26.12.2021 – Eiskalt


Mein Teich heute Morgen. War der Winter schon früher in meinen Augen so überflüssig wie ein Kropf, ist er unter den Vorzeichen der Seuche als absoluter Infektionstreiber zu einem regelrechten Hassobjekt für mich geworden. Jahreszeiten zu hassen, siehe auch Schwerkraft und andere Naturphänomene, ist zugeben nicht der Ausbund an souveräner Rationalität. Aber der Mensch lebt nun mal nicht vom Kopf allein und so bleibt es für mich dabei: Die Monate November bis März gehören verboten, es sei denn, man kann sie zu ausgedehnten Fluchten in den Süden nutzen. Ist aber wg. Seuche, siehe oben, auch nicht soo empfehlenswert. Langsam kommt an der Front Bewegung in das Thema Triage. Die war früher, mehr noch als Impfpflicht für alle, ein Tabu. Undenkbar, es durfte kaum darüber diskutiert werden.
Außer natürlich in diesem Blog, wo ich selbstverständlich dafür war, Ungeimpfte auf die Warteliste der Triage ganz nach hinten zu setzen, zumindest wenn sie für ihr Verhalten nicht schwerwiegende medizinische Gründe anführen können. Angst vor Pieks gehört nicht dazu.
Außerdem sollten Vakzin-Verweigernde für die Kosten der Behandlung aufkommen. Diese Kostendrohung schwebt durchaus implizit hinter dem ersten Versuchsballon der Triage-Propagierung, den hier eine Juristin gestartet hat:
Unter den extremen Bedingungen einer Pandemie sei es eine hinreichende Begründung, um andere Erkrankte zu priorisieren, dass eine entscheidungsfähige, volljährige Person wesentlich oder gar ausschließlich durch eigenes Verhalten, nämlich der Impfverweigerung, ihre Notlage verursacht hat.
Ich würde die Argumentation wegen der Kosten ins Versicherungsrechtliche erweitern: Impfverweigernde sagen durch ihr Verhalten, dass sie weiterhin keine Seuchenvorsorge treffen werden, sich auch nach Erkrankung nicht impfen lassen werden. Damit gefährden sie durch selbstverantwortetes Handeln nicht nur ihre Gesundheit, sondern nachfolgend die perspektivischen Heilungsaussichten.
Das wird zukünftig vermehrt versicherungsrechtliche Konsequenzen haben, in deren Folge Nichtgeimpfte privat für (Teil-) Kosten ihrer Behandlung aufkommen müssen.
Hellhörig geworden bin ich diesbezügl. bei einem DLF-Interview mit einem Spitzenvertreter der Privaten Krankenkassen. Der sagte explizit, in ihrem Verband habe derzeit niemand die Absicht, Corona-Folgekosten bei der Kalkulation von Beitragssätzen zu berücksichtigen. Heißt übersetzt: Die Kalkulationen liegen fix und fertig vor, inklusive der rechtlichen Justierungen der Kostenübernahme-Modalitäten. Siehe auch: Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten .
Da sind die Konzerne eiskalt. Kapitalismus eben, und der hat, das wissen Linke seit Marx, durchaus auch positive Seiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.