16.01.2021 – Was ist der Sinn des Lebens?


Diese kleine Karaffe, in der Rosmarinöl war, hatte ich ausgespült und zum Lüften und Austrocknen ohne den Stopfen in den Küchenschrank gestellt, was mir heute Morgen auffiel und mich in heitere Laune versetzte. Ich hatte etwas Sinnvolles zu erledigen: den Stopfen auf die Karaffe setzen.
Das ist der bisherige Tiefpunkt in meiner individuellen Alltags-Seuchenwahrnehmung: Dass mir der Sinn meines Lebens über den Stopfen einer Karaffe vermittelt wird. Was kommt demnächst? Feiere ich den morgendlichen Kackreiz mit einem Glas Champagner: Willkommen, Du strukturierendes Element meines Alltags, das meinem Leben Sinn, Ordnung und Berechtigung vermittelt?!
Die morgendliche Kriegsberichterstattung von der Seuchenfront vermittelt auch nichts Erfreuliches: Die Zahlen wanken nicht und verharren auf viel zu hohem Niveau. Die Maßnahmen reichen nicht aus, selbst die nicht ausreichenden Maßnahmen werden von zu wenigen Menschen umgesetzt und die Virus-Mutationen dürften sich definitiv nicht Infektionsmindernd auswirken.
Mir fiel gestern meine Wette ein, die ich am 13.11.2020 in diesem Blog platziert hatte: Ich tippte für den 24.01.21 auf 30.726 Neuinfizierte. Diese exakte Zahl täuscht – augenzwinkernd – eine Extrapolations-Kompetenz vor, die natürlich schon gar nicht ich, aber auch niemand anders besitzt. Eine Angabe wie: Über 30.000 oder ähnliches hätte ernsthaft auch gereicht, um meiner Befürchtung Ausdruck zu geben, dass weder die getroffenen Maßnahmen noch das Vernunftverhalten der Eingeborenen ausreichen, um die Seuche wirkungsvoll und nachhaltig (!) einzudämmen. Herdenblödheit halt.
Ich habe noch nie in meinem Leben so sehr wie jetzt gehofft, eine Wette zu verlieren, respektive mit meiner permanenten Unkerei Unrecht zu behalten. Wenn die aktuellen Impfstoffe nachhaltig in ihrer Wirksamkeit gegen die sich entwickelnden Mutationen reduziert sind, können wir alle an unsere Frühjahrshoffnungen einen Haken machen.
Um mit Positivem zu enden, hier meine Hausapothekenempfehlung der Woche. Rosmarinöl gegen Entzündungen. Lassen Sie kleingeschnittenen frischen Rosmarin mehrere Wochen in Olivenöl ziehen, abseihen, filtrieren, fertig. Sowohl Rosmarin als auch Olivenöl haben eine stark Entzündungshemmende Wirkung und wo immer Sie, gerade im Winter, raue Stellungen auf der Haut haben, egal wo, einreiben. Ist echt sinnvoll. Apropos: Ich gieß mir jetzt Glas Champagner ein …
Prost, liebe Leserinnen, und viel Spaß bei der Suche nach dem Freudschen Verschreiber in diesem Beitrag, der mir erst beim Hochladen aufgefallen und zu schön und passend ist, um ihn auszumerzen.

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