
Marx bringt verbrauchte revolutionäre Energie sofort zurück.
Die Künstlervereinigung SCHUPPEN 68 gratuliert Karl Marx zum 200. Geburtstag am 05.05.2018 mit einer Gespenster-Europa-Tournee und einem Marx Riegel. Hier die offizielle Pressemitteilung: PM SCHUPPEN 68 gratuliert Marx mit Marx-Riegel zum 200. Geburtstag
Der Riegel erinnert in der Anmutung an einen bekannten Schokoladenriegel und wird in einer handsignierten Auflage von 200 Stück, pro Marx-Jahr ein Riegel, in europäischen Metropolen von Mitgliedern der Künstlervereinigung SCHUPPEN 68 verteilt. Motto:
Marx bringt verbrauchte revolutionäre Energie sofort zurück!
Die Europatournee nimmt Bezug auf das „Kommunistische Manifest“ von Karl Marx und Friedrich Engels von 1848, dessen erster Satz lautet:
„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“.
Klaus-Dieter Gleitze vom SCHUPPEN 68 unterstreicht:
„Kern der Europatournee ist die Hommage an diesen Satz. SCHUPPEN 68 Mitglieder gehen daher als Gespenst verkleidet ab dem 05.05.2018 durch europäische Metropolen, zitieren das „Kommunistische Manifest“ und verteilen Marx-Riegel, denn: Marx bringt verbrauchte revolutionäre Energie sofort zurück!
Wir beginnen am 05.05.2018 im Südwesten, in Porto, ziehen nordostwärts über Berlin, wo wir am 20.05 beim „Karneval der Kulturen“ an den internationalistischen Aspekt vom „Kommunistischen Manifest“ erinnern und enden voraussichtlich im August in St. Petersburg.
Das Kommunistische Manifest hat in Kernaussagen nach wie vor politische Gültigkeit und ist ein literarischer Text von überragender Bedeutung. In seinem poetologischen Duktus nimmt er die literarische Moderne vorweg. Der erste Satz kommt daher wie eine Fanfare und ist eines der gelungensten Intros der Weltliteratur:
„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“.
Nicht umsonst wurde das Kommunistische Manifest 2013 in das UNESCO-Dokumentenerbe aufgenommen.
Politisch ist Marx immer noch aktuell. Die Spaltung zwischen Arm und Reich in Deutschland wird immer größer, auf der einen Seite sind 16 Prozent aller Menschen in Deutschland arm, Tendenz wachsend. Auf der anderen Seite gibt es hier weit über eine Million Vermögensmillionäre, Tendenz ebenfalls wachsend.
Diesen Zustand nannte Marx im „Kommunistischen Manifest“ vor 170 Jahren Klassengesellschaft und dieser Begriff beschreibt die Wirklichkeit immer noch präzise. Leider erleben wir im Moment eine negative gesellschaftliche Entwicklung: Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus nehmen zu. Wenn wir unseren demokratischen Konsens nicht verlieren wollen, muss es darum gehen, die Ideen von Marx neu zu denken und weiterzuentwickeln. Damit der Marx-Riegel Wirklichkeit wird:
Marx bringt verbrauchte revolutionäre Energie sofort zurück!“
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28.04.2018 – Über die Verlagerung meines Lebensmittelschwerpunktes
28.04.2018 – Poesie und Humor

Frankfurt, Skyline.
„Há, aqui, anticapitalistas“, so wie hier in Lissabon 2012 wird es auch auf dem hiesigen 1. Mai beim Marsch wieder einige wackere junge Leute geben, die ihrer lauteren antikapitalistischen Gesinnung derart rhythmisch Ausdruck geben, mir und anderen zum Wohlgefallen. Sie taugt doch mitunter, die Jugend. In diesem Jahr hat man den hiesigen Abmarsch-Ort für den Demo-Zug zur zentralen Feier ein paar hundert Meter nach vorne verlegt. Wollte man damit dem Umstand Rechnung tragen, dass es nicht nur immer weniger Teilnehmerinnen gibt, früher gab es noch drei Marschkolonnen statt einer, sondern dass die Restgenossinnen auch immer älter und fußkranker werden?
Ich hab Fitness heuer etwas schleifen lassen, muss meinen Body vor Beginn der Strandsaison unbedingt shapen, bin aber von der Grundfitness her tendenziell bei einem 30 km Gepäckmarsch noch locker dabei. Die Fitness-Frage stellte sich mir beim Räsonieren über meine nach dem 1. Mai anstehende temporäre Verlagerung meines Lebensmittelpunktes nach Berlin. Dass ich damit nicht ganz im Reinen bin, zeigt ein putziger Versprecher. Als ich unlängst diesbezüglich Kumpels ins Benehmen setzte, war die Reaktion ein Lachen:
„Du hast gesagt: Lebensmittelschwerpunkt“.
Sei’s drum, ich komme in ein Alter, wo man die Dinge, die man schon immer mal machen wollte, jetzt und nicht demnächst machen sollte.
Nicht, weil ich Gevatter Hein in meiner Planung hätte. Göttin bewahre. Mit dem Tod würde ich planen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs im T 4 Stadium, wo man letztlich schon töter als tot ist, und selbst dann noch nicht, weil ich eine umfangreiche Liste zum Abarbeiten hätte und keine Zeit zum Sterben. Auch eventuell fehlende Fitness – siehe oben – würde bei meinen Plänen und Utopien keine Rolle spielen. (Die dämlichste war, als ich jenseits der 40 nochmal durch Europa trampen wollte. Schon damals trampten nur noch frisch entwichene Schwerverbrecher und Psycho-Verpeilte. Man hätte mich bei der 2. Autobahnauffahrt von der Straße weggefangen, nach 4 Tagen vergeblichen Wartens.)
Es geht bei der Realisierung von Plänen eher um möglicherweise fehlenden mentalen Biss, eine emotionale Grundhärte, sich auf was einzulassen, was einem fremd ist. Was das ist, sieht bei jeder anders aus, und vielen fehlt die Härte grundsätzlich. Die gehen nach dem Eintritt ins Berufsleben schon nahtlos in die Verwesung über.
Irgendwann sitzt man halt im psychopassiven Schaukelstuhl und wenn man’s merkt, ist es meist zu spät.
Das Leben ist schon die Härte.

Es muss einen ja nicht gleich so übel erwischen wie den armen Simson, der geblendet wurde. Hier das Bild „Die Blendung Simsons“ aus der famosen Rubens-Ausstellung im Frankfurter Städel. In der Ausstellung kann man direkt im Vergleich zu zeitgenössischen Kollegen von Rubens sehen, was für ein überragender Künstler er war.
Dem biblischen Simson wurden übrigens vor der Blendung die Haare abgeschnitten, eine symbolische Kastration. Und ich muss demnächst wieder zum Putzer, wie wir früher sagten. Seufz.

Waschechte Antikapitalisten sitzen natürlich hier, im Frankfurter Bankenviertel. Sie arbeiten mit daran, dass das System „(Industrie-) Kapitalismus“ sich selbst zerstört, nachdem es ca. 250 Jahre funktioniert hat. Jedem System liegt der Kern der eigenen Zerstörung inne, so auch diesem. In diesem Sinne, liebe Genossinnen Banker:
„Há, aqui, anticapitalistas“.
25.04.2018 – Frei sein, High sein, am 1. Mai dabei sein!

Kirschblütenfest im Hiroshima Hain von Hannover.
Wenn man die täglichen Meldungen in den Medien verfolgt, scheut man mitunter die Analogie Mensch – Tier, um Schweinen und Ratten nicht zu nahe zu treten. Die Vertierung des Menschen ist zwar naheliegend, aber kontraproduktiv, enthebt sie doch den angeblich animalisch, also instinktgesteuert handelnden Primaten der gesellschaftlichen Verantwortung seines Handelns. Umgekehrt ist natürlich die Vermenschlichung der Viecher genauso bescheuert wie man am Beispiel der Mahnwache für Chico sieht. Das war die Töle, die zwei Menschen totgebissen hat und natürlich zu Recht eingeschläfert wurde.
Wenn man sich das Volk bei dieser Mahnwache anschaute, war man geneigt, den Himmel händeringend zu bitten, sofort global Feuer und Schwefel regnen zu lassen, um diesem Trauerspiel namens Menschheit ein Ende zu machen. Wenn man Tiere nicht artgerecht hält, kommen eben Unglücksfälle bei raus. Wenn man Menschen nicht artgerecht hält, kommen Katastrophen bei raus.
Es bleibt aber dabei, und nun müssen alle Veganerinnen, Flexitarierinnen, Fruitarierinnen und die Schwachköpfe von PETA mit ihren unsäglichen Holocaustvergleichen sowieso, tapfer sein: Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Na ja, potentiell, und in seinen Sternstunden. Nur der Mensch besitzt zum Beispiel Poesie, die im Bild oben durchschimmert, und Humor. Oder haben Sie, liebe Leserinnen, schon mal ein Schwein einen guten Witz erzählen hören? Dafür gibt das Schwein aber ein gutes Grillkotelett ab. Wogegen aus meiner Sicht bei artgerechter Haltung nichts einzuwenden ist.
Und was Humor angeht: Beispiel einer Sternstunde humanoiden Humors ist der 680 Seiten dicke Bild- und Gedichtband über das Wirken des 1968 gegründeten SCHUPPEN 68. Da kommt was zusammen mit den Jahren.

Der Ausriss aus dem Bildband zeigt die aktuellen Masterminds des SCHUPPEN 68 Sievers, links, und Gleitze, Mitte, mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil bei einer Performance am Tag der Niedersachsen 2014. Wir haben uns da für die Landes-Förderung („Der Herr der Kohle“) der Nullnummer der NETZ – Niedersächsische Teilhabe-Zeitung bedankt, siehe Bild, hieß da noch HEZ. Eine Zeitung mit Landesmitteln zu produzieren, erleichtert das Geschäft eines Herausgebers ganz beträchtlich. Weil hat entgegen seines spröden öffentlichen Eindrucks übrigens einen guten Humor. Den braucht er auch. Er ist schließlich in der SPD.
Wir aber harren des 1. Mai, wo ich gemeinsam mit anderen auf dem hiesigen Festplatz für die artgerechte Haltung von Menschen demonstrieren werde, Motto: Wohnen ist Menschenrecht, siehe Artikel 25, allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
Eigentlich wollte ich mir mal in Berlin die autonome Krawall-Folklore des 1. Mai am Mariannenplatz angucken, wo alkoholgeschwängerte und testosterongesteuerte Genossen gerne schon mal den jährlichen Joseph-Fischer-Steineweitwurf-Erinnerungs-Wettbewerb inszenieren. Nu isses halt doch wieder das beschauliche Hannover, aber ich kann dann mein Haupt des Nachts mit dem beruhigten Gefühl zur Ruhe betten, mal wieder Teil der Lösung und nicht Teil des Problems gewesen zu sein.
Wir sehen uns am 1. Mai, liebe Leserinnen, gemäß der 68er Parole:
Frei sein, High sein,
am 1. Mai dabei sein!
22.04.2018 – Wäre Rechthaben olympische Disziplin, hätte ich schon ein Dutzend Goldmedaillen.

Blick auf die Akropolis. Dieses Nizza-Foto vom Park hinter dem Mamac ist zweifellos drollig. Soviel Selbstbewusstsein, einen derartig gruseligen Betonklotz „Acropolis“ zu nennen, muss man erstmal haben. Auf dem ja auch in fröhlicher Kumpanei der Blick des Betonkopfes harrt. Bei dessen Anblick mich ein Blitz der Erinnerung durchzuckte.

Den Betonkopf hatte ich 2003 schon einmal auf der Titelseite der HALZ Nr. 1 platziert, als Symbol für einen Widerstand, der so hart wie Beton sein soll.
2003 hatte ich, gemeinsam mit Anderen, das Projekt HALZ – Hannöversche ArbeitsLosen Zeitung ins Leben gerufen, als direkte und intervenierende Antwort auf die Agenda 2010. Die HALZ sollte Erwerbslose zum Widerstand gegen die Agenda 2010 mobilisieren. Sozialer Widerstand braucht viele Voraussetzungen, um wirksam zu werden, da reicht die verbindende Idee allein nicht, es braucht unter anderem auch Medien, zur Verbreitung, als Kristallisations- und Identifikationszentrum und als Möglichkeit selber – schreibend – aktiv zu werden. Die HALZ war ein Versuch. Das klappte auch ganz gut, viele Erwerbslose machten mit, und verteilten das Blatt mit Aktionen vor dem Arbeitsamt.
Die Finanzierung der HALZ war ein Brachialakt. Da die IG Metall als Facharbeiterverein für Kernbelegschaften sich für die Interessen von Prekären und Erwerblosen einen feuchten Kehricht interessierte, musste ich als Delegierter „meine“ IG Metall regelrecht mit Insiderwissen erpressen, um bei denen Kohle dafür locker zu machen. Da die IG Metall damals teilweise noch eine Ansammlung von stalinistischen Betonköpfen war, hat mir das mitunter regelrechten Hass von denen eingetragen. Für den Streetfighter in mir war diese Konflikt-Inszenierung ein regelrechtes Gabelfrühstück, dessen einzelne Gänge mein Performance-Herz höherschlagen ließ. Als Gewerkschafter hatte ich für das Verhalten der eigenen Organisation nur Verachtung übrig. Das Projekt hatte ich im Rahmen eines Jobs bei der damaligen Werkstatt Hannover initiiert, eine SPD Filzveranstaltung, die selbst für hannöversche Verhältnisse derartig zum Himmel stank, dass es in der Folge zu Prozessen und Abwicklung des Ladens kam.
Mit was man so alles kontaminiert wird, wenn man sich gemein macht ….
Was mir als notorischem Rechthaber gefällt an der HALZ oben, ist die Trefferquote meiner Einschätzung der Gewinner und Verlierer der Agenda 2010. Bei der Konjunktur habe ich komplett danebengelegen, bei der Arbeitslosigkeit, insofern als die offizielle Quote gesunken ist. Betrachtet man Arbeitslosigkeit unter dem Aspekt der prekären, nicht Existenzsichernden Beschäftigung, die seitdem regelrecht explodiert ist, habe ich auch da recht behalten. Was die SPD und alles andere angeht: jeweils ins Schwarze. (Die Wahl 2006 wurde auf 2005 vorgezogen und leitete den schleichenden Untergang der SPD ein).
Wäre Rechthaben olympische Disziplin, hätte ich schon ein Dutzend Goldmedaillen.
Drauf geschissen.
Einige von den Leuten, die an dem Projekt mitgearbeitet haben, sind mittlerweile tot. Und daran war mitunter Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung mit Schuld. Arme Männer sterben 11 Jahre früher als ihre normalsituierten Geschlechtsgenossen. Arme Frauen ca. 7 Jahre, wer für die Aufzucht der Brut verantwortlich ist, muss widerstandsfähiger sein.
Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch, es wird kommen der Tag des Zorns, und er wird hinwegfegen die, die Not und Elend über die Welt gebracht haben.
Fragt sich bloß, wer danach ans Ruder kommt.
Die Musik zum Zorn kommt heuer von Verdi, und nein, das ist nicht die Gewerkschaft. Es ist das Requiem „Dies irae“ Tag des Zorns).
Das Stück steht lässt schon das Nahen der Moderne ahnen. Mir naht ein weiterer heiterer Sommertag.
Den ich Ihnen, geschätzte Leserinnen, auch wünsche.
21.04.2018 – Der pure Hass

Genossinnen, ich werde für Euch beten.
Eher würde ich mir einen Nagel in den Kopf hämmern als einer Partei beizutreten. Sicherlich hat die Linke ein Programm, das mir nahe ist, aber ihr Personal entstammt zum Teil einer Mischung aus Gruselkabinett, Stalinmausoleum und Klapsmühle. So verwundert mich die Meldung von heute Morgen nicht, dass selbst in der Bundestagsfraktion purer Hass herrscht.
Es gibt auch jede Menge anderer Genossinnen, mit einigen habe ich die Ehre und Freude zusammenzuarbeiten. Die reißen sich ehrenamtlich den Arsch auf, mit denen haben wir bei Wind und Wetter Aktionen gemacht und in sozialen Brennpunkten die Massen agitiert. Wenn es solche Leute nicht gäbe, wäre ich schon längst im Fortschritts-Retiro, würde auf dem Boulevard der Eitelkeiten mein Ego pflegen und auf den Berliner Boulevards, die bei Licht betrachtet mitunter rechte Dreckslöcher sind, wahlweise Cappuccino oder Portwein verklappen (Portwein in Neukölln, das ist auch irgendwie ne skurrile Mischung). Der große Rest der Linken und aller Parteien jedoch obliegt dem Diktum von Oscar Wilde:
„Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt.“
Genossinnen, ich werde für Euch beten! Und habe schon mal obige Osterkerze für Euch angezündet. Was natürlich kompletter Blödsinn ist, aber eine überaus gelungene Überleitung zu obigem Foto bildet, was ich eben in der Morgensonne aufgenommen habe.
Wie viele Anhänger der Aufklärung neige ich zu einem veritablen Aberglauben. Neulich in Nizza plagte mich unangenehmer Kopfschmerz. Ich lungere im Süden nicht dauernd in Basiliken, Kathedralen rum, aber ab und zu, gerne auch bei Hitze zwecks Kühlung, suche ich den einen oder anderen Sakralbau auf. Neben allerlei Kunst, Handwerk und Gedöns findet man dort auch Ruhe, Momente eines kontemplativen Verweilens und der Besinnung: Wer bin ich? Wo will ich hin?
Was Google Maps in der Regel besser beantwortet, aber Versuch macht kluch.
Dem Kopfschmerz rückte ich also in Nizza in der Basilika zur frommen Helene mittels Stiftung einer Kerze zu Leibe, 1 Euro für ein kleines Licht, verbunden mit dem innigen Wunsch, dass dadurch der Brausekopf verschwinden möge. Was soll ich sagen? Noch bevor der Hahn krähte und der nächste Vin blanc meiner harrte, war die Birne wieder ok. Potzdonner!
Bevor ich zu einem Urteil komme, ob es sich um Zufall handelte, muss ich natürlich eine Versuchsreihe starten. Jedes Mal, wenn der Kopf brummt, wird das Osterfeuer angeschmissen und Protokoll geführt. Ich liebe Protokolle, Listen, Versuchsreihen!
Selbst wenn es sich beim Kerzeneffekt um den Übertragungsmechanismus aus der Psychoanalyse handelt, spielt Glaube dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Da kommt ein alter Heide wie ich schnell in die ethische Zwickmühle.
Gerade brummt der Schädel wieder. Als Nachwehen des gestrigen Hamburg Besuches oder strukturell bedingt? Also Kerze raus, siehe oben.
Die Musik zur Kerze liefert John Fogerty mit “Long as I can see the light”.
“Put a candle in the Window” … Na denn. Optisch grundiert mit diesem Bild:

Grundsätzlicher Ansatz zur Hoffnung: Nackte Hippies plantschen in der Elbe…
20.04.2018 – Morgensplitter

Willkommensgruß von einer Veranstaltung in Bad Pyrmont.
Angenehme Erinnerung beim Bilderaufräumen der Arbeit der letzten Wochen. Ein wirklich aufmerksamer und netter Gastgeber. Das bleibt haften. Was ich da so von mir gegeben habe und ob das den Lauf der Dinge emanzipatorisch befeuert hat – keine Ahnung mehr. Aber der leckere Fürstenkaffee und die Aquarelle! Das unterschätzen Veranstalter völlig, die nachhaltige Wirkung von solchen Kleinigkeiten bei Referenten und Gästen. Bei Veranstaltungen, für die ich verantwortlich bin, geht da niemand unbeglückt von dannen.
Vögel zwitschern in der Morgensonne in meinem Garten. Schrecklich. Das hört sich an wie quietschende Türen, die dringend Öl bräuchten. Und immer die gleichen Harmonien, obendrein schräg, permanent einen halben Ton zu hoch. Ja, ich weiß, es gibt kaum noch Singvögel und die Bienen sterben aus und die arme Natur, jaul, kreisch, jammer, bedauer, bedauer.
Es ist nur leider so, dass das Geplärre von den Kohlmeisen sich wirklich einfach Scheisse anhört und ich als geschulter Dialektiker natürlich die Obertöne dieser kakophonen Ranwanzerei an die Kohlmeisenweiber – es geht auch im Tierreich immer nur um das Eine – heraushöre.
Und diese Melodie geht so: Die grünalternative Posse, die sich mit tränenerstickter Stimme über das Artensterben in unseren Breitengraden ausmährt, das böse böse Glyphosat verdammt und sich allein beim Wort Gentechnik bekreuzigt, als ob die leibhaftige Göttinseibeiuns ante portas Schwefelgestank verbreitet, diese Posse kutschiert ihre eigene Brut gerne auch mal in SUVs nicht vor die Pforten der atomstrombeheizten Hölle, wo sie eigentlich hingehört, sondern vor die der nächsten Waldorfschule, diese Posse fliegt zweimal im Jahr in den Urlaub nach Gomera und/oder auf die Malediven und soweiter undsofort, to be endlos continued. Ich fliege auch, aber ich heuchele dabei nicht, dass sich die Balken biegen.
Also lasst den Planeten ruhig über den Jordan gehen, aber bitte ohne mir auf die Nerven zu gehen. Das gilt auch und vor allem für die Kohlmeisen!
Mein facebook Profil, ohne jeden Content, aber mit hunderten von Freunden, die ich im Leben nie gesehen habe, wurde gehackt und darüber wurden Pornos versandt. Sowas macht einem die Entscheidung leichter, sich von diesem Schweineladen abzumelden, als die abstrakte Diskussion über den bösen, bösen Datenkraken, der reguliert werden müßte. Ohne eigene Betroffenheit läuft nicht viel an Veränderung. Mit ihr aber auch nicht. Wir haben ca. 16 Millionen Menschen, die von Armut und Ausgrenzung betroffen sind, inklusive prekärer Jobverhältnisse und anderer entwürdigender Lebensumstände dürften es an die 30 Millionen sein, die dringend sofort einer nachhaltigen Verbesserung ihrer materiellen Existenz bedürften. Und was passiert? Der rechte Mob erhält Zulauf ohne Grenzen. Ohne Grenzen, schöne Formulierung in dem Zusammenhang.
Nun aber hinaus, in den Sommer, dem Gebrumme der Motoren und dem Donnern der Presslufthämmer entgegen.
Ein Morgensplitter noch: Facebook Fundstelle über mich, vom rechten Mob. Es braucht nicht viel, um mich glücklich zu machen 🙂
19.04.2018 – Zorn ist ein Gericht, das kalt genossen werden sollte

Weinkarte des Restaurant Chantecler im Hotel Negresco
Bestimmte Einschnitte im Leben bescheren einem nahezu naturwüchsig Folgeereignisse:
Die Geburt ein Trauma, das Abitur den Führerschein, eine Hochzeit Ärger bis zur Scheidung und der Tod einen Sarg. Mir bescherte ein altersgemäßer Einschnitt – der Tod war es nicht – einen Urlaub in einer Hotellegende, im Grand-Hotel Negresco. Nichts ist mehr so wie es früher war, wo ein Negresco für Frieda Normalverbraucherin unerschwinglich war. So ein Urlaub im Sonderangebot zu günstigen Zeiten kostet da wesentlich weniger als ein Urlaub in der Toskana zur Hauptreisezeit, wobei die Toskana für den Mann von Welt ein absolutes No-Go ist auf Grund der Anwesenheit von Proleten wie dem ehemaligen Steinewerfer und Außenminister Joseph Fischer. Ein echter Linker tut sich nicht gemein, diesen und einige andere Grundsätze werde ich hegen bis ins hohe Alter und eine derartig ungehobelte Existenz wie „Herrn“ Fischer würde ich in meinem Hotel, käme er zur Vordertür herein, durch die Hintertür vom Haushandwerker entsorgen lassen. Der in meinem kollektiv geführten Hotel das gleiche Gehalt bezöge wie der Geschäftsführer.
Soviel wohlfeiler Klassenkampf muss sein.
Das Chantecler habe ich mir natürlich verkniffen, so dicke habe ich es auch nicht, und in Nizza kann man an jeder Ecke in niedlichen kleinen Restaurants für einen Bruchteil excellent speisen.

Wie hier im chat noir /chat blanc. Fünf Tische, vier Gerichte und man lebt für einen Abend und bezahlbares Geld wie Gott in Frankreich.
Natürlich brach sich auch im Negresco mein Dünkel Bahn: jede Menge russische Geldmafia mit ganz unansehnlich gebotoxten Frauen, an deren Gesichtern und Brüsten Chirurgen sich ein Vermögen ermeißelt haben dürften in jahrelanger Feinarbeit und dazugehörige Boxervisagen, die mich selbst im TV gegruselt hätten. Ich dachte nur: mach das weg.
Der Zorn des Gerechten aber überfiel mich angesichts der Kunst im Negresco, die überall und ohne Ausnahme hochgelobt wird. Nun graust es den Connaisseur beim Anblick von Chagalls und Dalis, aber darüber kann man mit Fug und Recht und mit Notabiturienten gerne diskutieren. Das ist kanonisierte Kunst.
Die nur einen Makel hat: Sie kann weg.
Ansonsten hängt da soviel zeitgenössischer Müll an den Wänden, dass ich jeden Morgen schreiend das Etablissement verlassen habe. Was auch nicht immer zur Steigerung der Laune beitrug. 20 Schritte weiter am Strand, das Negresco liegt direkt an der Strandpromenade Quai des Anglais, wo 2016 ein islamistischer Terrorangriff 86 Tote forderte, liegen Obdachlose auf Pappen in Schlafsäcken.

Obdachlose am Strand von Nizza
Ich habe kein Problem damit, im Urlaub ein paar Euro auszugeben, unter anderem dafür arbeite ich. Aber 20 Schritte von Obdachlosen entfernt in einem Hotel zu wohnen, in dem eine Flasche Wein vermutlich soviel kostet wie der an staatlicher Unterstützung im Jahr erhält, das erweckte doch den Zorn des Klassenkämpfers in mir.
Ich ertränkte ihn abends im chat noir /chat blanc.
An der Zornfront kann ich mich in heimatlichen Gefilden noch genug austoben, wobei Zorn wie Rache ein Gericht ist, das kalt genossen werden sollte.
Ihnen, liebe Leserinnen, sonnige Tage.
17.04.2018 – Ich bin auf dem Kriegspfad

Plakat Kioskprojekt SCHUPPEN 68 – 2013.
Die Hannoversche Allgemeine HAZ stellt aktuell ein Kioskprojekt vor, um die Bewerbung Hannovers als Kulturhauptstadt zu befördern . Bei dem Projekt soll es an ausgewählten Kiosken Lesungen und Musik geben, die Stadt-Geschichte Hannovers soll an dieser urhannöverschen Institution, dem Kiosk, widergespiegelt werden, Stichworte wie Migration und Gentrifizierung fallen dabei.
Ich suchte beim Lesen des Artikels ebenso verzweifelt wie vergeblich nach dem geistigen Urheber dieses Projektes, dem SCHUPPEN 68. Das Konzept der HAZ ist bis ins wörtliche Detail vom Konzept des SCHUPPEN 68 abgekupfert, ohne Quellenangabe. Das ist ein Plagiat, wie es im Buche steht, und zwar im Strafgesetzbuch.
Ich habe mich meinem Naturell entsprechend umgehend auf den Kriegspfad begeben. Ich habe nach Erscheinen des ersten Artikels zum Projekt am 16.04.2018 sofort die HAZ detailliert informiert.
Der Duktus meiner Mail war launig, mit heiter-satirischen Einsprengseln, und auf Kooperation und Kompromiss ausgerichtet. Ich kann mich über eine grundsätzlich wohlwollende Berichterstattung der HAZ über meine Projekte nicht beklagen und hege einigen Redakteur*innen gegenüber durchaus freundliche Gefühle, die haben kapiert, worum es mir geht. Was soll ich also gleich im ersten Aufschlag die Krawall-Keule rauskramen?
Aber es gibt eine rote Linie: geistiges Eigentum und Schutz des Urheberrechtes sind heilige Kühe. Wer die via Plagiat antastet, befindet sich mit mir im Krieg.
Und in der Mail habe ich für den, der Texte lesen kann, die Werkzeuge gezeigt. Zitat aus meiner Mail an den zuständigen Redakteur:
„Über die im Promillebereich angesiedelten Chancen, in einem Plagiatsprozess zu obsiegen, klärt Sie gerne der Justitiar Ihres Hauses auf.“ ….
Jetzt warte ich auf eine in Form und Inhalt angemessene Würdigung der geistigen Urheberschaft. Natürlich habe ich auch die Variante einer Zahlung von Schweigegeld durch die HAZ angesprochen. Aber, Zitat:
„… Aussichtslos bei unseren extrem hohen ethischen Standards, die uns die Annahme von Schmiergeld nur ab sechsstelligen Summen erlauben.“
Die Quellen im Internet zur geistigen Urheberschaft des SCHUPPEN 68 dazu sind ebenso so zahlreich, wie die Zeugen dazu. Hier ein besonders launiges Beispiel von 2011.
Darüber hinaus war die HAZ durch meine regelmäßigen PMs über das Projekt informiert und hat selber in ihren eigenen Verlagsorganen darüber berichtet.

Wochenblatt, 07.08.2013, über das Kioskprojekt. Das Wochenblatt erscheint im gleichen Verlag wie die HAZ.

Der Urknall des Kioskprojektes fand übrigens 1992 statt (Quelle: Stadtmagazin SCHÄDELSPALTER)
Und überflüssig zu erwähnen, dass unsere Konzeption um Längen origineller, kreativer und kritischer war als alles, was man vom HAZ Plagiat bisher las. Wie sagte doch schon Goethe über Epigonen:
„Weh dir, dass du ein Enkel bist!“
13.04.2018 – Wie funktioniert eigentlich Kunst?

Worüber lacht die niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann hier?
Premierenfeier der Theaterproduktion der Landesarmutskonferenz „Suchen. Finden. Verlieren.“, für die ich verantwortlich bin. Im hannöverschen Theater hinterbühne, ein überaus angenehmer und hochprofessioneller Kooperationspartner. So eine Produktion ist schlicht Arbeit. Der Gefühlsstrom, den eine eigene Kulturproduktion auslösen kann, dieses einzigartige Gefühl von Kunst, das einen den Staub des Alltags von den Schuhen schütteln lässt und auf Schwingen des Glücks ins Paradies der Nicht-Notwendigkeiten entführt, das stellt sich da nur kurz und sehr spät ein. Mitten in der Premiere zum Beispiel, wenn man merkt: Das Stück hat den Flow. Was das Gegenstück zum Groove bei Funk und Soul ist, eine schwer fassbare, ins Transzendente lappende Kategorie. Es gibt in der Kunstproduktion Kategorien, die kann man nicht erarbeiten oder lernen, das unter anderem unterscheidet Kunst vom Handwerk. Beispiel Aura:

Hosseyn Kamyab, Mitte. Hosseyn verkörpert den Archetyp des „Komischen“. Er braucht nur Dazustehen und wirkt schon da komisch, wo andere Daueragieren müssen. Zur weiteren Wirkung braucht er nur sparsame Mittel einzusetzen. Sonst würde das ins Overacting, ins Knallchargentum ausarten. Es ist die Kunst der Regie, sowas zu vermeiden und das ist dem Kollektiv der Improkokken großartig gelungen. Ich habe das Stück mehrfach gesehen und bei Hosseyns Auftritten immer Tränen gelacht. Verbunden mit Neid. Ich kann bis zum jüngsten Tag irgendwo stehen, das findet garantiert niemand lustig. Dazu muss ich erst den Mund aufmachen und selbst dann haut es nicht immer hin. Ich hoffe, dass im Bild oben die Sozialministerin über meine Späßchen lacht. Die andere Variante wäre ….

Rabia Gökce Aydal-Sebastian, die leidende Mutter, Mater Dolorosa, auch ein klassischer Archetyp in der Kunst .
Eine ausführliche Premieren-Kritik gibt es hier vom Theaterexperten Christoph Meyer-Gerlt

Flucht. Anders als im Film kann auf der Theaterbühne mitunter in einem Bild komplexe und lange Geschichte komprimiert, quasi eingefroren werden, wie in der Malerei.
Alle Bilder: Meyer-Gerlt und Kühner.
Foto-Impressionen hier von Meyer-Gerlt. Hier von Kühner. Hier von Kempa
.
08.04.2018 – Alles nur Theater – zum Beispiel am 11.04 bei FAUST!

„Suchen. Finden. Verlieren. Eine Geschichte aus Albilat.“ Theater mit Flüchtlingen. Details im Flyer . Eine Produktion der Landesarmutskonferenz Niedersachsen. Einer meiner mindestens 12 verschiedenen Jobs für diese ehrenwerte Vereinigung. Der Job des Produzenten dürfte seit Harvey Weinstein im öffentlichen Ansehen auf dem Niveau von Robbenjägern, Waterboarding-Organisatoren und Dixieklo-Entleerern angekommen sein. Der konkrete Alltag in so einem Job haut einen auch nicht vom Hocker. Man hat eine Idee, sucht Leute, die sie umsetzen, besorgt die Kohle dafür, sitzt auf Proben dumm in der Ecke und hat ansonsten die Klappe zu halten (wenn man den Job richtig macht).
In meinem Fall kommt erschwerend hinzu, dass ich im Gegensatz zum marktorientierten Produzenten nicht nur keine Aussicht auf jede Menge Kohlen, Piepen, Mäuse habe, sondern ständig in Panik bin, dass ich die Mittelübersicht verliere. Schließlich bin ich kein Buchhalter. (Was ich in der Praxis aber sein sollte: siehe oben, 12 Jobs…).
Am 06.04. war die Premiere. Ich radelte maximal mittelmäßig gelaunt dahin, müde, Kopfschmerzen, nur einen Gedanken im Kopf: Hoffentlich hat das Theater den Parkplatz für den Dienstwagen der Sozialministerin reserviert. Die hatte ein Grußwort zum Beginn des Stücks zugesagt und das an einem Freitagabend in einer 60 Kilometer entfernten Nachbarstadt. Mit Presse war bei unserer Premiere nicht zu rechnen und in das Theater gehen maximal 100 Leute rein, sie konnte also keineswegs mit einem großen PR Mehrwert für sich rechnen.
Ich würde also der Sozialministerin für ihr Erscheinen bis an mein Lebensende dankbar sein, denn ihre Anwesenheit bedeutete für meinen Job den optimalen Mehrwert. Natürlich ist das Projekt auch inhaltlich sinnvoll, nützlich, einmalig, integrativ, alles, was Sie an demokratischem Schneckenfortschritt wollen. Aber so einen Gedanken habe ich einmal, wenn ich ein derartiges Projekt plane. Danach, im Alltag, denke ich nur noch an Parkplätze. Wenn die Ministerin im Fall einer Nichtreservierung eine halbe Stunde um den Pudding kurven muss und erst ankommt, wenn das Stück schon begonnen hat, dann müsste sie eine Heilige sein, um mir ihr Grußwort-Manuskript nicht um die Ohren zu hauen – innerlich.

Das Stück war ein rauschender Erfolg. Die künstlerische Leitung Mareike Schlote, Sonja Thöneböhn und Marc Beinsen von den Improkokken hatten mit Menschen aus dem Irak, Iran, Syrien und der Türkei pralles Volkstheater im besten Sinn inszeniert: heiter, anrührend, lebendig, intelligent. Soviel Szenenapplaus wie da hab ich im Staatstheater noch nie erlebt, hinterher fünf „Vorhänge“ und danach jede Menge tolle Gespräche. Die Tatsache, dass dabei der Etat für Freigetränke offensichtlich um ein Mehrfaches gesprengt wurde, hätte mir unter anderen Umständen buchhalterische Gedanken gemacht. So musste ich nur innerlich über meine Naivität grinsen, mit der ich geglaubt hatte, dass sich eine Bande euphorisierter Schauspieler*innen, Regisseure etc. an die Maßgabe hält: Jede*r nur ein Freigetränk. Ein Teil des allgemeinen Endorphin-Schwalls war auch zu mir rübergeschwappt. Ich überlege sogar, auch wieder was auf der Bühne zu machen. Produzent ist doof.
Dringende Empfehlung: die vorerst letzte Vorstellung in Hannover am 11.04, 20 Uhr, bei FAUST zu besuchen, für schlappe 5 Euro. Wer mich drauf anspricht, kriegt hinterher ein Freigetränk Darauf kommt es auch nicht mehr an.
Die Sozialministerin war übrigens überaus angetan und die Parkplatzfrage hat sich dann auch noch geklärt. Ich hatte die Ministerin an der Straße erwartet und im Aussteigen hörte ich sie zum Chauffeur sagen: „Sie brauchen nicht zu warten, ich fahr nachher so nach Hause.“
Da stand er nun den ganzen Abend allein und unberührt: mein reservierter Parkplatz.