
Die Ukraine ist nach Russland das korrupteste Land in Europa und nach Belarus, Bosnien-Herzegowina und Russland das am wenigsten demokratische. Wenn Sie sich in der Liste anschauen, wo die ehemaligen Staaten des Ostblocks, zum großen Teil Mitglieder der EU und der Nato, in diesen Indizes geführt werden, kann es einen nur gruseln. Der demokratische Transformationsprozess ist dort fast komplett gescheitert, Tendenz: verschlimmernd, und einer Seuche gleich sickern diese Delegitimierungs-Prozesse in Mittel- und Westeuropa ein.
Die osteuropäischen Staaten sind nahezu durchweg nationalistisch und regelrecht imperialistisch aufgestellt. Jeder durchgeknallte Großungar stellt Gebietsansprüche an alle Nachbarländer. Von den balkanesischen Konflikten wollen wir gar nicht erst anfangen, die versteht doch kein Schwein mehr. Völkischer Wahn, imperialistische Großmannssucht, wohin man blickt, und vermutlich hält nur die Knute der Mitgliedschaft in EU und Nato die Bekloppten davon ab, kriegerisch übereinander herzufallen. Das Kapital, und hierfür sei es gelobt und gepriesen, hat ein Interesse daran, dass die Geschäfte da unten nicht durch Kriege gestört werden. Nimmt aber Kollateralgewinne wie im Ukrainekrieg gerne mit.
Nach klassischer Imperialismustheorie sollen nun die Unterdrückten aller Länder keinesfalls die Interessen ihrer Unterdrücker wahrnehmen und sich gegenseitig abschlachten im Krieg dieser Imperialisten. Vielmehr sollen sie sich über die Grenzen verbrüdern und verschwestern und die Waffen gegen die Unterdrücker und Imperialisten im eigenen Lande richten.
Das wäre bei der Verfasstheit der Unterdrückten in allen Ländern das Allerletzte, was sich ein undogmatischer Linker wünschen kann. Die Korruptheit der herrschenden Klassen, nicht nur im Osten, wird nur durch eins übertroffen: Durch die Korruptheit der Unterdrückten. Da reicht oft ein Facharbeiterlohn aus und schon geht jede internationale Solidarität den Jordan runter. Beim Prekariat handelt es sich oft mangels materieller Masse um eine rein moralische Korruption.
Sie werden also verstehen, dass mir der ganze Osten inklusive Ukraine egal bis zuwider ist und ich nur einen Wunsch habe: Frieden, koste es, was es wolle. Der Frieden nämlich ist Voraussetzung und Grundlage für Freiheit, nicht notwendigerweise, aber hinreichend. Freiheit, jenes abstrakte Konstrukt in den Köpfen unserer freiheitsvergötternden Bellizisten, die am liebsten persönlich hunderte von Starfighter in die Ukraine überführen möchten, ist keinesfalls Grundlage für Frieden, wie allein ein kurzer Blick in die Liste der kriegerischen Nato Aggressionen zeigt.
Zum Ausmaß der Korruption in der Ukraine: Die Fußball-EM 2012 dort kostete das Sechzehnfache der EM 2008 . Die fand in Österreich und der Schweiz statt, wo Preise und Löhne ein Vielfaches der ukrainischen betragen. Eine derartige durch Korruption getragene Kostenexplosion ist einmalig in der Geschichte von Sportgroßereignissen.
„Wir“ werden Milliarden im Zuge des Wiederaufbaus in der Ukraine investieren und die landen großenteils sicherer als das Amen in der Kirche in den Taschen von Oligarchie und Mafia. Das ist nichts weiter ist als ein gigantisches Investitionsprogramm in die Luxusgüterindustrie, Schampus, Edelklamotten, Klunker etc, auf sowas stehen die Krisengewinnler aller Länder.
Also mein bombensicherer Börsentipp der Woche exclusiv für Sie, liebe Leserinnen: Aktien von LVHM, weltweiter Branchenführer der Luxusgüterindustrie. Dessen Aktie sind seit der Jahrtausendwende, dem Beginn des Zeitalters der Polykrisen, um über 2.000 Prozent gestiegen








