfade Allahs abweicht.

Was bleiubt: Wenn es noch Zweifel am Wahlsieg der AfD bei den ausstehenden Wahlen in Ostelbien gegeben hat, sind sie mit dem Wochenende wohl beseitigt. Dieser Terroranschlag zahlt auf das Konto der Faschisten ein.

Bei aller Solidarität der Demokraten (Das Kondom in der Mitte oben mit der Parole „Endlich wieder rein“ ist von der FDP, die ja nicht mehr im Bundestag ist. Und es hoffentlich auch nie wieder rein schafft. Bei aller Antipathie: Das ist eine demokratische Partei) ist mir doch eins übel aufgestoßen in den Beileids- und Solidaritätserklärungen von Angehörigen der politischen Klasse: Die Beschwörung eines „Wir“, das so nicht existiert. Die jetzige Regierung spaltet und grenzt aus wie kaum eine vor ihr und imaginiert ein „Wir“, wenn es ihr in den taktischen Kram passt. So bleibt als deprimierendes Fazit des Terroranschlags vom Wochenende: Das wird nicht der letzte gewesen sein und so wie die Brände in Spanien und Frankreich sich langsam in das Zentrum der Zivilisation fressen, wird sich der Terror in unserer Mitte breit machen. In den Köpfen ist er schon.

04.07.2026 – Meine Falten sind immer noch da

Narzisstencreme.  Werbegeschenk eines Kozmetikversandes, dessen Namen ich auf der Packung gelassen hätte, würde ich hier für Werbung bezahlt.

Sauerei, dachte ich, wie kommen die an mein Persönlichkeitsprofil. Und das ist doch übertrieben! Egozentrisch meinetwegen. Aber in Richtung des kranken, irren Narzissten aus den USA? Bis ich kapierte, dass ich gelesen hatte, was ich lesen wollte und nicht, was da stand.

Die Gesichtspampe taugt übrigens für die Tonne. Meine Falten sind immer noch da und das Zeug ist derartig mit Konservierungsmüll vollgekleistert, dass mir nach drei Stunden immer noch die Augen brennen. Nicht umsonst mache ich mir Teile meiner Kozmetik selber. Ohne Konservierung, muss halt schneller verbraucht werden und im Zweifel im Kühlschrank stehen. Kostet dafür nur einen Bruchteil der handelsüblichen Gaunerware. Die Gewinnspannen in der Branche gehören zu den höchsten der Konsumgüterindustrie. Im Schnitt 80 Prozent. Bei Dior und Armani noch höher, der Mob zahlt alles, nur für das Eintauchen in die Erlebniswelt der Marken. Kotz würg.

Selbermachen ist schön, aber keine strukturelle Lösung des Grundübels unserer Gesellschaft: Es ist genug Geld da, aber falsch verteilt. Beispiel Altersarmut: Bundesweit erhalten 771.275 Rentnerinnen und Rentner aktuell Sozialhilfe. Das sind über 7.000 mehr als drei Monate zuvor, fast 30.000 mehr als vor einem Jahr und fast 180.000 mehr als vor vier Jahren.

Und das ist nur die Spitze eines Scheissberges. Viele Alte schämen sich derart, staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, dass sie im Extremfall an dieser Scham sterben. Abgesehen davon, dass das Verfahren zur Sozialhilfe ein Bürokratiemonster ist. Es ist leichter, 10 Millionen Euro Schwarzgeld in der Schweiz zu bunkern als einen Antrag auf ergänzende Sozialhilfe im Alter zu stellen, dessen Erklärungen auch in einfacher Sprache noch schwieriger zu verstehen sind als die Abseitsregel und der länger ist als einen Rosenkranz zu beten (Da sehe ich die Heiden aber grübeln…).

Und wie wirkt sich das alles auf die aktuellen Umfragen aus? In Berlin z. B. liegt die Linke jetzt vorn, Kopf an Kopf mit CDU, AfD und Grünen, die SPD stürzt weiter ihrem verdienten Untergang entgegen, 13 Promille in der Stadt Willy Brandts, der Mann dürfte im Grab rotieren.

Soll man sich darüber freuen? Das linke Milieu in Berlin ist derartig antisemitisch verseucht, dass ich die Linke dort nicht wählen würde. Gerade in Neukölln regiert der Mob. Meine frühere Naivität, was die ach so exotischen Zustände rund um die Sonnenallee z. B angeht, ist einer innigen Sehnsucht nach rigider Abschiebepraxis gewichen, gerne auch Inländer. Gegen Antisemitismus, Homophobie, Frauenhass, egal von wem. Hier hat das Grundgesetz zu regieren und nicht der Mullah.

Das heißt übrigens auch, dass dieser bayrische Weißwurst-Ayatollah Söder mit abgeschoben werden müsste. Die Koalition will ein Bundesgesetz auf den Weg bringen, das Vergesellschaftungen von Wohnungen verhindert. Der Alpendepp dazu: „Es ist eine klare Absage an alles, was Sozialismus und Verstaatlichung betrifft.“

Das ist vor allem Verfassungsbruch. Artikel 15 des Grundgesetzes sieht ausdrücklich die Vergesellschaftung von Grund und Boden vor. Ein Bundesgesetz darf niemals gegen das Grundgesetz verstoßen, selbst wenn die Idee dazu einem enzianumnebelten Leberkäs-Labersack entspringt. Verfassungsfeinde raus aus Deutschland? Da wird’s aber ziemlich leer hier….

25.06.2026 – Stehlt! Massenhaft!

Marie-Elisabeth-Lüders Haus. Im Regierungsviertel, im sogenannten „Band des Bundes“. Hier sind unter anderem die Bibliothek und das Archiv des Bundestages. Auf der Terrasse finden die Sommerinterviews der ARD statt, den Blick kennen Sie vielleicht. Das „Band des Bundes“ ist ein architektonisches Kleinod, im Gegensatz zu ungezählten Neubauten im Post-Wende-Berlin, die der Stadt einen Stempel der reinen Profitgier jenseits von Geist und Geschmack aufgedrückt haben, alles austauschbar, gesichtslos, trostlos. In Beton gegossener Kapitalismus, Denkmäler des eigenen Verfalls. Die Aufnahme ist vom Wasser der Spree aus. Bei dem Wetter ist Flanieren im Betonmoloch Berlin eher ein Survivaltraining denn ein Vergnügen und zumindest unterhalb der 40-Grad-Marke ist eine Bootstour durch das „Band des Bundes“ ein fast erholsames, ästhetisches Vergnügen, mit neuen Perspektiven.

Früher war das ganze Regierungsviertel für mich eine No-Go-Area, das gigantische Bundeskanzleramt ein riesiger Palazzo Prozzo (was eigentlich neben „Erichs Lampenladen“ der Spitzname des von den Wendesiegern abgerissenen Palastes der Republik war), der die Unappetitlichkeit des dicken Helmut Kohl prahlerisch in den märkischen Sand setzte, und der Reichstag gar allein schon des Namens wegen ein unter allen Umständen zu meidendes Glaskuppel-Brechmittel. Mittlerweile schätze ich die reine Architektur, was können die Steine  für ihre Maurer, und was die Distanz zum hiesigen Systems angeht: Alles Scheiße, aber wir haben zur Zeit nix besseres und sollten für den Rest der ca. noch 60 cm hohen Brandmauer gegen AfD und Faschismus dankbar sein. Der Furor hier in diesem Blog gilt immer dem Kapitalismus, der düsteren Seite der Medaille Demokratie.

Ich sitze gerade in meinem kühlen Arbeitszimmer, nach Norden, das nie wärmer als 25 Grad wird. Habe eben den Kolleg*innen der Müllabfuhr eine Karte der Hausgemeinschaft mit einem kleinen Schein für kühle Getränke übergeben, der Kollege stöhnte nur kurz „Grausamer Job bei dem Wetter“ und musste gleich weiter, Tonnen im Akkord wuchten.

Gegenüber Gerüstbauer, den ganzen Tag nach Süden pralle Sonne, eine Frage der Zeit, wann da die 50 Grad-Marke geknackt wird. Und im gut gekühlten Reichstag diskutieren sie über das Rentenpaket, mit Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Die dafür Verantwortlichen würde ich als Revolutionsrichter nach erfolgreichem kommunistischem Umsturz (Kommunismus ist möglich! Siehe Graz ) , zu 20 Jahren Müllabfuhr mit anschließender Sicherungsverwahrung im Gerüstbau verurteilen.

Ist das schon ein Hitzeschlag, der mich in derartig dantonesken Phantasien suhlen lässt. Handfester ist eher mein Appell: Stehlt! Massenhaft!

Die Schäden durch Diebstahl im Einzelhandel sind laut einer Studie auf einen Höchst-Gegenwert von mehr als 4,3 Milliarden Euro gestiegen. Und das ist auch gut so. Während bei uns immer mehr Alleinerziehende nicht wissen, wie sie Essen für ihre Kinder bezahlen für sollen, über eine Mio. Menschen Flaschen sammeln und Obdachlosigkeit neue Rekordzahlen erreicht, häufen die Könige des Einzelhandels schamlosen Reichtum in unvorstellbarem Ausmaß an. An der Spitze Lidl-Schwarz 46,5 Mrd. Euro, Platz 3 Aldi-Süd Familie Albrecht 27,7 Mrd. Euro, Platz 10 Aldi-Nord Familie Albrecht 17,6 Mrd. Euro, usw. usf. Ich kaufe übrigens gerne bei Platz 46 ein, Familie Roßmann, 4,9 Mrd. Euro …. Danton hätte die alle ….

Nun ist aber gut. Abkühlen. Ich muss weiter arbeiten an meiner Geschäftsidee. Da der Bahnverkehr demnächst zumindest auf der Strecke Berlin Hannover für Jahre komplett zusammenbrechen wird, wegen Umbau, werde ich ein Start-up gründen, das eine entschleunigte, zuverlässige und umweltschonende Alternative bietet, mit jenem individualistischen Flair, das der konsumorientiere postmoderne Citoyen so schätzt:

Einen Postkutschen-Service. Damit gehe ich an die Börse und dürfte laut meinen Planzahlen spätestens 2028 auf Platz 45 landen ….