Kategorie-Archiv: Schuppen aktuell

16.04.2022 – Toleranz üben und Brüche aushalten


Die Dame dürfte jenseits der 80 gewesen sein. Souveräne Eigensinnigkeit und Stil, ein erfreulicher Anblick. Sieht man von der Töle am anderen Ende der Stilikone ab, eine von über Hunderttausend, die Berlin jeden Tag mit Tonnen von Hundescheiße zupflastern. Gesehen im Ludwigkirchplatz Kiez. Stuckreiche, große Altbauten, gepflegte Plätze und Grünanlagen, exklusive Geschäfte, Galerien, Restaurants – Wilmersdorf at its best. Ein Fest für jeden Flaneur. Allenthalben reden die Menschen in fremden Zungen, Englisch, Spanisch. Die Einkommen dürften beträchtlich über dem Berliner Median liegen. Hier lebt sich’s gut. Wenn man genügend Geld hat.
Die Fahrt von hier zur U-Bahnstation Boddinstr. in Neukölln dauert keine halbe Stunde. Es ist eine Weltreise, in einen vollkommen anderen Kosmos. Auf einer Bank in der U-Bahnstation ein Drogensüchtiger, halb liegend, halb sitzend, dem Tod näher als dem Leben, und zieht sich den Stoff, Crack, Meth, Heroin, was auch immer, mit einem Röllchen aus Aluminiumpapier in die Lunge. Die Hände dunkel vor Dreck, man meint das Elend riechen zu können. Was in Wilmersdorf einen sofortigen Polizeieinsatz zur Folge hätte, nimmt hier niemand wahr.
Oben, auf der Flughafenstr., reden die Menschen in fremden Zungen, Türkisch, Arabisch. Die Einkommen dürften beträchtlich unter dem Berliner Median liegen. Die hier dominante Machismo-Kultur geht mir gewaltig auf den Sack, dauernd brettert irgendein Migrationsvollpfosten mit quietschenden Reifen und heulenden Motoren von PS-Monstern durch die Gegend. Haben die alle so kleine Schwänze? Schlimmer noch: Unmengen verschleierter Frauen und das Tragen einer Kippa oder offene Ausleben einer in Schönberg selbstverständlichen queeren Kultur ist hier lebensgefährlich. Mitunter habe ich schon den Impuls: Alle ab nach Syrien, zum Minenräumen. Bevor ich mich zivilisiere und mir ins Bewusstsein rufe, dass ja nicht alle so sind, und es zu einer offenen Gesellschaft gehört, Brüche auszuhalten. Die Grenzen zieht das Strafrecht. Wer also mit Antisemitimus, Frauenverachtung und Hass auf Queere gegen das Gesetz verstößt, die S-Bahnen 9 und 45 fahren zum BER-Flughafen, wo jede Menge Flieger bereit stehen ….
Aber trotz allem, oder gerade deswegen, fühle ich mich hier wohl. Ein Fest für Flaneure. Garniert mit einem kräftigen Spritzer voyeurhaftem Grusel. Neukölln in dieser Gegend wird mir immer fremd bleiben, im Gegensatz zur Szenegegend am Tempelhofer Feld. Die ich aber auch nicht besonders leiden kann, u. a. wg. asozialer Ablehnung der Teilbebauung des Tempelhofer Feldes.
Das Fremde auszuhalten, und das, was man nicht leiden kann, trotzdem schätzen zu lernen, dafür ist Berlin gut. Und was eine Vorspeise in Wilmersdorf kostet, dafür gibt’s in Neukölln ein komplettes Essen inklusive Alkoholika. Sollte allerdings eine selbsternannte Scharia Polizei in Neukölln auf die Idee kommen, gegen Alkoholkonsum vorzugehen, wäre meine Toleranz beendet. Dann aber wirklich ab in den Flieger.
Fassen wir zusammen: Toleranz üben und Brüche aushalten. Es werden allerdings immer mehr Brüche und sie werden immer tiefer. Rohe Eiertage, liebe Leserinnen.

15.04.2022 – Der Bus-Flaneur


Die letzte Kremlfahne. Am Checkpoint Charlie, einem der größten Touri-Nepp-Orte in Berlin, wo täglich zig Leute in wohligem Grusel ob der Erinnerung an den Kalten Krieg vor einem nachgebauten Kontrollpunkt mit Imitat-Soldaten posieren. Fotografiert vom M29er Bus aus. Wahrscheinlich hängen weltweit Tausende letzte Kremlfahnen, siehe auch „Original-Mauerstücke“. Stadtrundfahrten in Berlin für teures Geld können Sie sich sparen, liebe Leserinnen. Tagesticket für 8,80 Euro und – vor allem bei schlechtem Wetter und müden Füßen – den ganzen Tag die M29er Strecke durch Kreuzberg und Neukölln juckeln.

Was vor allem bei Dunkelheit mit all den Neonleuchtenden Kneipen, Bars und Restaurants ein ziemlich zauberhafter Anblick ist.
War der klassische Flaneur auf den Spuren Walter Benjamins und anderen noch per pedes unterwegs, bietet sich für die postmoderne Variante auch das ziellose Treibenlassen mit Rad oder Bussen an. Radln ist allerdings in Berlin grundsätzlich ein gefährliches Unterfangen und nur höchstkonzentriert und behelmt anzugehen. Da empfiehlt sich das Treibenlassen eher in ausgesuchten Kiezen und Nebenstraßen, was also qua Plan dem Flaneur-Gedanken eher widerspricht.
Ich bin dazu übergegangen, Bus-Flaneur zu werden. Einfach ziellos von einer Linie zu anderen zu hoppen und wenn es mir irgendwo gefällt, auszusteigen und das Terrain als klassischer Fuß-Flaneur zu erkunden. Wobei „erkunden“ dem Flaniergedanken auch schon widerspricht. Vielleicht bin ich, sind wir?, schon grundsätzlich zu sehr Effizienz- und Erkenntnisverdorben. Alles muss ein Ziel, einen Sinn, eine Erkenntnis haben, verwertbar sein. Selbst bei einigermaßen resistenten und renitenten Gemütern wie mir ist diese neoliberale Ideologie auch im Nichterwerbsbereich schon wie ein Gift in alle Zellen nicht nur der Wahrnehmung gesickert. Beim Strandliegen gelingt mir eine kontemplative Abwesenheit solchen Gedankenschrotts noch am ehesten, ein Buch zur Hand zu nehmen käme mir da nie in den Sinn. Was für eine extreme Vergeudung an Nutzlosigkeit wäre das. Wandern ist auch ok. Beim Wandern sind mir mitunter Gedanken fern. Aber leider nicht der Gedanke, wie gesund das jetzt ist, wie sinnvoll, welche Strecke ich da gerade wieder zurücklege. Und im schlimmsten Fall welche Freude mich durchströmt, wenn ich etwa ein keuchendes Etwas vor mir an einer steilen Steigung in brüllender Sonne „abkoche“. Fehlt nur noch Schrittzähler und Stoppuhr. Grausam.
Busflanieren hingegen kann durchaus etwas wie eine Meditation sein in gelungenen Momenten, weil man sich nicht aufs Gehen konzentrieren muss. Freies Fluten. Am intensivsten habe ich das bei Busfahrten durch das innere Alentejo erlebt, stundenlang gleiten da in flacher unbedeutender Landschaft im ständigen, trägen Wechsel Rinder, Oliven, Mandelbäume, Felder an einem vorbei, visuelle Mantren.
Ähnliches nun im Moloch Berlin erleben zu können, hat was Faszinierendes. Und Entlastendes, da die Gedanken an die tausend Krisen draußen vor der Bustür endlich mal Urlaub haben.
Bis, wie geschehen, ein Rundfunksender anruft und gerne ein paar O-Töne zur Auswirkung der Inflation auf Menschen mit wenig Geld hätte.

12.04.2022 – Was ist schon normal?


Hagelschauer letzte Woche. Blieb Zentimeterhoch auf der Veranda liegen. So glatt, dass ich mich beinahe auf die Schnauze gelegt hätte. In dem Fall geht das als früher normales Aprilwetter durch, aber ansonsten ähnelt das Wetter der Gesellschaft: Geht immer mehr aus den Fugen. Gestern Abend Essen mit Kolleg*innen in der City. Analog, live, das erste Mal seit …? Wie sehr gerade die dienstliche Gesprächskultur eine andere ist, wenn man sich live gegenübersitzt, realisiert man erst, wenn man es erfährt. Sofort stand der Wunsch im Raum (was von der Visualisierung her schön ist) nach einem Folgetermin.
Draußen eine Demo. Früher konnte ich von weitem auf den ersten Blick erkennen, was für eine Ausrichtung eine Demo hat. Gestern fiel es mir schwer, eine bunte Peacefahne lockte mich auf die falsche Fährte. Danach eine Deutschlandfahne. Den Rest Klarheit gab mir der flatternde Schmierlappen der sogenannten „Freien Linken“, eine Ansammlung von vorgeblich linken Coronaschwurblerinnen, nicht ganz so schräg wie die Antisemiten-Gang von „Die Basis“, aber auch eher ein Fall für die Couch als für die Öffentlichkeit. Es war Montag und die medikamentös falsch Eingestellten hatten wieder Ausgang. Montagsdemos, auf ewig kontaminiert mit Nazideologie, was die Impfdeppen aber offensichtlich nicht stört, sondern sogar befeuert.
Natürlich ging unsere Diskussion bei Scallopine al limone dann auch um den Umgang mit solchen Zeitgenossinnen. Mein Vorschlag war nicht mehrheitsfähig: Von der Straße kärchern. Allgemeiner Therapeutenkonsens der mehrheitlich Sozialwissenschaften studiert Habenden und im Besitz diverser Moderations- und Mediationsausbildungen Seienden: Bei Diskussionen Coronaleugnerinnen nicht in die Ecke drängen, ihnen Raum lassen, Argumente sacken lassen.
So die Sozialarbeiter-Richtung früher: Nazis Räume zur Verfügung stellen und sie da abholen, wo sie sind.
Aus den Sozialarbeiterräumen in Jugendzentren für jugendliche Nazis (in Brennpunkten) sind mittlerweile national befreite Zonen, vorwiegend in der Ostzone aber nicht nur da, geworden. Mit Nazis führt man keine Diskurse, sie sind mit allen Mitteln der gesellschaftlichen Ächtung und staatlichen Repressionen zu bekämpfen. Und wer nach über zwei Jahren Argumenten und wissenschaftlichen Erkenntnissen (es gibt kaum eine Krankheit und Seuche, die besser erforscht ist inklusive der Impfstoffe als Corona), immer noch Impfverweigerer ist, der hat eine bewusste, nicht zu revidierende Entscheidung getroffen. Eine Entscheidung, die Menschen in Altersheimen und Angehörigen von vulnerablen Gruppen das Leben kostet. Allein in Niedersachsen laufen noch fast 15.000 Menschen, die in der Gesundheitsbranche arbeiten, ungeimpft rum. Tickende Zeitbomben.
Welche Räume soll man solchen Leuten lassen?
Es gibt kaum Schöneres als Kolleginnen, Freunde, Kumpels, was auch immer, live zu treffen, der Abend war ein ganz feiner und ich freue mich schon auf das gemeinsame Grillen bei mir im Garten. Aber eins hab ich gestern wieder gemerkt: Ich bin kein Sozialarbeiter, war keiner und werde auch keiner mehr werden. Normal? Bin ich noch normal?
Ich hoffe nicht.

09.04.2022 – Den Blick weiten


Panoramafoto. Bucht von Porto Soller. Ein Panoramafoto weitet den Blick, wirkt aber oft auch verzerrt. Ich halte den Panoramablick für eine Möglichkeit zur Schulung der Wahrnehmung. Ästhetische Prinzipien lassen sich durchaus in den Alltag transferieren, oft sind sie grundsätzlicher Natur. Bei künstlerischer Gestaltung oder Wahrnehmung lassen wir uns unbewusst von Naturgesetzähnlichen Regeln leiten, wie dem Goldenen Schnitt.
Eine Leistung von zeitgenössischer Kunst kann sein, klassische Regeln der Harmonie zu durchbrechen und so unsere Wahrnehmung und Kritikfähigkeit zu schärfen, den Blick zu weiten. Was auch im Alltag nützlich sein kann. Das kann dann der Moment sein, wo ästhetische in politische Bildung umschlägt.
Weiten wir mal unseren Blick, was das Tagesgeschehen angeht. Allenthalben Solidarität mit den ukrainischen Flüchtlingen und Abscheu gegenüber den russischen Aggressoren. Völlig zu Recht. Ohne Wenn und Aber und das geht nicht nur gegen Putin, sondern gegen die Killersoldateska, die in der Ukraine Massenmorde begeht. Dafür trägt jeder einzelne beteiligte Soldat die Verantwortung und gehört vor einen internationalen Gerichtshof. Und die Abscheu gilt auch jenen über 80 Prozent der Russen, die den Krieg befürworten, und jenen Russlanddeutschen, die hier mit bescheuerten Autokorsos die Öffentlichkeit verpesten. Auf die Anwesenheit solcher „Volksgenossen“ kann ich gerne verzichten.
Blick weiten: Ukrainische Flüchtlinge erhalten ab Juni Hartz-IV und damit vollen Zugang zur Arbeitsmarktintegration. Zu Recht.
Flüchtlinge aus anderen Ländern, „Kulturkreisen“, wie Syrien und Afghanistan, erhalten das nicht, obwohl die Notlagen vergleichbar sind. Sie unterliegen dem Asylbewerberleistungsgesetz, mit zahlreichen Einschränkungen.
Das ist eurozentrischer Rassismus. Jener Kitt, der die Mauern um Europa zusammenhält, an denen jährlich Tausende sterben, bei dem Versuch, sie zu überwinden. Jedes Jahr ein Vielfaches der Toten, die während der gesamten Existenz des „Eisernen Vorhangs“ von 1948 bis 1989 ihr Leben ließen, beim Versuch in die Freiheit zu fliehen.
Es ist jetzt schon abzusehen, dass sich Migrationsbewegungen verstärken werden: Armut und Hunger nehmen weltweit wieder zu, Klimakatastrophe, Kriege, failed States, Inflation, Rezession, Corona und andere Seuchen, der Ursachen werden nicht weniger. Und es braucht nur wenig Phantasie, sich vorzustellen, wer hierzulande von diesem Problem des Migrationsdrucks profitieren wird, wenn sich bei uns die Krisen verschärfen. Die nächste Rezession (und Seuche) kommt, so sicher wie der Apfel nach unten fällt. Für die Prognose braucht es noch nicht mal den Panoramablick.
Die Funktion hat Ihr Handy, liebe Leserinnen, auch. Irgendwo in Ihrer Kamera wird Ihnen die Option „Mehr“ angeboten, da isses dann. Für Wanderungen bei Weitsicht, auf Aussichtsplattformen ein nettes Spielzeug. Aber nicht nur das. Sonniges Wochenende

06.04.2022 – Über Portugiesische Galeeren, Algenteppiche, Mini-Tsunamis und 8-Meter Wellen


Das ist der Stoff, aus dem Helden gemacht werden: Wasser 13 Grad und reichlich Quallen. Nun würden mich auch Eisschollen und Highfische nicht vom Baden abhalten, wenn ich am Meer bin. Wozu sollte Meer sonst gut sein. Aber sieht man von der nicht unbedingt welterschütternden Tatsache ab, dass an mir offensichtlich ein halber Nato-Kampfschwimmer verloren gegangen ist, weist das Foto auf grundsätzliche Probleme, in dem Fall auf Malle, hin: Das vermehrte Vorkommen von Quallen. Und die gehäufte Existenz gigantischer Algenteppiche an den Küsten. Ursache: Meereserwärmung und Überdüngung. Selbst Portugiesische Galeeren wurden, neben notorischen Feuerquallen, schon vor Malle gesichtet, die gehören da eigentlich nicht hin. Mich hat vor Jahren mal eine kontaktiert, die handtellergroße Stelle sah aus, also ob jemand sein Bügeleisen da geparkt hatte.
Die aktuellen Viecher schienen mir ungefährlich. Es hat beim Rausgehen zwar gebrannt auf der Haut, aber das war pure Einbildung. Ungefährlicher, aber das Badevergnügen ebenfalls vermiesend, sind die vermehrten Algenteppiche, ganze Buchten voll mit dunkler, träge vor sich hin schwappender Brühe, durch die man kaum waten könnte. Mitunter versuchen Bulldozer, Tonnen dieses nahrhaften Gemüses beiseite zu schiebe. Eine Syphilisarbeit. Wenn man auf ungeräumten Strandabschnitten spazieren geht, sinkt man tief in getrockneten Algenteppichen ein, ein gesundes Gehen, wie auf Moos, aber darin schwimmen?
Zusätzlich gab es Warnungen vor Mini-Tsunamis und 8 Meter hohen Wellen. Was mir zum Schwimmen ein, zwei Meter zu hoch war. Normal ist das alles nicht.
Nun ist „jammern“ über Algen und Quallen am Urlaubsort ein Luxusproblem. Aber ich lasse mich hier seit Jahren über kumulierende Krisen und den Untergang der Welt, wie wir sie kennen, aus, da werd ich ja auch mal Luxusprobleme breittreten dürfen. Und natürlich trifft sich auch hier wieder, wie üblich, das Private mit dem Politischen, denn die Ursache für Quallen und Algen, Überdüngung und Erwärmung, sind Menschen gemacht und Menetekel der Klimakatastrophe, in der wir mitten drin sind. Daher entrang mir der Anblick von zig glühenden Elektro-Heizpilzen auf der Insel vor und in jeder Bar, es war seit Wochen für die Jahreszeit zu kalt, ein Lachen. Es war jenes Lachen, das man im Theater in einer guten Groteske hat. Die Eingeborenen haben den Untergang ihres Geschäftsmodells, Tourismus, direkt vor Augen und befeuern ihn rasend, im Wortsinne. Für den Erhalt der Heizpilze würden sie vermutlich mit der Waffe in der Hand auf die Barrikaden gehen. Mit demokratischen Mitteln ist weder Heizpilz noch die Klimakatastrophe zu bekämpfen. Ein klassisches Dilemma, denn dass autoritäre Regime, und das wäre die Alternative, nicht das Gelbe vom Ei sind, erleben wir jeden Abend im TV.
Jede, die schon mal einen Rhetorik-Grundkurs gemacht hat, weiß: Rausgehen immer mit einem Brüller, wenn möglich Hoffnung und irgendwas Positives.
Also: Im Hotel waren Butter und Marmelade nicht mehr per Einzelportionen in Plastik eingeschweißt, sondern lose, auf Tellern und in irdenen Krügen.
Alles wird gut.
Und Sie, liebe Leserinnen, haben hier praktisch ein Beispiel für literarische Groteske, gespiegelt an der Realität, entfaltet bekommen. Umsonst, oder besser: Kostenlos.
Bitte, gern geschehen.
Ich wünsche Ihnen einen entspannten Flug in den Osterurlaub und viel Spaß bei der Planung des Sommerurlaubs.

27.03.2022 – Über den kommenden Ökoterrorismus


Gruß aus der Sahara. Neulich auf meinem Fahrradsattel, Sand aus der Sahara. Kommt bei bestimmten Strömungsverhältnissen alle Jahre mal vor und ist ein sinnfälliges Zeichen dafür, wie die Welt miteinander verbunden ist. Für Autobesitzende war das vermutlich Lackzerstörender Dreck, für mich ein Sehnsucht erzeugender Gruß aus fernen Regionen. Nicht, dass ich in der Sahara Urlaub machen möchte. Nein, einfach nur weg, das vermittelte der Sand auf meinem Sattel. Was kein schlechter Buchtitel ist: Der Sand auf meinem Sattel. Wenn ihn jemand haben möchte, bitte bei mir melden, gegen eine geringe Schutzgebühr ist das machbar.
Darf man in heutigen Zeiten überhaupt noch fliegen? Nein. Natürlich nicht. Man darf auch nicht bei rot über die Ampel gehen und mehr als zwei Glas Sekt am Tag trinken. Wenn aber die Jugend der Welt, eines Tages vor mich hintritt, mit einem donnernden „J‘ accuse“ fragt: „Wie hast Du mir diese Welt hinterlassen?“ Was dann? Dann kriegt sie einen gewaltigen Tritt in den Arsch. Ich lass mich bestimmt nicht von irgendwelchen BWL-Pennerinnen anmeiern, die noch schlimmer als ihre Eltern kein sehnlicheres Ziel haben als verbeamtet zu werden, zu heiraten, mit 30 ein Haus, 1,5 Kinder und zwei Autos, davon 1 SUV in der Garage zu haben.
Aber es gibt doch Fridays für Future? Stimmt. Feine Menschen. Aber die sind auch noch keine 30. Immerhin moralisch etwas gewichtiger als die Millionen Berufsjugendlichen da draußen, die nichts machen, außer ihr Kreuz bei der FDP, und wenn sie ganz schwer einen an der Schizo-Waffel haben, bei den Grünen.
Für einen Moment durchzuckte mich ein Hauch von Hoffnung, als die Meldung steil ging, dass in meinem beschaulichen Heimatstädtchen die Fridays for Future-Verantwortlichen eine weiße Musikerin ausgeladen hatten bei ihrem Ringelpiez, weil die Dreadlocks trug, wegen kultureller Aneignung, was struktureller Rassismus ist. Dass die Verantwortlichen damit im Ansatz recht hatten, konnte man allein an dem Unisono-Gegeifer weißer, alter Männer gegen diese Entscheidung erkennen. Natürlich war die Ausladung dämlich, unprofessionell und kontraproduktiv. Jede hat ihr Rassismus-, Sexismus-, was auch immer-Päckchen zu tragen. Nobody is perfect.
Was mich ankotzte bei diesen Kommentaren: Diese gigantische Scheinheiligkeit, ob des Drecks den diese alten Säcke selber am Stecken haben. Als ob sie nicht selber das Privileg der Jugend genossen hätten, radikal zu sein und Fehler machen zu dürfen.
Was mich an der Absage aber erfreute, war der jakobinische Furor der Tugend, der aus ihr sprach: Rasier dir die Haare ab und du darfst mitspielen. Das ist der Geist, das Holz, aus dem zukünftige Terroristen geschnitzt sind. Ökoterroristen. Und die kommen. So sicher, wie ich dieses Jahr sechsmal in Urlaub fliege.
Und ich hoffe, wenn Ökoterror (bei der Frage der Ziele wird es wesentlich komplizierter als für die RAF damals) Platz greift, dass mich die Weisheit meines Alters schützen möge vor Formulierungen in diesem Blog wie „klammheimliche Freude“.
Ich sei aber sehr schizophren, höre ich da die Tugendwächterinnen der Bürgerlichkeit einwenden?
Wir nennen es Ambiguität. Hört sich geiler an. Oder auch Leben.
Ich muss buchen. Tschüss erstmal.

26.03.2022 – Über Minenhunde, Cocktails und Bowler-Hüte


Dass es dem stationären Einzelhandel durch die Internetkonkurrenz so schlecht geht, dass er sogar sein Personal zum Kauf anbietet, war mir neu. Aber wovon soll man in Zeiten von sich überbietenden Dauerkrise überrascht sein. Im russischen TV wird zur Primetime einem Atomkrieg das Wort geredet. Worüber wir reden, davon können wir auch handeln. Man kann den eigenen Untergang auch herbeidelirieren.
Ich habe keine Ahnung, ob solche Sendungen im russischen TV einfach nur Krawallquotengeil sind, das Volk kriegsfähig senden wollen oder sogar die Funktion des bekannten Minenhundes haben, die wir auch in unserer Politik kennen. Irgendjemand wird mit einer extremen Position ins verminte Diskursfeld geschickt (Rentenalter auf 70 erhöhen, Hartz-IV kürzen, Atombomben werfen …) und dann schaut man, wo wie viele Empörungsminen hochgehen, wie stark der Gegendruck ist, pfeift den Hund eventuell wieder zurück und schickt bei passender Gelegenheit den nächsten raus. Wobei der Hund nach außen gescholten („Das war eine unabgesprochene persönliche Einzelmeinung“) und nach innen gelobt wird und zur Beförderung ansteht, wg. persönlichem Mut vor dem Feinde. Ich weiß nur, dass das Krisendauerfeuer mich einerseits abstumpft, andererseits natürlich Wirkungstreffer erzielt, quasi hinter meinem Rücken, feilt es an meinem Gemüt. Da gilt es genau hinzugucken. Stumpft das an anderen Stellen auch ab, macht unempfänglich für Impulse, Anregungen, Kreativität. Zerrt es an den Nerven? Tut es. Wo begrenzt es die Phantasie? Ist es noch möglich, mir Normalität vorzustellen? Wie soll die aussehen? Wann und woher soll die kommen?
Das Virus jedenfalls geht nicht nur nicht weg, sondern wird ein aerosoliger Begleiter sommerlicher Cocktails. Sommerpause Fehlanzeige, bevor es dann krachend in die Winterlockdowns geht, dann aber mit Impfpflicht. Langsam geht mir sogar der Zorn auf Impfverweigerer, Corona-Antisemiten und Verschwörungsfantasten aus. Ermattung allenthalben.
Morgen wird die Linke aus dem Saar-Landtag gekegelt, viel interne Idiotie dabei, aber auch stellvertretend für den allgemeinen Niedergang linker Utopien. Und damit meine ich bestimmt keine rotgrünen 100-Euro-Einmalzahlungen-Reförmchen.
Autonome Basisbewegungen sind nicht zuletzt an radikalen Differenzen zur Einschätzung der Corona-Krise in den letzten zwei Jahren über den Jordan gegangen. Auf unabsehbare Zeit, so wie das Virus. Auch und gerade unter undogmatischen Linken gibt es hanebüchene, fast immer antisemitisch konnotierte Verschwörungserzählungen. Beispiel: The Great Reset Plumper Vulgärmarxismus, gemischt mit faschistischem Anti-Eliten-Duktus. Erinnert mich an früher, wo die Kapitalisten in einschlägigen linken Comics mit dicken Bäuchen, Bowler-Hut, Stresemann-Anzug und dicken Zigarren gezeichnet wurden, obwohl schon zu der Zeit der schlanke, alerte, nichtrauchende, fitte Manager der Phänotyp des Kapitalismus war.
Ich erinnere mich überhaupt häufiger an früher. Kein gutes Zeichen.
Und wo bleibt das Positive? Als ich eben von meiner morgendlichen Zen-Meditation aus dem Garten zurückkam, wehte der Westwind von den nahegelegenen Feldern einen intensiven Güllegeruch um meine Nase. Das hatte etwas Beruhigendes, Geerdetes: Die Welt da draussen nimmt ihren normalen Gang der Jahreszeiten, unbeirrt vom Schlachtenlärm.

22.03.2022 – „Duck and Cover“ Vorbereitungskurse auf Atomkrieg!


Atomblitz-Aktentasche. Modell Duck and Cover.
Das Künstlernetzwerk SCHUPPEN 68 bietet angesichts der zurzeit immer öfter diskutierten Möglichkeit eines Atomwaffen-Einsatzes im Krieg Kurse an, in denen angemessenes Verhalten in solchen Fällen trainiert wird. Kernstück ist das Modul „Duck and Cover“, das auf der Strategie des gleichnamigen Zivilverteidigungsfilm für Kinder von 1951 beruht. Wenn der Atompilz aufblitzt: Duck and Cover. Ducken und Bedecken, z. B. Aktentasche über den Kopf.
Klaus-Dieter Gleitze, SCHUPPEN 68, betont als Verantwortlicher für die Seminarreihe „Duck and Cover“:
„Der Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine wird zu Recht von allen Kräften der Zivilgesellschaft verurteilt. Danach hört die Einigkeit auf. Ukraine unterstützen, aber wie? Frieden schaffen mit immer mehr Waffen? Wenn ja, welche? Nato in den Krieg? Atomwaffeneinsatz?
Es war jahrzehntelanger Konsens: Atomwaffen dürfen nicht eingesetzt werden. Nach einem Atomkrieg gibt es die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr. Dieser Konsens verschwindet zunehmend. Das öffentliche Reden, Denken und Handeln wird zunehmend militarisiert. Der Hinweis auf möglichen Einsatz von nuklearen Gefechtsfeldwaffen im Ukrainekrieg, auch seitens der Nato, fehlt in kaum einem Diskurs, 100 Mrd. Euro für mehr Waffen sind über Nacht möglich, die öffentliche Rede starrt vor Waffen und Militärphantasien. So wie früher Millionen Schiedsrichter beim Fußball vor den Bildschirmen hockten, tun das jetzt Millionen Militärexperten in imaginierten Schützengräben, den inneren Stahlhelm festgezurrt. Atomkrieg, als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, wird immer denkbarer.
Da dürfen Künstler sich nicht verweigern. Das Künstlernetzwerk SCHUPPEN 68 hat daher das „Center for A.R.SCH“ gegründet, A.R.SCH steht für AtomRaketenSCHützen. Die Idee ging aus der Bewegung „Künstler strahlen für den Frieden“ hervor. Zahlreiche früher Friedens- nun Atomkriegsbewegte arbeiten hier mit. Kernstück ist der Kurs „Duck and Cover“, in dem wir angstfrei und offen im Stuhlkreis sitzen und üben, wie wir beim Atomblitz uns sofort unter den Stuhl ducken. Die Alternativgruppe übt draußen das Open-Air Prinzip mit der Aktentasche, ersatzweise mit Aluhut.
Am zweiten Tag basteln wir gemeinsam. Im Open-Spirit Verfahren lassen wir uns auf unseren inneren Krieger ein und entwerfen Buttons und Sticker für unsere Kampagne „Give atomicwar a chance“.
Im Paraphernalia-Shop unseres Seminar-Hauses jetzt schon erhältlich sind Buttons mit: „ATOMKRIEG? JA BITTE“, „Atomkrieg ist machbar, Herr Nachbar“ und „Atomkriegsgegnerinnen überwintern bei Dunkelheit mit kaltem Hintern“.
Dort ist auch unsere Atomblitz-Aktentasche Modell „Duck and Cover“ erhältlich. Bis zum Eintritt des Ernstfalls zum Subskriptionspreis von 2.600 Euro. Kursgebühren für den zweitägigen „Duck and Cover“-Kurs: 1500 Euro. Ermäßigungen für Hartz-IV-Bezieher*innen auf Anfrage. Für den Herbst planen wir ein Kursangebot im Backwahncenter in Poona.
Keine Mitglieder rechter Organisationen! Vegane Kurs-Ernährung. Wir gendern, pflegen einen achtsamen Umgang miteinander und respektieren andere Meinungen. Außer Pazifismus.
Nach Kursende besteht für die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen bei unserem selbstgebrauten Atompils.
Über dem Eingang unseres Center for A.R.SCH in der Friedensallee steht das Motto „Si vis pacem para atombellum. Wenn Du den Frieden willst, rüste Dich für den Atomkrieg““

21.03.2022 – Krisenkollateralschäden


Postkarte Vorderseite

Postkarte Rückseite.
Postkarte aus dem Hause Hermann Sievers, anlässlich einer Intervention zu 75 Jahre Grundgesetz. Damals, als wir noch Seuchenunbefangen in der Öffentlichkeit agieren konnten. Natürlich lähmt die Seuche mit ihren Konsequenzen auch das kreative Denken, was öffentliche Interventionen und Performances angeht. Bestimmte Aktionen sind einfach „undenkbar“. Still ruht der See der Kulturproduktion.
Undenkbar, für mich zumindest, auch die sozialdarwinistische Brutalität, mit der gerade Lockerungen durchgeprügelt werden. Die Inzidenzen steigen signifikant und allein auf Grund der schieren Menge der Infektionen schlägt sich das langsam aber sicher natürlich auch bei milden Verläufen wie Omikron auf die Intensivstationen nieder.
Sind ja eh nur nutzlose Minderleister, die den Takt des neoliberalen „immer mehr“ auf Grund von Alter und Vorerkrankungen nicht mehr halten können. Vielleicht werden die Lockerungen ja wieder zurückgenommen, wie in Österreich. Aber der Krieg als Vater aller Dinge überdeckt vieles, so auch die Frage: Wer ist eigentlich die Mutter aller Dinge und bei dem Vater möchte man die Kinder lieber nicht kennenlernen.
Flüchtlinge als Kollateralschaden zu bezeichnen verbietet sich von selbst. Es bleibt aber abzuwarten, wie sich die Flüchtlingssituation hierzulande auswirkt, wenn immer mehr aus der Ukraine kommen und mit den eingeborenen Proleten um knappe Wohnungen konkurrieren, um schmaler werdende Sozialetats. 100 Mrd. für mehr Waffen und 200 Mrd. für Öko müssen von irgendwo herkommen, von den Reichen bestimmt nicht. Wann und wo ist der Kipppunkt? Im nächsten Winter, in der sechsten Welle, wenn Millionen nicht ausreichend heizen können und Lebensmittel ab dem 20. jeden Monats unerschwinglich werden?
Auch wenn hellhäutige Ukrainerinnen nicht derart rassistischen Ressentiments ausgesetzt sind wie 2015 ff. Syrer, irgendwann und irgendwo wird sich der Fressneid artikulieren. Klima, Corona, Inflation, Rezession, weltweite Ausweitung der Rüstungsetats werden ein Übriges tun und globale Armutsmigration beschleunigen. Das sind nicht nur slawische Schwestern, die dann kommen. Futter für die Nazis. Wenn die AfD es geschickt anstellt, kann sie wie 2015 zum Krisenprofiteur werden. Ich höre schon Parolen wie „Was wollen die ganzen Ukrainer eigentlich hier? Die sollen lieber Zuhause ihr Vaterland verteidigen…“
Krisen-Kollateralschäden. Wie Sand am Meer, wo ich gern wär. Mit diesem ebenso schönen wie ungewollten Reim endet das Wort zum Montag, liebe Gemeine. Sorry, Gemeinde.
P. s.: Die Postkarte kann für die allfälligen Wahlkämpfe in diesem Jahr und auch sonst zum Selbstkostenpreis bei gleitzek@gmx.de bestellt werden

20.03.2022 – Spendenaufruf für Nothilfe Ukraine


Aufsteigender. Den um Freiheit kämpfenden Völkern gewidmet. 1966/67. Skulptur von Fritz Cremer.
Das Folgende zitiert aus dem Aufruf des Jüdischen Nationalfonds zur Unterstützung von 140 geflohenen ukrainischen Waisenkindern und ihren Betreuer*innen, die jetzt im israelischen Camp Nes Harim in Sicherheit sind. Für die Kinder und Jugendlichen müssen noch jede Menge Alltagsartikel angeschafft werden wie Decken, Hygieneartikel, Bekleidung, Spielsachen, Kinderbetten. Auch die Betreuung durch erfahrene Mitarbeiter*nnen, die sich mit der Behandlung von traumatisierten Kindern auskennen, erfordert einen Extra-Einsatz. Freizeit- und Bildungsaktivitäten in der Natur zur Ablenkung und Regeneration sollen das Hilfsprogramm abrunden.
Spendenkonto Jüdischer Nationalfonds e.V.
IBAN: DE49 3702 0500 0000 0170 01
BIC: BFSWDE33
Stichwort Nothilfe Ukraine

Infos über den Jüdischen Nationalfonds hier.
Zitat Aufruf:
„ …. Seit einigen Tagen befindet sich Europa im Krieg und wieder sind Kinder – auch jüdische Kinder – die Leidtragenden. Voller Entsetzen und Besorgnis blicken wir zusammen mit der Welt auf die aktuell stattfindenden politischen Ereignisse.
Tausende Menschen sind verletzt, haben geliebte Personen verloren, stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Abertausende sind auf der Flucht vor Tod und Zerstörung.
Wir wollen konkrete Nothilfe leisten und haben uns deshalb entschlossen die Verantwortung für insgesamt 140 aus der Ukraine geflohene Waisenkinder und ihre Betreuer und Betreuerinnen in Israel mit zu tragen. Besonders schlimm ist es in der entstandenen Situation für Waisen, die ohne die Liebe und den emotionalen Rückhalt ihrer Eltern und ohne die Sicherheit eines gewohnten Zuhauses auskommen müssen.
Hier wollen wir helfen – zusammen mit Ihnen.
Hier, wo unschuldige Kinder alles verloren haben und oftmals schwer traumatisiert vor dem Nichts stehen. Mit extremen Belastungssituationen sowie posttraumatischen Störungen als Folge von Kriegshandlungen haben wir in Israel leider viel Erfahrung, und so haben wir beschlossen, unser Feld- und Waldcamp Nes Harim Flüchtenden aus der Ukraine ukrainischen Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen.
Am 06. März trafen die Kinder aus dem kriegszerrütteten Zhytomyr ein. Dank der Hilfe des israelischen Botschafters in Rumänien David Saranga und des Gouverneurs der Provinz Suceava konnten wir sie über die Grenze und schließlich auf dem Luftweg in Sicherheit bringen.
Für die Kinder und Jugendlichen müssen noch jede Menge Alltagsartikel angeschafft werden wie Decken, Hygieneartikel, Bekleidung, Spielsachen, Kinderbetten. Auch die Betreuung durch erfahrene MitarbeiterInnen, die sich mit der Behandlung von traumatisierten Kindern auskennen, erfordert einen Extra-Einsatz. Freizeit- und Bildungsaktivitäten in der Natur zur Ablenkung und Regeneration sollen das Hilfsprogramm abrunden.
Bitte helfen Sie mit! Für diese erschütternde humanitäre Notsituation wird jeder Euro benötigt. Ihre Spende hilft auf direktem Weg den Kindern in unserer liebevollen Obhut. In Sicherheit, in Freiheit. Damit ihre verstörten Kinderseelen hoffentlich bald heilen mögen.
Wir danken Ihnen von Herzen! …..“